Streuautomaten

Artikel vom 18. Februar 2019

 

 

 

Im Bereich der Streutechnik hat Bucher Municipal ein sehr umfangreiches Portfolio im Angebot. Die Produkte von Gmeiner und Giletta ergänzen sich in idealer Art und Weise. Greift das bewährte Gmeiner-Streusystem in erster Linie auf den Einsatz von Förderschnecken zurück, so konzentriert sich die in Revello ansässige Firma Giletta hauptsächlich auf die Verwendung von Kettenfördersystemen. So kann den unterschiedlichen Kundenansprüchen optimal Rechnung getragen werden. Die Gmeiner Streuautomaten mit Förderschneckensystem starten ab einer Behältergröße von 0,4 m³ und enden aktuell bei 9,0 m³. Die kleinste Baureihe ist unter dem Namen Husky umfasst aktuell vierzehn unterschiedliche Behältergrößen von 0,4 bis 1,8 m³ und passt somit optimal auf alle kleineren bis mittleren Trägerfahrzeuge. Danach folgen die Streuautomaten der Baureihe Yeti. Mit Behältergrößen von 1,4 bis 4,4 m³ ist diese Baureihe optimal auf alle Unimog-Modelle zugeschnitten. Lieferbar in zwölf unterschiedlichen Behältergrößen passen sie selbstverständlich auch auf die verschiedensten Lkw der mittleren Baureihen bis 18 t zulässiges Gesamtgewicht. Das obere Ende markieren die großen Lkw-Streuautomaten. Hier hat Bucher Municipal gleich zwei unterschiedliche Baureihen im Angebot, seine Streuautomaten der Baureihe Icebear W sowie der Phoenix-Reihe. Die Streuautomaten der Baureihe Icebear W sind in Behältergrößen von 3,5 bis 8,0 m³ lieferbar und besitzen allesamt das bewährte Doppelförderschneckensystem namens TwinConcept. Alle Streuautomaten, die mit diesem Doppelförderschneckensystem ausgerüstet sind, können selbstverständlich in Doppelkammerausführung oder auf Wunsch auch in einer Doppelkammer-Feuchtsalzkombination angeboten werden. Die Größen 5, 6 und 7 m³ sind zudem in zwei Behälterlängen (3,0 und 3,5 m) lieferbar.

Der Phoenix steht für innovative Streutechnologie in hochwertiger Verarbeitung für härteste Einsatzbedingungen. Mit Erkenntnissen aus der Praxis für die Praxis konstruiert, ist er in Behältergrößen von 4,0 bis 9,0 m³ lieferbar und für die Trägerfahrzeuge aller namhaften Hersteller optimiert worden. Seine modulare Behälterbauweise ermöglicht es, ihn passgenau an das betreffende Trägerfahrzeug zu adaptieren und sorgt gleichzeitig für eine optimale Gewichtsverteilung. Dabei gewährleistet die geringe Behälterhöhe einen tiefen Schwerpunkt und ist somit Garant sowohl für sichere Fahreigenschaften als auch für ein einfaches Beladen. Seine konsequente Leichtbauweise sorgt für eine hohe Nutzlast und Wirtschaftlichkeit. Die lückenlose Auswahl an erprobten Schneckenfördersystemen, verschiedenen Antriebsmöglichkeiten, Sensorik, modernen Steuerungen, passenden Abstellsystemen sowie zukunftsweisenden Feuchtsalztechnologien ermöglicht eine exakte Abstimmung für den Winterdiensteinsatz auf Landstraßen, Bundesstraßen und Autobahnen.

Für ein exaktes Streubild sorgt die von Bucher Municipal entwickelte Feuchtsalztechnologie EcoWet. Als Ergebnis mehrjähriger Forschung und Entwicklung entstand dieses Salz-Sole-Mischsystem, das für eine perfekte Durchmischung des Trockensalzes mit Sole sorgt. Die variable Düse verhindert verlässlich eine Verklumpung des Materials, indem der aus der Düse austretende Sprühstrahl sich in seiner Breite automatisch der Trockensalzmenge anpasst. Auf diese Weise wird das Trockensalz optimal durchfeuchtet und anschließend gleichmäßig über die gesamte Streubreite verteilt. Dabei hilft auch der serienmäßige Streustoffverteiler, der neben einem Edelstahl-Streuteller einen speziellen Kunststoffkegel vorweisen kann. Optional stehen auch eine elektronische Streubildverstellung sowie zusätzliche Feuchtsalztanks aus leichtem und widerstandsfähigem Polyethylen zur Verfügung. Das EcoSat-Bedienpult mit seiner innovativen Steuerungstechnik sorgt für eine bestmögliche Konfiguration und Visualisierung der eingestellten Streuparameter. Die bestandene bast-Streumaschinenprüfung in Anlehnung an die prCEN/TS 15597-2 stellt die durchweg hohe Streugenauigkeit eindrucksvoll unter Beweis.

Mit dem vollständig elektrisch über austauschbare Batterien angetriebenen Phoenix Electra steht kommunalen Flottenmanagern ein Streuautomat zur Verfügung, der umweltfreundlich und flexibel auf jedem beliebigen Trägerfahrzeug verwendet werden kann. Technisch vom konventionellen, hydraulisch betriebenen Grundmodell Phoenix abgeleitet, wird er von austauschbaren Batteriepacks über hoch wirksame, bürstenlose Elektromotoren angetrieben. Lieferbar ist die Baureihe Phoenix Electra in Behältergrößen von 4,0 bis 6,0 m³ auf Wunsch auch mit modernster Feuchtsalztechnologie. Möglichkeit einer Schnell- und Teilaufladung des hochqualitativen Lithium-Akkus ermöglicht gleichzeitiges Laden der Batterie und Nachfüllen von Streumittel. Das ist der Schlüssel zur erforderlichen Autonomie bei extremen Schneefällen, ohne gefährliche und komplexe Vorgänge wie einen Batterietausch in Gang setzen zu müssen. Die geschätzte Lebensdauer eines Akkus übertrifft die herkömmliche Lebensdauer von Streugeräten von durchschnittlich zehn Jahren. Die im Battery-Management-System (BMS) integrierte smarte Technologie umfasst Echtzeit-Ferndiagnosen, einen automatischen Temperaturschutz bei kaltem Wetter und einen Ausgleich der Zellenspannung. Phoenix Electra wird von einem Niederspannungssystem (48 V) angetrieben, was Wartungen und Reparaturen einfacher und sicherer macht. Zur Standardausrüstung des Phoenix Electra gehört auch das Assist-System, dessen innovative Tools den Fahrern und Servicetechnikern einen kosteneffektiven, flexiblen und effizienten Winterdienst ermöglicht.

Für den Winterdiensteinsatz auf geringer Breite wie Gehwegen findet der Husky L Citysprayer Anwendung. Die Soleausbringung erfolgt über den Streuteller. Die Flüssigsprüher der Baureihe Husky L sind in Behältergrößen von 500 bis 3000 l für alle gängigen Trägerfahrzeuge lieferbar. Behälterlängen werden von 900 bis 2350 mm angeboten. Die Dosierung erfolgt optional über das hochmoderne EcoSat-Bedienpult. Eine geschwindigkeitsabhängige Regelung mit geschlossenen Regelkreisen, Sprühbreiten bis zu 12 m und weitere sinnvolle Ausstattungsmerkmale machen diesen Hochleistungs-Sprüher zu einem idealen Allround-Gerät für viele weitere Anwendungsfälle. So sind auch Einsätze im Straßen- sowie im Landschaftsbau sehr gut denkbar.

Aufgrund der steigenden Nachfrage und den aktuellen Markttrends beschäftigt sich Bucher Municipal seit langem intensiv mit der Kombi- und Sprühtechnik. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren viel Entwicklungsarbeit in seine Kombi-Streutechnologie investiert. Mit seiner Baureihe Icebear W Kombi präsentiert der Hersteller modernste Streutechnik, die je nach Wetterlage das Ausbringen verschiedener Taumittel ermöglicht – und die mit nur einem Gerät und zwar präventiv sowie kurativ. Trockensalz-, Feuchtsalz- und reine Flüssigsalzstreuung sind mit diesen Baureihen möglich – natürlich tempoabhängig und komplett überwacht. Die Streugutzufuhr von Trockensalz geschieht bei der Baureihe Icebear W Kombi mittels Doppelförderschneckensystem. Die reine Flüssigstreuung erfolgt über einen Sprühbalken aus Edelstahl mit unterschiedlichen, exakt positionierten Sprühdüsen. Mittels EcoSat-Bedienpult können die seitlichen Düsen einzeln oder kombiniert zugeschaltet werden. Damit lassen sich die Streubreiten von 4 bis 12 m exakt in Meterschritten verändern.

Die Experten von Bucher Municipal sind ständig auf der Suche nach neuen Technologien, um den Winterdiensteinsatz noch effektiver und dadurch wirtschaftlicher zu gestalten. Schon seit längerem befasst man sich intensiv mit der Feuchtsalzstreuung mit erhöhtem Soleanteil. Die Vorteile und Möglichkeiten der Eco-FS-50-Feuchtsalztechnologie liegen auf der Hand. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Erhöhung des Soleanteils von 30 auf 50 % sowie die gleichzeitige Verringerung des Trockensalzes von 70 auf 50 % äußerst positive Auswirkungen auf das Streubild hat. Gegenüber der FS-30-Technologie kann eine um bis zu 10 % verbesserte Querverteilung über die gesamte Streubreite beobachtet werden. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil liegt in einer deutlich schneller einsetzenden Tauwirkung, da der Soleanteil von 30 auf 50 % erhöht wird und das in der Sole gelöste Salz deutlich schneller zu einem Tauerfolg führt als trockenes Stein- oder Siedesalz. Zusätzlich hat die Reduzierung des Trockensalzanteiles positive Auswirkungen auf das Budget der zuständigen Meisterei, da ein 20 % mehr an Sole im direkten Vergleich zu Trockensalz deutlich günstiger ist. Eines der Hauptargumente für einen Umstieg von reiner Trockensalzstreuung bzw. auch von einer FS-30- auf die Eco-FS-50-Streuung dürfte sicherlich auch an der Tatsache liegen, dass es durch den erhöhten Soleanteil zu deutlich weniger Materialverwehungen durch den nachfolgenden Verkehr kommt. Liegt bei der Eco-FS-50-Technologie der Soleanteil bei 50 %, so sind es bei der neuen Eco-FS-100 (8 m)-Technologie tatsächlich 100 % Sole, die mittels dem Streuteller ausgebracht werden können. Eco-FS-100 bietet sich daher in erster Linie für die präventive, also vorbeugende Streuung an. Da die Verteilung der Sole ebenfalls über das serienmäßige Streuteil erfolgt, ist es möglich, dass bei Standard-Streuautomaten mit der optionalen Eco-Technologie neben reiner Sole nach wie vor auch die Feuchtsalzstreuung FS-30 bzw. Eco-FS-50 möglich ist. Wird also ein serienmäßiger Feuchtsalz-Streuautomat mit FS-30-Ausstattung zusätzlich mit der Eco-FS-100 ausgestattet, kann man von einem hochflexiblen Kombistreugerät sprechen, welches auf Wunsch entweder reines Trockensalz, Feuchtsalz FS-30, Feuchtsalz mit erhöhtem Soleanteil Eco-FS-50 oder auf Wunsch auch reine Sole über den Streuteller ausbringen kann. Bei der Eco-FS- 100-Feuchtsalztechnologie unterscheidet Bucher Municipal zwischen Sprühbreiten von 6, 8, und 12 m. Bei der Eco-FS 100 (6 und 8 m)-Technologie erfolgt die Verteilung der reinen Sole über den serienmäßigen Streuteller. Auf eine Verwendung von Düsen wird hier also komplett verzichtet. Ein wesentlicher Vorteil liegt neben den geringeren Anschaffungskosten in einer deutlich genaueren Feinjustierung der gewünschten Streubreiten. Bei der Eco-Technologie auf 8 m Breite können die Sprühbreiten in 0,1-m-Schritten exakt an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Bei der 12-m-Version hingegen wird unterhalb des Streutellers zusätzlich eine spezielle Sprüheinheit namens BrineStar adaptiert, welcher die Sole auf eine Sprühbreite von bis zu 12 m verteilt. Beachtenswert dabei ist, dass der entgegenkommende Verkehrsteilnehmer durch die besonders niedrige Breitenverteilung der Sole nicht beeinträchtigt wird. Weiterhin wird ein flächendeckendes Sprühbild mit weniger Verwirbelungen als bei normalerweise verwendeten Düsensystemen oder Sprühbalken erreicht. Die hohe Präzision seiner Eco-FS-100- Feuchtsalztechnologie hat Bucher Municipal als erster Winterdienstanbieter in Anlehnung an die CEN 15597 1 und 2 durch die Firma WINDIP erfüllt. Bei seinen Bedienpulten legt das Unternehmen größten Wert auf einfache Bedienung, hohe Zuverlässigkeit und einen größtmöglichen Informationsfluss für den Anwender. Insgesamt stehen zwei unterschiedliche Ausführungen zur Verfügung. Die EcoTron ist dabei als Basisvariante und leicht zu bedienende Steuerung zu verstehen, die aber bereits voll wegeabhängig steuert und auch eine Rundumkennleuchte oder eine elektronische Streubildverstellung ansteuern kann. Neben der EcoTron beweist die EcoSat eindrucksvoll wie modernste Elektronik den Winterdienst effektiver und sicherer gestalten kann. In Verbindung mit dem Streudatenerfassungssystem RouteInform ermöglicht es dem Kunden, die aufgezeichneten Arbeitsdaten jederzeit auf einem PC abzurufen und auszuwerten. Zudem ist die aktuelle Position des Streufahrzeuges jederzeit ersichtlich. Das zusätzliche automatische Streusystem RouteReplay ermöglicht zudem eine vollautomatische Streuung anhand aufgezeichneter Streuparameter.

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