Automechanika: 13 Workshops zur Unfallreparatur
Messen
Zur Automechanika Frankfurt 2026 gibt es 13 kostenfreie Workshops zur Unfallschadeninstandsetzung. Die Kurse in Halle 11.0 behandeln Schadenaufnahme, Kalkulation, Karosserie, Glas, Lack, ADAS, Hochvoltsicherheit sowie KI-gestützte Roboterlackierung.

13 kostenfreie Workshops zur Unfallschadeninstandsetzung gibt es auf der Automechanika 2026 (Bild: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Petra Welzel).
Vom 8. bis 12. September 2026 bündelt die Automechanika Frankfurt in Halle 11.0 ein kostenfreies Weiterbildungsangebot zur Unfallschadeninstandsetzung. Insgesamt 13 Workshops greifen zentrale Schritte in der Reparaturprozesskette auf: von der systematischen Schadenaufnahme und digitalen Kalkulation über Karosserie-Vermessung, Richtbankarbeiten, Metall-, Kunststoff-, Lack- und Glasarbeiten bis zu ADAS-Kalibrierung, Hochvoltsicherheit und KI-gestützter Roboterlackierung. Die Teilnahme ist kostenfrei, wird mit einem Zertifikat bestätigt und beinhaltet bei Voranmeldung den Eintritt zur Messe.
Diagnose, Karosserie und Fügetechnik
Den Einstieg bilden Schadenaufnahme, Kalkulation und Karosserie-Vermessung. DEKRA Automobil zeigt, wie Unfallschäden systematisch erfasst und nachvollziehbar dokumentiert werden. Die Deutsche Automobil Treuhand behandelt die digitale Schadenskalkulation mit SilverDat3 für den Werkstattalltag. Car-O-Liner Deutschland vermittelt das Zusammenspiel von Richtbank-Instandsetzung und elektronischer Karosserie-Vermessung.
Bei den Instandsetzungstechniken stehen Metall und Kunststoff im Fokus. BETAG Innovation by Beulentechnik zeigt die ressourcenschonende Kunststoffreparatur beschädigter Stoßfänger. Carbon vermittelt Techniken für das großflächige Karosserie-Außenausbeulen an Stahl. Wieländer+Schill erläutert, wie sich Kleben, Nieten und Schweißen in kombinierten Fügetechniken prozesssicher verbinden lassen.
Glas, Lack und digitale Prozesse
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Fahrzeugverglasung, Lackierung und digitaler Schadenabwicklung. Der Bundesverband Autoglaser beteiligt sich erstmals und zeigt Prozesse von der Schadenaufnahme bis zur Kalibrierung von ADAS-Komponenten. Dazu gehören auch der fachgerechte Scheibentausch unter Zeitdruck sowie digitale Abläufe, die Kalkulation und Abrechnung von Glasschäden beschleunigen und Fehler reduzieren können.
Surventis, vormals BASF Coatings, und Farécla Products verbinden Lackierpraxis mit digitalen Anwendungen. Damit deckt das Programm nicht nur klassische Reparaturschritte ab, sondern auch Abläufe, die durch digitale Werkzeuge, veränderte Fahrzeugtechnik und neue Anforderungen an die Dokumentation geprägt sind.
ADAS, Hochvolt und Nachwuchs
Moderne Fahrzeugtechnik steht auch in den Workshops zu Fahrerassistenzsystemen, alternativen Antrieben sowie KI und Robotik im Mittelpunkt. Robert Bosch erläutert die ADAS-Kalibrierung für Fahrzeuge mit automatisiertem Fahren der Level 2+ und 3 sowie die Diagnose per Fehlerspeicher-Auslesen. Die TAK Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und Toyota Deutschland behandeln Hochvoltsicherheit im Werkstattalltag und Vorsichtsmaßnahmen bei der Reparatur verunfallter Hochvoltfahrzeuge. SEHON innovative Lackieranlagen zeigt, wie KI-gestützte Roboterlackierung handwerkliche Lackierprozesse unterstützen kann.
Die Workshops werden als ein- und dreistündige Formate angeboten. Dreistündige Einheiten setzen auf mehr Praxisanteil und Detailtiefe, einstündige Kurse vermitteln einen kompakten Einstieg. Alle Angebote finden täglich parallel in deutscher und englischer Sprache statt. Der Donnerstagvormittag richtet sich an Berufsschulklassen, die Einblicke in verschiedene Bereiche der Unfallschadeninstandsetzung erhalten. Angesprochen sind neben Werkstattprofis auch Kfz-Sachverständige, Serviceberater, Ingenieure und Nachwuchskräfte. Um eine Online-Anmeldung vorab wird gebeten.


