ZF verbessert EBIT-Marge und Cashflow
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ZF Friedrichshafen AG hat im ersten Halbjahr 2026 die bereinigte EBIT-Marge auf 5,0 & gesteigert. Der Umsatz lag bei 19,3 Mrd. Euro, organisch ergab sich ein Plus von 0,5 %. Der bereinigte Free Cashflow stieg auf 989 Mio. Euro.

Der ZF-Aufsichtsrat hat den Vertrag von Finanzvorstand Michael Frick bis Ende Mai 2031 verlängert (Bild: ZF).
Die ZF Friedrichshafen AG hat ihre Profitabilität im ersten Halbjahr 2026 verbessert. Die bereinigte EBIT-Marge stieg von 4,3 % im Vorjahreszeitraum auf 5,0 %. Das entspricht einem bereinigten EBIT von 964 Mio. Euro nach 853 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2025. Der Umsatz ging nominal um 2,0 % von 19,7 auf 19,3 Mrd. Euro zurück. Bereinigt um Wechselkurs- und M&A-Effekte ergab sich jedoch ein organisches Umsatzwachstum von 0,5 %. Auch der bereinigte Free Cashflow entwickelte sich positiv und erhöhte sich um 524 Mio. Euro auf 989 Mio. Euro.
Vorstandsvorsitzender Mathias Miedreich ordnet die Entwicklung als Ergebnis der laufenden Maßnahmen ein: »Kostendisziplin sowie die Konzentration auf eine verbesserte operative Performance und wertschöpfende Produkte beginnen zu wirken.« Der eingeschlagene Weg bleibe anspruchsvoll, baue aber Altlasten ab und erweitere den Handlungsspielraum.
Kennzahlen und Investitionen
Zur Cashflow-Entwicklung trugen nach Unternehmensangaben vor allem die höhere Profitabilität und ein weiterhin disziplinierter Investitionsansatz bei. Finanzvorstand Michael Frick sagte dazu: »Beides hat unsere Fähigkeit zur Cash-Generierung weiter gestärkt.« Belastend wirkten vorübergehend Mittelabflüsse aus zuvor gebildeten Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Diese Zahlungen lagen über dem Vorjahresniveau, sind laut Mitteilung aber Bestandteil der langfristigen Transformation.
Die Fokussierung des Produktprogramms zeigt sich auch bei Forschung und Entwicklung sowie bei den Investitionen in Sachanlagen. Die F&E-Aufwendungen sanken um rund sieben Prozent auf 1,6 Mrd. Euro; die F&E-Quote lag damit bei 8,2 % Die Investitionen in Sachanlagen reduzierten sich um rund 19 % auf 600 Mio. Euro.
Die Nettoverbindlichkeiten beliefen sich zum 30. Juni 2026 auf rund 9,8 Mrd. Euro. Der Leverage sank gegenüber dem Jahresende 2025 von 2,98x auf 2,75x. Der Liquiditätsspielraum lag bei mehr als sieben Milliarden Euro. Darin enthalten ist auch die nicht in Anspruch genommene revolvierende Kreditlinie in Höhe von 3,5 Mrd. Euro mit einer Laufzeit bis 2029.
Zum Ende des 1. Halbjahres beschäftigte der Technologiekonzern weltweit 149.675 Mitarbeitende. Das sind gut zwei Prozent weniger als zum Jahresende 2025 mit 153.153 Beschäftigten. In Deutschland sank die Zahl im selben Zeitraum um mehr als vier Prozent auf 47.068 Mitarbeitende.
Prognose für 2026 bestätigt
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Unternehmen an seiner Prognose fest. Erwartet wird ein Umsatz von mehr als 38 Mrd. Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag zur Jahresmitte mit 5,0 % am oberen Ende der prognostizierten Bandbreite von 4,0 bis 5,0 %. Frick betonte: »Das zeigt, dass unser Performance-Programm zunehmend Wirkung entfaltet. Zusammen mit einem disziplinierten Kostenmanagement und den bereits eingeleiteten strukturellen Maßnahmen gibt uns das eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung im Jahresverlauf.« Auch beim bereinigten Free Cashflow zeigt sich der Konzern zuversichtlich, das Ziel von mehr als einer Mrd. Euro für das Gesamtjahr zu erreichen.
Gleichzeitig verweist der Finanzvorstand auf ein weiterhin volatiles Marktumfeld, das insbesondere von geopolitischen Spannungen geprägt sei. Welche konkreten Auswirkungen sich daraus auf die wirtschaftliche Entwicklung ergeben können, sei derzeit noch nicht abschließend zu beurteilen. Zudem ließen Verbesserungen der Standortbedingungen in Deutschland und Europa weiter auf sich warten. Für die Automobilindustrie bleibe damit ein Umfeld bestehen, das eine konsequente Ausrichtung auf Performance und Wettbewerbsfähigkeit erfordere.



