Großflächenmäher mit 4,9 m Arbeitsbreite

Artikel vom 2. Februar 2021
Anbaumäh- und Anbaumulchgeräte

Mit drei Mähwerken an einem Fahrzeug wird die Produktivität in der Rasenpflege auf ein sehr hohes Niveau gehoben (Bild: Wiedenmann).

Gigantische 4,9 m Arbeitsbreite bietet die Neuentwicklung Tri Cut 490. Rund neun Bahnen, und schon ist das kleine DFB-Feld mit dem Großflächenmäher abgemäht. Kommunale Grünflächen im XXL-Format sind ebenso ein Klacks für den neuen »Rasenfresser«. Kein derzeit erhältlicher Mäher schafft laut Wiedenmann eine solche Flächenleistung. Den Entwicklern gelang das Kunststück, die Abmessungen der Maschine im Rahmen zu halten. In Transportstellung beträgt die Gesamtbreite nur 2,4 m. Damit bewegt sich das Trägerfahrzeug zulässig und problemlos im Straßenverkehr. Als Leistungsanforderung gibt Wiedenmann mindestens 51 kW / 70 PS vor, was folglich größere Kompakttraktoren oder Agrartraktoren voraussetzt. Diese seien zunehmend gefragt und würden vielseitig eingesetzt, hieß es. Die Übernahme des Mäh-Jobs erhöhe deren Auslastung und Rentabilität. Der Mäher kommt als Kombilösung, bestehend aus einem Frontmähwerk und einem Heckanbau mit klappbaren Seitenmähwerken. Das vordere Werk am Normdreipunkt Kat. I/II schneidet mit 180 cm Arbeitsbreite und drei Messern. Optional sind 230 cm mit vier Messern möglich. Der Antrieb erfolgt über die Frontzapfwelle mit 1000 U/min. Am Heckdreipunkt findet sich ein mächtiges Doppelmähwerk, das über zwei Flügel mit je 180 cm Arbeitsbreite und drei Messern verfügt. Angetrieben wird es über die Heckzapfwelle mit 540 U/min, die auf ein Verteilergetriebe im Hilfsrahmen wirkt. Beide Flügel lassen sich unabhängig voneinander bedienen. Die Schnitthöhe aller Werke ist von 2,5 bis 11 cm feinstufig einstellbar. Durch die Auflösung der Mähaufgabe auf Front und Heck erreicht Wiedenmann eine ausgewogene Verteilung der Achslasten ohne zusätzliche Ballastierung. In Summe addieren sich zwar 1600 kg zum Fahrzeuggewicht. Doch der Traktor bleibt agil im Handling und lässt sich bedarfsgerecht je nach Arbeitsumfang und örtlicher Gegebenheit einsetzen. Das Konzept bietet hier eindeutige Vorteile im Vergleich zu Einzweckfahrzeugen oder mehreren Traktor-Mäheinheiten samt Personal. Zumal der Fahrer den Traktor zur Steuerung der Mähwerke nicht einmal verlassen muss. Übrigens lässt sich der Mäher bei Nichtgebrauch aufständern und in 2,5 m hohen Unterständen abstellen.

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