»TraXon Hybrid« gewinnt Truck Innovation Award 2027

Artikel vom 15. September 2026
Fahrzeugtechnik

ZF wurde auf der IAA Transportation 2026 für »TraXon Hybrid« mit dem Truck Innovation Award 2027 ausgezeichnet. Die Jury würdigt die Kombination aus technischer Innovation, Praxistauglichkeit und Beitrag zu einem nachhaltigeren schweren Straßengüterverkehr.

Andreas Moser, Mitglied des ZF-Vorstands und verantwortlich für die Division Commercial Vehicle Solutions, empfängt den »Truck Innovation Award 2027« von Florian Engel, Vorsitzender der Jury des International Truck of the Year (Bild: ZF).

Auf der IAA Transportation 2026 in Hannover wurde ZF für die Getriebetechnologie »TraXon Hybrid« mit dem Truck Innovation Award 2027 ausgezeichnet. Der Preis wird von der Jury des International Truck of the Year vergeben. Deren 24 Mitglieder vertreten Nutzfahrzeug-Fachzeitschriften in Europa und bewerten Technologien sowie Projekte, die Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit im gewerblichen Straßengüterverkehr verbessern können.

Das ausgezeichnete Getriebesystem zeigt, wie Hybridisierung den Übergang zu nachhaltigeren schweren Nutzfahrzeugen praxisnah unterstützen kann. Dafür verbindet es eine bewährte Getriebeplattform mit elektrifizierten Antriebsfunktionen. Die Hybridtechnologie ist direkt in die Getriebearchitektur integriert. Fahrzeughersteller erhalten damit einen zusätzlichen technischen Ansatz, um je nach Anwendung Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen zu senken. Gleichzeitig bleibt die betriebliche Flexibilität erhalten, die in bestimmten schweren Anwendungen und Märkten erforderlich ist.

Praxistaugliche Hybridisierung für schwere Nutzfahrzeuge

Nach Einschätzung der Jury überzeugten vor allem die technologische Reife, die Praxistauglichkeit und das Potenzial, elektrifizierte Antriebsfunktionen in weiteren schweren Nutzfahrzeuganwendungen und Märkten nutzbar zu machen. Die Auszeichnung hebt damit nicht nur den Innovationsgrad hervor, sondern auch die Möglichkeit, Hybridtechnik in vorhandene Fahrzeugkonzepte einzubinden.

Für Flottenbetreiber kann die Technologie dazu beitragen, den Betrieb schwerer Nutzfahrzeuge schrittweise emissionsärmer zu gestalten, ohne auf Einsatzflexibilität verzichten zu müssen. Das ist insbesondere für Anwendungen relevant, in denen reine Batterie- oder andere Antriebskonzepte nicht für jedes Profil gleichermaßen geeignet sind. Die Hybridlösung ergänzt damit ein breiteres Technologieportfolio für den gewerblichen Straßengüterverkehr.

Ausgezeichnet mit dem »Truck Innovation Award 2027«: das neue TraXon-Hybridgetriebesystem für schwere Nutzfahrzeuge (Bild: ZF).

CO2-Minderung abhängig vom Einsatzprofil

Berechnungen mit dem VECTO-Simulationstool zeigen im Fernverkehr unter definierten Annahmen und bei konsequentem Nachladen ein CO2-Minderungspotenzial von bis zu 47 % gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Antrieb. Damit kann das System Fahrzeughersteller dabei unterstützen, künftige CO2-Flottenziele zu adressieren.

Je nach nationaler Umsetzung, Fahrzeugklassifizierung und geltender Rechtslage können sich für Transportunternehmen zudem potenzielle Mautvorteile ergeben. Unter bestimmten Voraussetzungen können Plug-in-Hybrid-Lkw als emissionsarme Fahrzeuge eingestuft werden. Die konkrete Einordnung hängt jedoch von den jeweils geltenden Vorgaben ab.

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