Lösungen für die Nutzfahrzeug-Transformation

Artikel vom 21. September 2026
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ZF zeigt auf der IAA Transportation 2026, wie Nutzfahrzeuge elektrifiziert, sicherer und softwaredefiniert werden können. Das Portfolio reicht vom Getriebe über Brems- und Luftversorgungssysteme bis zu OTA-Updates und soll Kunden flexible Wege durch die Transformation eröffnen.

ZF Commercial Vehicle Solutions präsentierte auf der IAA Transportation 2026 in Hannover seine neuesten Technologien auf dem Weg zu emissionsfreien, unfallfreien und softwaredefinierten Nutzfahrzeugen (Bild: ZF/ KI-generiert).

Auf der IAA Transportation 2026 in Hannover zeigte ZF Technologien für Nutzfahrzeuge, die emissionsärmer, sicherer und stärker softwaredefiniert werden sollen. Der Technologiekonzern verweist dabei auf eine Erfolgsquote von nahezu 90 % bei Kundenakquisitionen und ein Auftragsvolumen von mehr als fünf Milliarden Euro seit Jahresbeginn 2026. In Wachstumsmärkten steigen die Volumina, darunter Indien mit einem Plus von 41 % gegenüber 2025.

Nutzfahrzeughersteller und Flottenbetreiber stehen je nach Region, Anwendung und Ladeinfrastruktur vor unterschiedlichen Anforderungen. Entsprechend entstehen verschiedene technische Wege: von Hybridlösungen für den Fernverkehr bis zu vollelektrischen Antrieben. Auf der Messe will der Anbieter zeigen, wie sich diese Pfade wirtschaftlich und technisch umsetzen lassen.

Elektrifizierung, Effizienz und Sicherheit

Für die Elektrifizierung präsentierte das Unternehmen mehrere Lösungen. »TraXon Hybrid« soll praxistaugliche Elektrifizierungspfade auf Basis einer bestehenden Getriebeplattform ermöglichen. »CeTrax 2« deckt höhere Leistungsstufen und ein breiteres Anwendungsspektrum ab, inklusive Nebenabtrieb. »AxTrax 2« ist auf höhere Ausgangsdrehmomente und damit höhere zulässige Gesamtgewichte ausgelegt. Ergänzend bietet das »Modular e-Drive Kit« skalierbare Bausteine für elektrische Antriebsstränge.

Auch Effizienzthemen jenseits des Antriebs standen im Fokus. 2026 wurde der Meilenstein von einer Million produzierten und ausgelieferten zweistufigen Kompressoren erreicht. Die neue »Air Supply Unit« kombiniert einen elektrifizierten Kompressor mit Luftaufbereitung in einem integrierten System. Bei den Bremsen stellt »MAXX Uniper« eine neue Einstempel-Druckluftscheibenbremse dar, die auf höhere Leistungsfähigkeit und geringere Bremspartikel-Emissionen ausgelegt ist.

Im Sicherheitsbereich reichte das Portfolio von Kameras und Radaren über 360-Grad-Funktionen mit automatischem Bremseingriff bis zu einem elektronischen Steuergerät für zentralisierte und zonengesteuerte E/E-Architekturen. Zusammen mit der AL4-fähigen Bremstechnologie auf Basis von »mBSP XBS«, die weltweit bereits mehr als 250.000-mal verkauft wurde, sollen skalierbare Grundlagen für automatisiertes Fahren entstehen. Für Trailer bringt die neue »iEBS«-Generation erweiterte Brems- und Steuerungsfunktionen in den Anhänger.

Softwaredefinierte Nutzfahrzeuge

Das softwaredefinierte Nutzfahrzeug wird als Entwicklungsrichtung beschrieben, die bereits konkrete Anwendungen auf der Straße hat. Eine serviceorientierte Fahrzeugarchitektur soll dafür die technische Grundlage schaffen. Der »Truck-Trailer Link« verbindet Zugfahrzeug und Anhänger mit Hochgeschwindigkeitskommunikation, während Over-the-Air-Update-Lösungen Verbesserungen über den gesamten Lebenszyklus ermöglichen.

Weitere Beispiele sind »OptiRide ECAS« mit verbessertem »Smart Pneumatic Actuator«, der Anwendungssoftware direkt ausführen kann, sowie die »SUMS Service Suite« zur regelkonformen Verwaltung von Software-Updates. Sie wird bereits von mehr als 150 Trailerherstellern genutzt. Hinzu kommen die SaaS-Diagnoseplattform »[pro]Diagnostics«, der »Health Check« für »AxTrax 2 LF« und weitere Produkte sowie ein Programm, das Software, E-Antrieb und Bremssysteme für zusätzliche Effizienz- und Leistungsvorteile kombiniert.

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