Aufbereitungsanlage startet Baustoffrecycling
Entsorgung und Kanalspültechnik
In Achstetten läuft eine nassmechanische Aufbereitungsanlage für mineralische Bauabfälle. SW Baumineralik bereitet dort im Schichtbetrieb bis zu 250.000 Tonnen Material pro Jahr zu Sekundärrohstoffen auf und stärkt so das Baustoffrecycling in der Region.

Die neue Anlage in Achstetten ist in Betrieb (Bild: Theo Stumpp/SCHWENK).
Die SW Baumineralik Donau-Iller GmbH & Co. KG hat ihre neue nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten im Landkreis Biberach in Betrieb genommen. Hinter dem Vorhaben stehen Max Wild aus Berkheim und Schwenk aus Ulm. Die Investition liegt im unteren zweistelligen Millionenbereich. Der regionale Schwerpunkt der Aufbereitung liegt im Landkreis Biberach und im Alb-Donau-Kreis.
Bis zu 250.000 t pro Jahr
Die Anlage verarbeitet mineralische Bauabfälle wie Bodenaushub und Gleisschotter. Im Schichtbetrieb können jährlich bis zu 250.000 t Material aufbereitet werden. Aus den Bauabfällen entstehen Körnungen, Sande und Splitte, die wieder als Sekundärrohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden können.
Mit dem Standort in Achstetten steigt die Anlagen- und Recyclingkapazität in der Region auf bis zu 500.000 t pro Jahr. Bereits seit 2020 ist am Entsorgungszentrum in Eichenberg bei Berkheim eine vergleichbare Aufbereitung im Einsatz. Die neue Kapazität soll dazu beitragen, die regionale Recyclingquote zu erhöhen und den Einsatz von Recyclingbaustoffen weiter auszubauen.
Sekundärrohstoffe für Beton und Asphalt
Die zurückgewonnenen Sand- und Kiesfraktionen werden unter anderem in Betonwerken, Kellerwänden, Geschossdecken sowie in der Asphaltindustrie eingesetzt. Damit können mineralische Bauabfälle aus Rückbau, Aushub oder Infrastrukturmaßnahmen wieder nutzbar gemacht werden, anstatt Primärrohstoffe in gleichem Umfang einzusetzen.
Die Inbetriebnahme erfolgte nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit im Beisein geladener Gäste. Der Fokus des Projekts liegt auf Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung im regionalen Baustoffmarkt.
Klinkerreduzierter Zement und Recycling-Körnungen
Auch beim Bau der Anlage kamen bereits Materialien mit Recyclinganteil zum Einsatz. Der verwendete Beton enthält einen Zement, der nach Angaben der Beteiligten nur noch zu rund 60 % aus Klinker besteht. Zusätzlich wurden etwa 25 % Recycling-Körnungen aus der bestehenden Aufbereitung in Eichenberg eingesetzt.




