Vebau baut Rohrleitungs-, Kabel- und Tiefbau für Energiewende aus

Artikel vom 21. September 2026
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Die Energiewende sorgt für neue Aufgaben im Leitungs- und Infrastrukturbau. Vebau aus Erfurt erweitert dafür Rohrleitungs-, Kabel- und Tiefbau, investiert in Baumaschinen und übernimmt Projekte für Energieversorger, Kommunen und Projektentwickler von der Planung bis zur Inbetriebnahme.

Rohrleitungs-, Kabel- und Tiefbau werden weiterentwickelt. (Bild: Vebau)

Die Unternehmensnachfolge im Baugewerbe bleibt eine Herausforderung. Eine Studie von DIW Econ und dem Institut für Mittelstandsforschung im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zeigt: Viele Inhaber planen den Rückzug, doch nur ein kleiner Teil der Betriebe dürfte eine Nachfolge finden. Vebau aus Erfurt hat diesen Schritt vollzogen. Firmengründer Walter Apel übergab das Unternehmen 2024 an Andrés Sommer, der zunächst die Betriebsleitung übernommen hatte, Gesellschafter wurde und die Standbeine seither weiter ausbaut.

Im Mittelpunkt stehen Rohrleitungs-, Kabel- und Tiefbau. Der Betrieb tritt zunehmend als Infrastrukturpartner für Energieversorger, Kommunen und Projektentwickler auf und übernimmt Projekte von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Treiber ist vor allem die Energiewende: Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen, Druckrohrleitungen, Schweißarbeiten und die anschließende Inbetriebnahme gehören weiterhin zum Kern des Angebots. Der steigende Anteil erneuerbarer Energien erhöht den Bedarf an Netzausbau, moderner Infrastruktur und flexiblen Systemen.

Mehr Aufgaben rund um Netze und Erneuerbare

Im Kabel- und Leitungsbau werden Stromkabel bis 30 kV verlegt. Ein wesentliches Standbein sind Erschließungsarbeiten für Batteriespeicher-, PV- und Windkraftanlagen. Dazu zählen Baustraßen, Zufahrten, Montage- und Lagerflächen sowie Baugruben für Fundamente inklusive Bodenverbesserung. Auch Abbrucharbeiten im Zuge des Repowerings übernimmt das Unternehmen aus einer Hand.

Zum Portfolio gehören außerdem Niederspannungsleitungen, Telekommunikations- und Glasfasernetze. Die Fachkräfte setzen Kabelzug- und Einblastechnik ein, übernehmen Wartungsarbeiten an Trafostationen, Fernwärmeanlagen und Straßenbeleuchtung und sind auch bei Störungen und Havarien im Einsatz. Hinzu kommen Tiefbauarbeiten für Umspannwerke, Hausanschlüsse für verschiedene Medien sowie Leistungen für den Breitbandausbau.

Eigenleistung von Planung bis Dokumentation

Ein Vorteil liegt in der breiten Eigenleistung: Trassenplanung, CAD-gestützte Dokumentation, GPS-Vermessung und GIS-Datenerfassung sind Teil der Projektabwicklung. Das erleichtert die Abstimmung zwischen Behörden, Energieversorgern und Endkunden und unterstützt eine terminsichere Umsetzung komplexer Infrastrukturprojekte.

Parallel investiert der Betrieb in den Maschinenpark. Dazu gehören mehrere Minibagger, ein Radlader und ein Kettenbagger, geliefert über die Niederlassung Erfurt von Zeppelin. Für die vielseitigen Aufgaben sind Maschinen mit umfassender Ausstattung gefragt. Löffelpaket und Tiltrotator gehören zum Standard; beim »Cat Kurzheckbagger 325« kommt eine 3D-Steuerung zum Einsatz, etwa beim Wegebau für Windparks.

Kompetenzen Schritt für Schritt ausbauen

Andrés Sommer ist gelernter Straßen- und Tiefbauer und hat vor seiner Geschäftsführungsrolle Stationen als Vorarbeiter, Polier und Betriebsleiter durchlaufen. 2021 wechselte er in den Betrieb. Die spätere Übernahme als Gesellschafter war Teil der geplanten Nachfolge. Heute kann er auf ein Team von rund 73 Mitarbeitenden bauen. 2025 wurde zudem die BST Tiefbau GmbH übernommen, um die Kompetenzen im Wasserleitungsbau zu stärken. Auch dort spielte die Nachfolge eine Rolle.

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