Grabbelüftung

Artikel vom 11. Mai 2020
Allgemein

Oft haben Regionen mit bindigen Böden dasselbe Problem. Wachsleichenbildung ist ein Phänomen, das dann eintritt, wenn der Verwesungsprozess nicht stattfinden kann, weil der Leichnam in einem Lehmhaltigen Boden bestattet wurde, der keinen Luftaustausch mit der Athmosphäre zulässt. Dabei ist das Ganze nicht nur eine unappetitliche Sache, die Fingerspitzengefühl erfordert, sondern zudem ein handfester Kostenpunkt. Wenn neue Friedhofsfläche angemietet werden soll, kann das ganz schön ins Geld gehen. Nachdem auch der Bodenaustausch keine günstige Angelegenheit ist, haben sich die Techniker der MTM Spindler & Schmid GmbH in Zusammenarbeit mit Kommunen und der Gerichtsmedizin Freiburg effektiven Lösungsansätzen gewidmet. Mit einer Druckluftlanze (bekannt aus der Baum- und Bodenpflege) durchdringt ein Injektionsrohr die oberen Erdschichten bis zur Grabkammer. Während des Eintreibens kann das Erdreich stufenlos durchlüftet und gelockert werden. Die so erstellten Aufbrüche ermöglichen einen erhöhten Austausch von atmosphärischer Luft und Bodenluft. Ein Zersetzungsprozess, der vorher unter Sauerstoffabschluss nicht möglich war, kann nun in Gang kommen. Neben der gewöhnlichen Injektionsmethode gibt es noch erweiterte Verfahren, die den Verwesungsprozess noch schneller einleiten und so helfen können, an entscheidender Stelle Kosten einzusparen. Können die Gräber nach dem regulären Zeitablauf aufgelöst werden, ist der Ankauf neuer Flächen obsolet. Eine Investition von geringer Größe bringt hier beachtliche Ergebnisse.

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