Aumovio und BMW vertiefen Kooperation bei Bremssystemen
Glatteisfrühwarnsysteme
Aumovio und die BMW Group verlängern ihre Zusammenarbeit bei Bremstechnologien und Elektronik. Die Vereinbarung umfasst neue Serienprojekte sowie längere Lieferungen des integrierten Bremssystems »MK C2« bis Mitte der 2030er-Jahre.

Ihre Zusammenarbeit bei Bremstechnologien und Elektronik bauen Aumovio und die BMW Group jetzt aus (Bild: AUMOVIO).
Der Mobilitätszulieferer und die BMW Group haben eine langfristige Liefer- und Entwicklungsvereinbarung geschlossen. Inhaltlich geht es um Serienprojekte für Bremstechnologien und elektronische Lösungen für künftige Fahrzeugplattformen. Das geplante Auftragsvolumen liegt bei mehr als einer Mrd. Euro. Die Vereinbarung stärkt die bestehende Technologiepartnerschaft und umfasst neben Komponenten und Systemen wie Bremssätteln auch elektronische Steuerungslösungen.
Serienlieferungen bis in die 2030er-Jahre
Für das integrierte One-Box-Bremssystem »MK C2« ist eine Ausweitung der Serienlieferungen bis Mitte der 2030er-Jahre vorgesehen. Das System bündelt Hauptzylinder, Bremskraftverstärker sowie Regelungsfunktionen wie Antiblockiersystem und elektronische Stabilitätskontrolle in einem kompakten, leichten Modul. Dadurch sollen Funktionalität und Verfügbarkeit steigen.
Funktionen für moderne Fahrzeugplattformen
Die Bremstechnik adressiert Anforderungen, die bei vernetzten und automatisierten Fahrzeugplattformen eine Rolle spielen. Genannt werden ein schneller autonomer Bremsdruckaufbau, effizientes regeneratives Bremsen sowie Funktionen für hochautomatisiertes Fahren. Ergänzend umfasst die Zusammenarbeit elektronische Steuerungslösungen für kommende Plattformen.
Gewährleistungsfall einvernehmlich beigelegt
Beide Unternehmen haben zudem vereinbart, rechtshängige Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit einem früher produzierten integrierten Bremssystem einvernehmlich zu beenden. Die Beilegung erfolgt durch Zahlungen in Höhe von 350 Mio. Euro. Der Fall betrifft ein System, das der frühere Continental-Unternehmensbereich Automotive für den Fahrzeughersteller produziert hatte.
Der Zulieferer ist im September 2025 als Spin-off aus dem ehemaligen Continental-Unternehmensbereich Automotive hervorgegangen. Das Portfolio umfasst Sensorlösungen, Displays, Brems- und Komfortsysteme sowie Software, Architekturplattformen und Assistenzsysteme für software-definierte Fahrzeuge. Für 2025 nennt das Unternehmen 18,5 Mrd. Euro Umsatz, den Hauptsitz in Frankfurt am Main sowie rund 82.000 Beschäftigte an mehr als 80 Standorten.


