Neues Auslegersystem für den Straßenbetriebsdienst

Artikel vom 23. Oktober 2026
Anbau-Auslegermähgeräte

Mit der neuen Frontkombination »FBX« hat Mulag ein Auslegersystem für den professionellen Straßenbetriebsdienst vorgestellt. Die als Prototyp präsentierte Entwicklung zeichnet sich durch eine hohe Beweglichkeit, große Überfahrhöhe und eine Reichweite von über 8 m aus. Ziel ist es, Pflegearbeiten entlang von Straßen flexibler und effizienter zu gestalten.

Das neue Auslegersystem »FBX« für den Straßenbetriebsdienst. (Bild: Mulag)

Das neue Frontanbau-Auslegersystem »FBX« von Mulag ist insbesondere für Mäh- und Mulcharbeiten entlang von Straßen konzipiert. Es wird an der Front eines geeigneten Trägerfahrzeugs, beispielsweise eines Unimog, angebaut und ermöglicht die flexible Führung unterschiedlicher Mähköpfe. Damit lassen sich Bankette, Böschungen, Gräben und Grünstreifen auch an schwer zugänglichen Stellen bearbeiten. Im Mittelpunkt der Entwicklung stehen eine hohe Beweglichkeit, kompakte Transportmöglichkeiten und eine weiterentwickelte Hydrauliktechnik.

Hohe Beweglichkeit bei großer Reichweite

Das Auslegersystem erreicht eine Reichweite von über 8 m und verfügt über eine große Überfahrhöhe. Seine breite Portalgeometrie und die großen Schwenkwinkel ermöglichen es, Arbeitswerkzeuge auch an schwer zugänglichen Stellen zu positionieren.

Für unterschiedliche Mähkopfpositionen stehen jeweils geeignete Auslegerstellungen zur Verfügung. Dadurch lassen sich Hindernisse sowohl überfahren als auch umfahren, ohne dass das Trägerfahrzeug ständig neu positioniert werden muss. Dies soll die Arbeit insbesondere entlang von Leitplanken, Verkehrszeichen und anderen Hindernissen erleichtern.

Eine konstruktive Besonderheit ist die obenliegende Anordnung der Knickzylinder. Sie ermöglicht die große Überfahrhöhe und Portalbreite und schützt die Zylinder zugleich vor Beschädigungen durch Hindernisse.

Zwei Transportstellungen für flexible Einsätze

Bei der Entwicklung wurde auch auf kompakte Transportmöglichkeiten geachtet. Der »FBX« kann entweder frontseitig zusammengeklappt oder über dem Dach des Trägerfahrzeugs in Transportstellung gebracht werden.

Beide Varianten ermöglichen die Kombination mit unterschiedlichen Arbeitsgeräten und erleichtern die Anpassung an verschiedene Trägerfahrzeuge. Damit soll das System auch bei wechselnden Einsatzbedingungen vielseitig nutzbar sein.

Aktuell wird der »FBX« noch unter Praxisbedingungen erprobt und weiter optimiert, bevor das Auslegesystem offiziell auf den Markt kommt. (Bild: Mulag)

Weiterentwickelte Hydraulik und integrierte Sensorik

Neben der mechanischen Konstruktion hat Mulag auch die Hydraulikanlage überarbeitet. Eine neuartige Rücklauffiltration mit verbesserter Ölentgasung soll Kavitation verhindern und damit zu einem zuverlässigen Betrieb beitragen.

Zugleich wurde die benötigte Hydraulikölmenge reduziert. Dies soll den Wartungsaufwand verringern und die Wirtschaftlichkeit des Systems verbessern.

Sämtliche Steuerbewegungen werden durch integrierte Sensoren überwacht. Die erfassten Informationen bilden die Grundlage für optimierte Assistenzsysteme, die den Bediener bei der präzisen Führung des Auslegers unterstützen sollen.

Praxiserprobung vor der Serienreife

Bei der Entwicklung des »FBX« standen nach Angaben von Mulag insbesondere die Anforderungen der Anwender im Mittelpunkt. Die neue Frontkombination soll Arbeitsabläufe vereinfachen und die Bediener bei den täglichen Pflegearbeiten entlasten.

Bis zur Serienreife wird das Auslegersystem umfassend unter Praxisbedingungen erprobt und weiter optimiert. Mit dem Prototyp gibt Mulag damit einen Ausblick auf eine neue Generation von Auslegertechnik für den professionellen Straßenbetriebsdienst.

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