Wacker Neuson bestätigt Prognose nach Halbjahresbericht 2026

Artikel vom 25. August 2026
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Die Wacker Neuson Group hat den Halbjahresbericht 2026 vorgelegt und die angehobene Jahresprognose bestätigt. Umsatz, EBIT und Free Cashflow legten zu; besonders das Geschäft mit Kompaktmaschinen trug zur Ergebnisverbesserung bei.

Der Konzernumsatz von Wacker Neuson stieg auf 1.256,5 Mio. Euro (Bild: Wacker Neuson Group).

Die Wacker Neuson Group hat ihren Halbjahresbericht 2026 veröffentlicht und die vorläufigen Zahlen vom 17. Juli bestätigt. Im ersten Halbjahr erzielte der Konzern einen Umsatz von 1.256,5 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von 16,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das EBIT stieg auf 104,7 Mio. Euro und lag damit 86,6 Prozent über dem Vorjahr. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 8,3 Prozent, nach 5,2 Prozent im ersten Halbjahr 2025.

Das Unternehmen führt die Entwicklung auf eine Nachfrageerholung in Europa und Nordamerika, eine positive Entwicklung im Geschäft mit »Kompaktmaschinen« sowie eine konsequente Kostendisziplin zurück. Im zweiten Quartal 2026 erreichte die EBIT-Marge 9,5 Prozent. Damit lag sie sowohl über dem Vorjahresquartal als auch über dem ersten Quartal 2026. Ein wesentlicher Faktor war das Umsatzwachstum bei nahezu unveränderten operativen Kosten.

Europa und Nordamerika legen zu

In der Region Europa (EMEA) stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 17,7 Prozent auf 983,1 Mio. Euro. Auch die Region Amerikas entwickelte sich positiv: Der Umsatz legte um 16,0 Prozent auf 252,7 Mio. Euro zu. Vor allem die Nachfrage in den USA und Kanada blieb robust. In der Region Asien-Pazifik ging der Umsatz dagegen um 5,5 Prozent auf 20,7 Mio. Euro zurück.

Der Geschäftsbereich mit Maschinen für Bau, Landwirtschaft und Kommunen blieb ein wichtiger Wachstumstreiber. Besonders Teleskoplader, Radlader, Bagger und Dumper entwickelten sich positiv. Im Landwirtschaftsgeschäft erhöhte sich der Umsatz auf 298,2 Mio. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 50,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, obwohl der Gesamtmarkt für Landtechnik laut CEMA weiterhin verhalten blieb.

Working Capital unter Zielwert

Das Net Working Capital lag zum 30. Juni 2026 bei 689,8 Mio. Euro, nach 647,0 Mio. Euro zum Jahresende 2025. Die Net-Working-Capital-Quote verbesserte sich trotz des Umsatzanstiegs auf 28,7 Prozent. Damit lag sie sowohl unter dem Vorjahreswert von 32,8 Prozent als auch unter dem strategischen Zielwert von unter 30 Prozent. Der Konzern verweist in diesem Zusammenhang auf Fortschritte im Working-Capital-Management.

Der Free Cashflow erreichte im ersten Halbjahr 75,5 Mio. Euro, nach 67,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dazu trugen die Verbesserung des operativen Geschäfts und der Vorratsabbau im zweiten Quartal bei. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen zum 30. Juni 2026 bei 31,8 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote blieb mit 61,8 Prozent auf hohem Niveau. Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich auf 173,4 Mio. Euro.

Prognose für 2026 bestätigt

Auf Basis der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hatte der Vorstand die Jahresprognose am 17. Juli 2026 angehoben. Diese Prognose bleibt unverändert. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Konzern weiterhin einen Umsatz zwischen 2.300 Mio. Euro und 2.400 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen 7,0 und 8,0 Prozent.

Die Planung berücksichtigt eine im Vergleich zum ersten Halbjahr schwächere bis stabile Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr. Zudem verweist der Konzern auf geopolitische und makroökonomische Unsicherheiten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt und der US-Zollpolitik. Bei der Net-Working-Capital-Quote wird weiterhin ein Wert von unter 30 Prozent angestrebt. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen zwischen 70 Mio. Euro und 90 Mio. Euro liegen.

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