Häckseltransportwagen: zwei neue »Radium«-Modelle
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Die Krampe Fahrzeugbau GmbH erweitert ihre Häckseltransportwagen-Baureihe: »Radium 900« und »Radium 1030« ergänzen das Programm für unterschiedliche Transportanforderungen. Im Fokus stehen Ladevolumen, Nutzlast, flexible Fahrwerke und Ausführungen mit oder ohne Dosierwalzen.

Der wweiachsige Häckseltransportwagen bietet ein großes Ladevolumen. (Bild: Krampe Fahrzeugbau GmbH)
Die Krampe Fahrzeugbau GmbH erweitert die »Radium«-Baureihe um zwei Häckseltransportwagen für unterschiedliche Transportaufgaben. Grundlage ist die Ende 2024 erfolgte Übernahme der Rechte an der Häckseltransportwagenreihe von Kaweco. Seitdem wurde das Programm in das eigene Angebot integriert und technisch weiterentwickelt. Im Einsatz sind Fahrzeuge der Reihe bereits in mehreren europäischen Märkten, unter anderem in den Niederlanden, Österreich, Polen, Skandinavien und Deutschland.
Die neuen Modelle zielen auf Betriebe, die beim Häckseltransport größere Ladevolumen, kurze Entladezeiten und anpassbare Fahrwerkskonzepte benötigen. Je nach Einsatzbedingungen stehen verschiedene Fahrwerksvarianten zur Wahl. Das optionale Luftfahrwerk soll vor allem auf weichen Böden für Bodenanpassung sorgen und beim Überfahren von Fahrsilos eine ruhige Fahrt sowie eine gleichmäßige Entladung unterstützen.
Modelle und technische Eckdaten
Der »Radium 900« verbindet ein Transportvolumen von 47 m³ Wassermaß mit einem zweiachsigen Fahrzeugkonzept. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 24.000 kg, die innerbetriebliche Nutzlast bei rund 22.000 kg. Als Fahrwerksoptionen nennt der Hersteller Boogie-Fahrwerk, Luftfahrwerk und hydraulisches Fahrwerk.
Der »Radium 1030« ist als Tridem-Fahrzeug für größere Transportmengen ausgelegt. Das Transportvolumen beträgt 52 m³ Wassermaß, das zulässige Gesamtgewicht 34.000 kg. Die innerbetriebliche Nutzlast liegt bei rund 28.000 kg. Serienmäßig ist ein luftgefedertes Tridem-Fahrwerk verbaut; optional ist ein hydraulisches Fahrwerk verfügbar.
Ausführungen und Entladung
Beide neuen Häckseltransportwagen sind als »P-Version« ohne Dosierwalzen oder als »S-Version« mit Dosierwalzen erhältlich. Die P-Ausführung kann je nach Einsatzgebiet mit hydraulischem oder mechanischem Kratzbodenantrieb ausgestattet werden. Die S-Ausführung ist auf einen gleichmäßigen Materialfluss und eine kontrollierte Verteilung des Ernteguts ausgelegt. Das kann den Aufwand beim Verteilen und Verdichten auf dem Fahrsilo reduzieren.
Dosierwalzen und Kratzboden sind aufeinander abgestimmt. Entladezeiten sind laut Hersteller ab 45 Sekunden möglich. Vier Förderketten werden über einen Doppelantrieb bewegt. Die Bodenkette ist zwischen Fahrgestell und Aufbau geschützt angeordnet und läuft auf Kunststoffschienen. Verschraubte Querstreben sowie ein feuerverzinkter Boden unterstützen die Entleerung. Für den Einsatz auf Fahrsilos ist ein hydraulisch klappbarer Unterfahrschutz vorgesehen, der zusätzliche Bodenfreiheit schafft.
Ausstattung, Zulassung und Service
Für die Modellreihe stehen mehrere Ausstattungsoptionen zur Verfügung. Dazu zählen unterschiedliche Lenksysteme, darunter eine elektrische Zwangslenkung, eine Einstiegsluke für Wartungs- und Reinigungsarbeiten sowie eine hydraulisch verstellbare Zugvorrichtung. Eine integrierte KI-Kamera zur Personenerkennung im Heckbereich unterstützt den Fahrer beim Entladevorgang und soll die Sicherheit im direkten Arbeitsumfeld verbessern.
Zum wirtschaftlichen Einsatz sollen Ladevolumen, Nutzlasten, kurze Entladezeiten sowie verschiedene Fahrwerks- und Bereifungsoptionen beitragen. Ergänzt wird das Angebot durch ein Händlernetz mit Ersatzteilversorgung und Service. Die Fahrzeuge werden mit EU-Typgenehmigung ausgeliefert, was die Zulassung in Europa vereinfachen soll.



