Ferngesteuerte Forstraupe / Geräteträger

Artikel vom 13. Februar 2021
Grünpflege

Das Konzept der Forstraupe »Moritz« hat sich immer mehr zum ferngesteuerten und äußerst vielseitigen Geräteträger weiterentwickelt (Bilder: Pfanzelt).

Die Technik der beiden Multifunktionsraupen »Moritz 50« und »Moritz 75« stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und wurde zunehmends  zu einem Geräteträger hin überarbeitet. Dies beginnt bereits beim Motor. Die leistungsstarken und sparsamen 4-Zylinder-Motoren mit 36,4 bzw. 55,4 kW kommen nun aus dem Hause Deutz und werden serienmäßig mit einem Cleanfix-Umkehrlüfter ausgestattet. Auch bei den Aggregaten und dem Hydrauliksystem wurde mit den neuen Modellen viel verändert und an den Einsatz als universell einsetzbare Geräteträger angepasst. Das Hydrauliksystem besteht nun aus drei getrennten Systemen für Fahrantrieb, Arbeits- und Leistungshydraulik. Diese Trennung ermöglicht eine neue Dimension bei allen drei Systemen. Bei dem Fahrantrieb kann so eine Drifteinstellung zum Ausgleich der Hangabtriebskraft bei Mäharbeiten quer zum Hang eingestellt werden. Für den gleichen Arbeitseinsatz kann zukünftig auch eine stufenlose Einstellung der Endgeschwindigkeit vorgenommen werden. Diese beiden Optionen bieten einen sehr hohen Komfort beim Einsatz des »Moritz« Geräteträgers als Mäh- oder Mulchraupe. Die Arbeitshydraulik bietet nun bis zu vier proportionale und zwei schwarz/weiß doppeltwirkende Funktionen, die alle über die Funksteuerung gleichzeitig bedient werden können. Die Leistungshydraulik, die neben der mechanischen Zapfwelle als Antrieb für Anbaugeräte verfügbar ist, ermöglicht bis zu 96 l/min bei 300 bar. Zweitere ist vor allem für Kunden gedacht, bei denen bereits hydraulisch angetriebene Arbeitsgeräte anderer Hersteller vorhanden sind. Arbeitsgeräte unterschiedlicher Hersteller können an dem Dreipunktanbauraum der Kategorie I angebaut werden. Zum Konzept des Moritz gehören seit der Einführung ein niedriger Bodendruck und kompakte Abmessungen. Für die Weiterentwicklung des Moritz bildeten diese beiden Voraussetzungen deshalb die Grundlage. Das leicht höhere Eigengewicht von ca. 1400 kg wird durch die breiteren (Serie 250 mm, optional 300 mm) und längeren Laufwerke aufgenommen. Somit bleibt der Bodendruck im Vergleich zum Vorgängermodell gleich. Ein unkomplizierter Transport mit Pkw-Anhänger oder Transporter ist nach wie vor problemlos möglich. Für unterschiedliche Einsatzgebiete und für Arbeiten am Hang können die Laufwerke hydraulisch jeweils um 200 mm pro Seite verbreitert werden. Die neue automatische, hydraulische und wartungsfreie Kettenspannung verhindert ein Abspringen des Bandes zuverlässig. Die Liste der neuen Technik und der erweiterten Möglichkeiten ist lang und bietet dem Nutzer einen höheren Bedienkomfort, mehr Leistung und ein stark verbreitertes Einsatzspektrum.

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