Circular Economy im Fahrzeugbereich: Projekt auf der IFAT gezeigt
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VAK, VDA und BDE haben auf der IFAT Munich 2026 gezeigt, wie Kreislaufwirtschaft im Nutzfahrzeugbereich praktisch umgesetzt werden kann. Im Fokus standen zirkuläres Design, Recyclingrohstoffe und ein batterieelektrisches Sammelfahrzeug.

Auf der IFAT Munich 2026 zeigten Verbände und Industriepartner, wie Kreislaufwirtschaft im Nutzfahrzeugbereich umgesetzt werden kann (Bild: Messe München GmbH).
Auf der IFAT Munich 2026 haben Verbände und Industriepartner gezeigt, wie Kreislaufwirtschaft im Nutzfahrzeugbereich entlang der Wertschöpfungskette umgesetzt werden kann. Im Mittelpunkt standen zirkuläres Produktdesign, der Einsatz geeigneter Materialien und die Rückführung hochwertiger Recyclingrohstoffe in industrielle Anwendungen.
Sichtbar wurde der Ansatz in einer Praxisvorführung mit dem Mercedes-Benz »reECONIC« und dem »reNew VARIOPRESS« von FAUN. Das gemeinsam entwickelte Konzeptfahrzeug ist nach Grundsätzen der Circular Economy ausgelegt. Es zeigt, wie ein teilweise aus Recyclingmaterialien produziertes, batterieelektrisches Sammelfahrzeug realisiert werden kann.
Kreislaufwirtschaft beginnt beim Design
Die beteiligten Partner machten deutlich, dass Kreislaufwirtschaft nicht erst am Ende eines Fahrzeuglebens ansetzt. Schon in der Entwicklung müssen Materialien, Komponenten, Reparaturmöglichkeiten und Rücknahmekonzepte mitgedacht werden. Ein Fahrzeug wird damit nicht nur als Mobilitätslösung betrachtet, sondern auch als Rohstofflager auf Rädern.
Damit Materialien nach der Nutzung wiedergefunden, getrennt und hochwertig zurückgeführt werden können, braucht es zirkuläres Produktdesign, leistungsfähige Recyclingstrukturen, digitale Materialinformationen und verlässliche Märkte für Recyclingrohstoffe. Die vorgestellte Anwendung verbindet dafür Fahrzeugbau, Kommunaltechnik und Recyclingwirtschaft.
Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette
Das Projekt von FAUN, Daimler Truck und TSR zeigt, wie Kreislaufwirtschaft praktisch organisiert werden kann: von der Entwicklung und Nutzung kommunaler Nutzfahrzeuge bis zur Rückführung geeigneter Recyclingrohstoffe. Daran beteiligt waren neben den Kernpartnern weitere Unternehmen und Organisationen, die unterschiedliche Aufgaben entlang der industriellen Wertschöpfungskette abdecken.
Auf der VAK-Podiumsbühne betonten Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Verbände und Industriepartner die Bedeutung gemeinsamer Entwicklung. Kommunalfahrzeuge wurden dabei als anschauliches Beispiel genannt, weil sie täglich in der kommunalen Infrastruktur eingesetzt werden. Wenn auch Materialien, Komponenten und Fahrzeuge stärker in Kreisläufen gedacht werden, kann die Branche Ressourcenschonung und technische Anwendung enger verbinden.
Recyclingrohstoffe für industrielle Anwendungen
Ein Schwerpunkt lag auf hochwertigen Recyclingrohstoffen. Sie können dazu beitragen, den Einsatz von Primärrohstoffen zu reduzieren, CO₂-Emissionen zu senken und die Rohstoffsicherheit zu stärken. Entscheidend ist, dass Recyclingrohstoffe nicht nur zurückgewonnen, sondern auch wieder in anspruchsvollen industriellen Anwendungen eingesetzt werden.
Vor der Live-Vorführung hatten Fachleute aus Automobilindustrie, Kommunaltechnik und Recyclingwirtschaft bereits auf der Orange Stage und beim Austausch am BDE-Hauptstand über den Weg vom zirkulären Design zum zirkulären Fahrzeug diskutiert. Der gemeinsame Auftritt machte deutlich, dass Circular Economy im Fahrzeugbereich technische Entwicklung, Recyclinginfrastruktur und kommunale Anwendung zusammenführt.



