Kehrsaugmaschinen

Artikel vom 17. Februar 2021
Selbstfahrende Kehrmaschinen

Die MC 130 ist die größte der drei knickgelenkten Kehrmaschinen von Kärcher. Die Saugleistung ist in drei Stufen über die Motordrehzahl regelbar (Bild: Kärcher).

Immer noch eine Lücke in dem breit aufgestellten Programm an reinen Kehrmaschinen gab es Kärcher. Jetzt macht die neue MC 250 das Portfolio komplett, von 06 m³ bis 6 m³ Behältervolumen.

Größte knickgelenkte Kehrmaschine von Kärcher ist jetzt die MC 250, sie macht das Portfolio komplett (Bild: Kärcher).

Die MC 250 ist mit 2,2 m³ in etwa in der Mitte angesiedelt. Eine sehr gute Reinigungsleistung, umweltfreundliche Motoren (Euro VI) sowie ein niedriger Feinstaubausstoß (2,5 PM-Klasse) sind mit an Bord. Die Reinigungsleistung profitiert von einer CAD-Simulation zur Optimierung des Luftstroms So sind feine Staubpartikel oder Sandkörner ebenso wenig ein Problem wie grobe Verschmutzungen. Das Besensystem erlaubt eine individuelle Einzelsteuerung und lässt sich mit zwei bzw. drei Besen sowie Unkrautbesen flexibel nutzen. Ebenfalls integriert sind ein Wasserrecyclingsystem sowie ein separater Tank für das Schmutzwasser. Für die zeitsparende Wartung im Arbeitsalltag sind sämtliche Servicekomponenten über Wartungszugänge einfach zu erreichen, auch der Motor ist dank des zur Seite schwenkbaren Wassertanks direkt zugänglich.

Die neue MC 80 von Kärcher – zwischen MC 50 und MC 130 platziert – erfüllt die gültige Abgasnorm Stage 5 (Bild: Kärcher).

Drei weitere reine Kehrsaugmaschinen hält Kärcher vor. In der Ein-Kubikmeter-Klasse ist es als die größte die MC 130, eine robuste und wendige Maschine mit maximaler Zuladung unter dem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t. Darunter ist die neu eingeführte MC 80 angesiedelt, darunter die MC 50. Die Kehrmaschine MC 80 besitzt einen Antrieb, der die Abgasemissionswerte der strengen Abgasnorm Stage 5 unterschreitet . Der Einsitzer vereint starke Reinigungsleistung mit hohem Fahrkomfort sowie einfacher Bedienung und Wartung. Zusammen mit der kompakten Konstruktion und der Ausführung als Knicklenker mit einem inneren Wenderadius von nur 910 mm kann die MC 80 vor allem auf Fußwegen und überall dort zum Einsatz kommen, wo es für größere Maschinen zu eng wird. Der lange Radstand von 1500 mm sorgt trotz hoher Wendigkeit für ein stabiles Fahrverhalten. Die Kehrbreite lässt sich variabel auf bis zu 1630 mm anpassen. Der noch relativ neue Typ MC 130 plus hat einen stärkeren Motor als die MC 150 (66 PS statt 55 PS) und erfüllt die Abgasnorm Stage IIIB Tier 4.  Auch die MC 130 im Sinne des Paragrafen 35 StVZO gehwegtauglich und kann ohne weitere Qualifikation mit dem üblichen Pkw-Führerschein gefahren werden. Dank ihres geringen Leergewichts kann die neue Saugkehrmaschine die hohe Last von bis zu 1100 kg aufnehmen, ehe sie das zulässige Gesamtgewicht erreicht. Dadurch werden Entsorgungsfahrten auf ein Minimum reduziert. Bei der Entwicklung der geräumigen Doppelsitzkabine wurde besonderer Wert auf Ergonomie gelegt: Dank der Entkoppelung vom Chassis und der Vierpunktlagerung treten dort keine störenden Vibrationen auf. Mit 74 dB(A) ist der Geräuschpegel im Inneren für ein Gerät dieser Klasse besonders niedrig. Der Anwender sitzt über der Vorderachse nah am Anbaugerät und hat den Arbeitsvorgang stets im Blick. Dank des zweiten Sitzplatzes zum Beispiel für einen Mitarbeiter, der fallweise manuelle Reinigungsaufgaben übernimmt, erübrigt sich in vielen Fällen der Einsatz eines zusätzlichen Fahrzeuges. Die intuitive Bedienung über das Multifunktionsdisplay in der Mitte des Lenkrades erlaubt eine sichere Steuerung der Maschine. Alle notwendigen Einstellungen werden auf einen Blick erfasst, ebenso die Bilder der Rückfahr- und Saugmundkamera. Über zwei Joysticks an der Armlehne wird die serienmäßige Einzelbesensteuerung bedient. Selbsterklärende Symbole erleichtern die Anpassung der Parameter wie die Besendrehzahl. Über eine Kurzwahltaste kann der Anwender auf gespeicherte Einstellungen zurückgreifen und unverzüglich mit der Arbeit beginnen. Drei Anbauräume an Front, Heck und über dem Motor ermöglichen das Zusammenfassen mehrerer Arbeitsschritte, etwa Mähen und gleichzeitige Aufnahme des Grünguts. Das Schnellwechselsystem am Anbauraum auf dem Hinterwagen reduziert die Rüstzeit, indem es sich die fahrzeugeigene Hydraulikanlage zu Nutze macht. Ein Umbau ist so ohne Kraftaufwand möglich. Mit einer Transportgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h gelangt die Maschine schnell an ihren Einsatzort, wobei der lange Radstand von 1700 mm eine ruhige Fahrt gewährleistet. Konsequent wird innerhalb der Kommunalmaschinen-Familie von Kärcher eine Gleichteilestrategie verfolgt. So nutzt die MC 130 mit einem 50 PS starken 4-Zylinder-4-Takt-Dieselmotor das bewährte Chassis des Geräteträgers MIC 50. Die Kehrmaschine MC 50 advanced als kleinste Ausgabe der Kärcher-Reihe schafft eine Arbeitsbreite von 1400 mm, der Kehrgutbehälter kann 500 l aufnehmen. Es gibt die MC 50 als Komfortvariante. Die zahlreichen Gleichteile vereinfachen Wartung und Reparatur, wenn mehrere Modelle in einem Fuhrpark vorhanden sind. Sie können nach einer entsprechenden Schulung durch Kärcher kostengünstig häufig vom eigenen Personal durchgeführt werden.

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