Osprey setzt »ePPU« für elektrischen SPMT-Transport ein

Artikel vom 29. Juli 2026
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Osprey hat im Vereinigten Königreich eine erste bekannte elektrische SPMT-Transportoperation umgesetzt. Das »elektrische PowerPack Unit (ePPU)« von TII Scheuerle trieb den Transport eines Bauteils in einem Hafenumfeld lokal emissionsfrei und geräuscharm an.

Die elektrische Powerpack-Einheit ermöglicht lokal emissionsfreie SPMT-Einsätze in Gebäuden, Häfen und sensiblen Bereichen (Bild: TII Group).

Schwertransporte finden zunehmend in Umgebungen statt, in denen dieselbetriebene Antriebssysteme an Grenzen stoßen – etwa in geschlossenen Produktionshallen, Werften oder sensiblen Hafenbereichen. Osprey hat nun im Vereinigten Königreich eine erste bekannte elektrische SPMT-Transportoperation realisiert. TII Scheuerle stellte dafür das »ePPU« bereit. Der Einsatz zeigt, wie batterieelektrische Antriebstechnik zusätzliche Möglichkeiten für den Schwerlasttransport eröffnet, insbesondere dort, wo Abgasemissionen und Lärm die Projektplanung erschweren.

Elektrischer Einsatz im Hafen

Für das Projekt wurde ein Bauteil innerhalb eines geschlossenen Gebäudes auf SPMT verladen. Anschließend ging es zum Kai und per Roll-on/Roll-off auf eine Barge. Alle Transportbewegungen erfolgten mit batterieelektrischem Antrieb. Gerade in einem komplexen Hafenumfeld ist das relevant, weil dort Emissionen, Geräuschpegel und enge Abläufe schnell zu limitierenden Faktoren werden können.

Der britische Heavy-Lift-Spezialist betreibt rund 200 Achslinien und verfügt damit über eine große SPMT-Flotte im Vereinigten Königreich. Mit dem elektrischen Einsatz erweitert das Unternehmen seine Möglichkeiten, integrierte Transportlösungen anzubieten und die Umweltbelastung während eines Projekts zu reduzieren.

Technik für bestehende SPMT-Flotten

Die elektrische Powerpack-Einheit kombiniert die Eigenschaften des »SCHEUERLE SPMT« mit Batterietechnik. Die Batteriekapazität beträgt 320 kWh. Die Leistungsfähigkeit ist mit der »Diesel-PPU Z390« vergleichbar. Je nach Einsatzprofil ermöglicht die Batterie einen ganztägigen Betrieb.

Für die Integration in bestehende Flotten sind mehrere technische Punkte wichtig: Die Schnellladefunktion arbeitet mit bis zu 300 kW Gleichstrom, ein intelligentes Batteriemanagement überwacht den Betrieb, und die Einheit ist mit gängigen SPMT-Generationen der Marke kompatibel. Damit lässt sich elektrische Antriebstechnik in vorhandene Fahrzeugkonzepte einbinden, ohne die Grundlogik der modularen Schwerlasttransporter zu verändern.

Mehr Spielraum für die Projektplanung

Lokal emissionsfreie und geräuschärmere Antriebe können Schwertransporte in Bereichen ermöglichen, in denen Dieselaggregate nur eingeschränkt nutzbar sind. Dazu zählen Produktionshallen, Hafengebäude, Werften und andere sensible Einsatzorte. Für Projektteams entsteht dadurch mehr Flexibilität bei Transportwegen, Zeitfenstern und Arbeitsumgebungen.

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