Aufsatzstreuer für alle Lkw-Typen

Artikel vom 29. Januar 2021

Der Bandstreuer »Sirius AST« ist in Behältergrößen bis 9 m³ verfügbar. Hier im Einsatz auf einem rein elektrisch angetriebenen eTGM. (Bild: Epoke).

Beim »Sirius AST« handelt es sich um einen Aufsatztellerstreuer mit Aufnahme- beziehungsweise Absetzsystemen für alle Lkw-Typen. Das Streugutsilo fasst drei bis neun Kubikmeter; die Streubreite reicht in 0,5-m-Intervallen von zwei bis zwölf Metern. Pro Quadratmeter kann Sirius zwischen fünf und 40 g Salz beziehungsweise 30 bis 240 g Sand streuen. Die Salzbefeuchtungsanlage arbeitet nach dem FS30-Prinzip mit automatischer Reduktion (30 %) der Trockenstoffmenge. Ebenso ist eine variable Feuchtsalzzugabe mit Spannweite von 7,5 bis 30 % serienmäßig dabei. Dafür stehen Flüssigkeitstanks mit einem Gesamtvolumen von 1260 bis 3500 l zur Verfügung. Über leicht anbaubare Fronttanks kann das Solevolumen weiter erhöht werden. Flüssigkeit und Trockenstoff werden direkt auf dem Edelstahl-Streuteller in der Mischkammer vermischt. Als Antriebe für den Salzstreuer bietet Epoke eine Lösung mit Laufrad, Dieselmotor oder den Anschluss an die Kommunalhydraulikanlage des Trägerfahrzeuges. Das Epoke-Laufrad ist patentiert und hat eine automatische Steuerung des Anpressdrucks, um Belastung und Verschleiß der mechanischen Teile zu reduzieren und bei Kurvenfahrten bzw. unebener Fahrbahn eine größere Richtungsstabilität zu erreichen.

Der Aufsatztellerstreuer »Sirius AST« ist ein breiten- und mengenkompensierendes, wegeabhängiges Streusystem. Das bedeutet, die fest eingestellte Streugutmenge wird unabhängig von Fahrgeschwindigkeit und Streubreite ausgebracht. Bei der Baureihe Sirius legt der dänische Winterdienstspezialist den Fokus auf Wirtschaftlichkeit, Betriebs­sicher­heit, funktionales Design, einfache Bedienung, Wartungsfreundlichkeit und besonders hohe technische Anforderungen. Es werden nur Komponenten eingebaut, die ihre Tauglichkeit langfristig unter Beweis gestellt haben. Jahrzehntelange Erfahrung und die Optimierungsvorschläge aus der Alltagspraxis der Kunden sind in die Produktentwicklung eingeflossen. Unter anderem führt dies dazu, dass sämtliche Bedienungen, Elektro- und Hydraulikkomponenten konsequent geschützt angeordnet werden und trotzdem leicht zugänglich sind. Für Betriebssicherheit sorgt unter anderem ein spezieller Aggregateraum am Salzstreuer, dessen Abdichtung der Schutzklasse IP65 entspricht. Ein weiteres Beispiel für Praxisorientierung sind die Flüssigkeitstanks. Zwecks optimaler Gewichtsverteilung sind sie beidseitig angebracht. Schlauchsystem und Tankkonstruktion erlauben eine gleichmäßige, enorm schnelle Befüllung mit 800 l/min sowie eine unmittelbare Sichtkontrolle mittels großer Füllstandsanzeige. Zusätzlich kann ein Sensor eingebaut werden, der bei maximalem Füllstand ein Stoppsignal auslöst. Zu den besonderen Merkmalen zählt auch das Epoke-Dosiersystem. Der Hersteller garantiert eine genaue und problemlose Auslegung aller Streumaterialien, darunter Salz, Sand, Splitt und Kalziumchlorid. Auch feuchte und unhomogene Materialen sollen gleichmäßig und genau dosiert ausgebracht werden. Umrührwelle, Auslegewalze und das entlastete Förderband sind die wesentlichen Komponenten des Dosiersystems in der Streugutwanne. Die Umrührwelle in der Mulde verhindert Brückenbildungen des Materials und zerkleinert Klumpen. Die Auslegewalze entleert den Behälter auf der gesamten Länge gleichmäßig und verteilt das Material aufs Förderband. So werden kritische Gewichtsverlagerungen bei zunehmender Behälterentleerung vermieden. Die untere Transporteinheit arbeitet als unbelastetes Förderband, das heißt, seine Funktion ist nicht vom Materialgewicht abhängig. Es läuft vom Start weg rund und  lässt sich auch durch zusammengebackenes Material nicht beeinträchtigen. Das Dosiersystem ist leichtgängig und flexibel ausgelegt, so dass man nur ein geringes Anfahrmoment benötigt. Zur »Sirius AST«-Baureihe gibt es eine ganze Palette technischer Optionen, die das Arbeiten mit dem Salzstreuer automatisieren, rationalisieren und vereinfachen können. Unter anderem bietet Epoke die Auswahl zwischen elektrischen und hydraulischen Streusymmetrie-Erstellungen. Zum Entleeren des Streuers gibt es hydraulische und elektro-hydraulische Lösungen. Für die laufende Beobachtung des Geschehens am Streuteller gibt es den EpoTector, einen berührungsfrei auf Basis von Mikrowellentechnik arbeitender Streuindikator – er basiert auf einem weiteren Epoke-Patent.

Zur Glättebekämpfung mit reiner Sole hat Epoke den »Sirius Combi« und den »Virtus AST« als Aufsatzstreuer für Lkws im Programm.

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