Kommunaltraktoren für den Betriebs- und Winterdienst

Artikel vom 18. Januar 2021
Kommunale Traktoren und Geräteträger

Der Lintrac ist ein Geräteträger, der Merkmale von Traktor, Hangmäher und Hoflader in sich vereint (Lindner Traktorenwerk).

Lintrac heißt die dritte Baureihe des österreichischen Herstellers Lindner nach dem Traktor Geotrac und dem Kommunaltransporter Unitrac. Beim Lintrac 90 handelt sich um einen zum Geräteträger weiter entwickelten Traktor, der auch auf kommunale Einsätze zugeschnitten ist. Es gibt ihn in zwei Ausführungen, mit einfacher und mit Vierradlenkung. Auf den Einsatz mit Geräten zielt der stufenlose Fahrantrieb ab. Das dazu notwendige Getriebe hat Lindner zusammen mit Getriebespezialist ZF entwickelt, der 102 bzw. 113 PS (Vierradlenkung) starke Dieselmotor stammt von Perkins. Als für Arbeiten am Hang entwickeltes Gerät verfügt der Lintrac über einen besonders niedrigen Schwerpunkt. Mit dem Lintrac 110 steht eine leistungsmäßige Erweiterung zur Verfügung. Abgasstufe 3 b und ein TMT-Getriebe habe die Effizienz des kommunalen Allrounders noch einmal verbessert. Der Lintrac 130 ist der erste Lindner-Traktor mit dem neuen und besonders sauberen Perkins-Syncro-Motor der Stufe 5. Mit 3,6 Liter Hubraum und 100 kW Leistung (entspricht 136 PS) sowie einem enormen Drehmoment von 550 Nm ist der Lintrac 130 der stärkste Traktor, den Lindner anbietet – auf Wunsch auch mit Vierrad-Lenkung. Weiterentwickelt hat Lindner das stufenlose TMT11-ZF-Getriebe aus dem Lintrac 110. Der High-Traction-Modus erhöht die Zugkraft auf bis zu 78 Kilonewton. Die gefederte Vorderachse gibt es bei der 50 km/h-Ausführung standardmäßig. Mit dem TracLink-System macht Lindner den Lintrac 130 zu einem besonders intelligenten Fahrzeug in seiner Klasse.

Aus acht verschiedenen Modellen besteht die Traktorserie Geotrac von Lindner.

Aus acht verschiedenen Modellen für die kommunale Anwendung besteht die Traktorenbaureihe Geotrac und deckt die Bandbreite von 76 PS bis 144 PS ab. Im unteren Leistungsbereich beginnt das Angebot beim Geotrac 74ep mit 76 PS und dem 84ep mit 95 PS, dem sich die Typen Geotrac 84ep pro und Geotrac 94ep (beide 102 PS) sowie der Geotrac 114ep mit 133 PS anschließen. An der Spitze steht der Geotrac 134 ep (144 PS). Die Traktoren mit der Zusatzbezeichnung ep haben ein achsgeführtes Fronthubwerk. Der Vorteil liegt im besonders engen Wendekreis. Außerdem steht eine Vierfach-Zapfwelle zur Verfügung. Die Österreicher verbauen hochwertige Komponenten; beispielsweise von Perkins (Motoren) sowie von ZF-Steyr oder Bosch (Antriebstechnologie). Die Traktoren zeichnen sich vor allem durch das von Lindner selbst entwickelte Bedienkonzept aus. In den Kabinen wurde zudem ein besonders innovatives Sicherheitskonzept umgesetzt. Im Geotrac ist die Fahrgastzelle als ROPS (Roll-Over-Protectice-Structure) und FOPS (Falling-Object-Protectice-Structure) konzipiert. Dieser hohe Sicherheitsstandard, der normalerweise nur bei schweren Baumaschinen zum Einsatz kommt, wird beim Geotrac erstmals in einem Traktor umgesetzt. Dank dieser Standards ist der Fahrer sowohl vor Überschlägen am Hang als auch vor herabfallenden Objekten (beispielsweise beim Forsteinsatz) geschützt. Schließlich besitzt der Traktor auch noch eine Scheibenfront in VSG (Verbund-Sicherheits-Glas), um von Vorne eindringende Objekte abzuhalten. Mit der Geotrac-Serie bietet Lindner vielseitig einsetzbare Kraftpakete, die ihre Stärken in der professionellen Grünlandbewirtschaftung, im Gemeindedienst und im Forstbereich ausspielen.

Modelle in Kommunalausstattung gehören auch dazu.

Die modern gestaltete Kabine der Grünland- und Kommunaltraktoren von Lindner gibt den Blick auf die Geräte frei, die – fast wie bei einem speziellen Geräteträger – auch hinten angebaut werden können. Die aktuelle Geotrac-Serie ist übrigens mit einem IBC-Monitor ab Werk ausgerüstet, der die Steuerung der gesamten Fahrzeugelektronik über einen Monitor ermöglicht. Auf Grund des innovativen LED-Lichtkonzepts kann der Traktor praktisch rund um die Uhr eingesetzt werden, auch im anspruchsvollen Nachteinsatz. Die rumpfgeführte Fronthydraulik gewährleistet darüber hinaus die optimale Steuerung der Geräte. Durch die konsequente Trennung von Motor und Kabine läuft der Traktor für den Anwender sehr ruhig. Die drei Hebel für Getriebe, Hydraulik und Zapfwellen liegen rechts vom Fahrersitz übersichtlich angeordnet, der Allradantrieb wird per Knopfdruck zugeschaltet.

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