Kippsattelanhänger technisch überarbeitet

Artikel vom 9. Juni 2026
Fahrzeugaufbauten

Meiller hat seinen Kippsattelanhänger für den Schüttguttransport umfassend überarbeitet. Mit der technischen Weiterentwicklung geht auch eine neue Bezeichnung einher: Aus dem bisherigen Modell »MHPS 44/3N« wird die Baureihe »Grandload«.

Meiller hat seinen Kippsattelanhänger »MHPS 44/3N« technisch überarbeitet und unter einer neuen Typenbezeichnung vorgestellt (Bild: Meiller).

Der Hersteller hat insbesondere das verwindungssteife Chassis mit geschweißten Längs- und Torsionsquerträgern überarbeitet. Am Rahmenkopf wurden konstruktive Änderungen vorgenommen, die die Fertigung vereinfachen und die Belastbarkeit erhöhen sollen. Robotergestützte Schweißverfahren sorgen dabei für eine gleichbleibende Fertigungsqualität. Gleichzeitig soll die neue Konstruktion Rissbildung und Korrosion entgegenwirken.

Für den Fahrer wurde die Bedienung verbessert. Ein größeres Kronenblech schafft mehr Platz zwischen den Anschlüssen für Elektrik, Luftdruck und Hydraulik. Dadurch lässt sich die Verbindung mit der Sattelzugmaschine einfacher herstellen. Neu ist außerdem eine Brückeneinführung mit verstärktem Längsträger. Die Kippbrücke wird nun von innen in den Rahmen geführt, wodurch eine stabilere Einheit entsteht.

Auch beim Bedienstand wurden Änderungen vorgenommen. Dank des geänderten Rahmenvorbaus lässt sich ein Arbeitspodest einfacher nachrüsten. Die Anschlusskonsole für die Versorgungsleitungen bleibt dabei gut zugänglich.

Zur Verringerung des Verschleißes kann der Ladeboden im hinteren Bereich optional verstärkt werden. In der Basisausführung wiegt der Ganzstahlkipper nach Herstellerangaben knapp 5600 kg. Die Mulde besteht aus Verschleißstahl der Güte HBW 450. Geschlossene Obergurtprofile erhöhen die Stabilität und verhindern, dass Schüttgut in den Profilen hängen bleibt. Die Rückwandlagerung befindet sich außerhalb des Laderaums.

Serienmäßig verfügt der »Grandload« über Aluminium-Druckluftbehälter für die Luftfederung. Elektrische Leitungen sind geschützt unter der Kippbrücke verlegt, wasserdichte Steckverbinder sollen die Betriebssicherheit erhöhen. Für die Ladungssicherung stehen Roll- oder Schiebeplanen zur Verfügung. Dank pneumatischem Unterfahrschutz kann der Auflieger auch mit elektrisch angetriebenen Sattelzugmaschinen genutzt werden.

Die neue Typenbezeichnung setzt sich künftig aus Aufbautyp, Achsanzahl und Nennlänge zusammen. So wird aus dem bisherigen MHPS 44/3N der »Grandload P3-76«. Die neue Baureihe ist ab sofort erhältlich.

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