Einzelne Scharelemente für ein sauberes Räumbild
Schneepflüge
Zaugg bietet Schneepflüge für unterschiedliche Trägerfahrzeuge und Räumaufgaben an – vom kompakten Kommunalfahrzeug bis zum schweren Flughafen-Räumfahrzeug. Ein wesentliches Konstruktionsmerkmal ist die Einzelaufhängung der Scharelemente, die Unebenheiten ausgleicht und beim Überfahren von Hindernissen die Belastung von Pflug und Trägerfahrzeug reduziert.

Mit dem Schneepflug »G16« bietet die Zaugg AG eine gewichtsoptimierte Lösung für den Winterdienst. (Bild: Zaugg AG)
Die Schweizer Zaugg AG aus Eggiwil entwickelt und fertigt Schneepflüge für Straßen, Wege, Betriebsflächen und Flughäfen. Das aktuelle Programm umfasst nach Herstellerangaben 15 Pflugmodelle in unterschiedlichen Breiten und Ausführungen. Als Trägerfahrzeuge kommen unter anderem Einachsmäher, Traktoren, kommunale Geräteträger, Allradfahrzeuge, Transporter, Unimog, Lkw, Rad- und Kompaktlader sowie spezielle Flughafen-Räumfahrzeuge infrage. Die Auswahl der Pflugkonstruktion richtet sich dabei nach Fahrzeugklasse, Schneemenge und den jeweiligen Einsatzbedingungen.
Einzelaufhängung gleicht Fahrbahnunebenheiten aus
Ein zentrales Merkmal vieler Zaugg-Schneepflüge ist das Elementabfederungssystem mit einzeln aufgehängten Scharsegmenten. Diese können sich unabhängig voneinander an Fahrspurrinnen, gewölbte Straßen und andere Unebenheiten anpassen. Beim Auftreffen auf ein Hindernis wird nur das betroffene Segment ausgelenkt. Da dabei eine vergleichsweise geringe Masse bewegt werden muss, werden Stöße auf das Trägerfahrzeug reduziert und der Fahrkomfort verbessert.
Zaugg unterscheidet zwischen einer seilzuggesteuerten und einer hebelgesteuerten Elementabfederung. Beim Seilzugsystem kann sich das jeweilige Scharelement in Höhe und Winkel frei bewegen. Diese Ausführung lässt sich grundsätzlich ohne Stützräder oder Gleitkufen einsetzen; der Hersteller empfiehlt jedoch eine Geräteentlastung. Das weiterentwickelte Hebelsystem ersetzt den Seilzug durch einen Steuerhebel und führt die Scharelemente beim Ausweichen zwangsgeführt. Dadurch verringert sich die Zahl beweglicher Bauteile. Bei dieser Konstruktion sind Stützräder oder Gleitkufen erforderlich.
Die Pflüge sind je nach Modell mit unterschiedlichen Schwenkwinkeln erhältlich. Üblich sind 32° beziehungsweise 35°, während für bestimmte Ausführungen auch 45° oder bis zu 55° möglich sind. Die Konstruktion der Schar unterstützt den seitlichen Schneeabfluss. Räumgeschwindigkeiten von bis zu 60 km/h sind nach Herstellerangaben bei entsprechend geeigneten Einsatzbedingungen möglich.
Vom leichten »G16« bis zur Spezialausrüstung
Ein Beispiel für die gewichtsoptimierte Bauweise ist der Schneepflug »G16«. Er wurde insbesondere für Transporter und Kommunalfahrzeuge mit begrenzter Vorderachslast entwickelt. Als Trägerfahrzeuge nennt Zaugg Maschinen bis etwa 80 kW sowie Radlader bis 4,5 t. Der Pflug besitzt zwei hebelgesteuerte Abfederungselemente und ist in fünf Scharlängen von 2,20 bis 3,00 m erhältlich.
Bei einem Schwenkwinkel von 35° ergeben sich Räumbreiten zwischen 1,80 und 2,46 m. Bei 45° liegen sie zwischen 1,56 und 2,12 m. Die Pflughöhe beträgt 86 cm. Das Eigengewicht reicht je nach Größe mit Stahlverschleißschiene und Dreipunktanbau der Kategorie II von etwa 360 bis 400 kg. Mit Parallelogramm und Anschlussplatte steigt es auf rund 380 bis 420 kg.
Für unterschiedliche Räumaufgaben bietet Zaugg außerdem Geräteentlastungen und Schardruckregelungen an. Durch die Anpassung des Auflagedrucks lassen sich der Verschleiß der Räumleisten und die Belastung des Trägerfahrzeugs beeinflussen. Je nach Ausführung stehen auch Nachräumschienen für verbliebene Schneereste sowie Eiskratzer mit Hartmetallmeißeln zur Verfügung.
Die Schneepflüge können mit unterschiedlichen Anbauvorrichtungen ausgestattet werden. Dazu zählen Dreipunktaufnahmen für Traktoren, Anschlussplatten für Rad- und Teleskoplader sowie fahrzeugspezifische Lösungen für Transporter und Lkw. Eine optionale Lateral-Schwenkeinheit ermöglicht bei geeigneten Pflugtypen eine seitliche Verschiebung und Schwenkwinkel von bis zu 55°. Damit lässt sich die Durchfahrtsbreite verringern und der Pflug für enge Straßenabschnitte oder Haltestellen positionieren.



