Neue Nutzfahrzeugmarke in Deutschland

Artikel vom 29. September 2026
Transporter und Pick-ups

Endeavour Mobility bringt als Vertriebspartner elektrische Nutzfahrzeuge von Farizon nach Deutschland. Im Fokus stehen planbare Gesamtbetriebskosten, flexible Fahrzeugabonnements, Ladeinfrastruktur über Partner und ein Servicekonzept mit Hol- und Bringdienst.

Mit seiner Nutzfahrzeugmarke Farizon startet der chinesische Automobilhersteller Geely nun auch in Deutschland durch. (Bild: Farizon)

Der chinesische Automobilkonzern Geely ist mit seiner Nutzfahrzeugmarke in Deutschland gestartet. Vertriebspartner ist Endeavour Mobility, der erste aktive Partner für die elektrischen Transporter hierzulande. Zum Angebot zählen der »Farizon V7E« und der »Farizon SV«. Beide Modelle richten sich an Flottenbetreiber, die ihre Fahrzeugbestände elektrifizieren und dabei Kosten, Verfügbarkeit und Einsatzprofile besser planen wollen.

Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des Unternehmens niedrige Gesamtbetriebskosten. Flotten stehen zunehmend unter wirtschaftlichem und regulatorischem Druck, etwa durch EU-Flottengrenzwerte und Berichtspflichten. Der Umstieg auf elektrische Nutzfahrzeuge soll die Betriebskosten senken und zugleich eine planbare Total Cost of Ownership ermöglichen.

Zwei elektrische Transporter für verschiedene Einsätze

Das kompaktere Modell ist für den urbanen Verteilerverkehr ausgelegt. Es wird mit zwei Batterievarianten angeboten und erreicht nach WLTP bis zu 330 km Reichweite, im Stadtverkehr bis zu 475 km. Das zweite Modell bietet eine höhere Nutzlast, mehr Laderaumvolumen und mehrere Aufbauvarianten für anspruchsvollere Transportprofile.

Beide Fahrzeuge basieren auf einer eigenen Elektro-Plattform mit Drive-by-Wire-Technologie. Damit adressiert das Angebot Flotten, die Fahrzeuge über mehrere Klassen hinweg skalieren möchten. Für einen kapitalschonenden Einstieg gibt es außerdem Fahrzeugabonnements ab drei Monaten Laufzeit. Sie sollen sich besonders für Testphasen eignen, in denen Unternehmen Erfahrungen mit elektrischen Nutzfahrzeugen sammeln möchten, ohne direkt ein hohes Investitionsrisiko einzugehen. Ergänzend verweist der Anbieter auf ein Ökosystem aus Fahrzeug, flexiblem Abonnement und Ladeinfrastruktur über Partnerunternehmen.

Service mit Hol- und Bringdienst

Ein wichtiger Punkt beim Wechsel auf eine neue Fahrzeugmarke ist die Frage nach Wartung und Ausfallsicherheit. Dafür bietet der Vertriebspartner einen Hol- und Bringservice an: Fahrzeuge werden für Servicearbeiten beim Kunden abgeholt und anschließend zurückgebracht. Für die Dauer der Arbeiten stellt das Unternehmen ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug bereit. So sollen Werkstattwege und Ausfallzeiten für Flottenbetreiber reduziert werden.

Marktstart mit Testfahrten und Messeauftritt

Kurz nach dem Start in Deutschland laufen bereits erste Tests bei mittelständischen Handwerksunternehmen in Bayern. Zudem präsentierte sich die Marke im September 2026 auf der IAA Transportation in Hannover einem Fachpublikum aus Logistik und Flottenmanagement.

Im Hintergrund steht die Nutzfahrzeugsparte der Geely Holding Group. Der Konzern erzielte 2025 rund 50 Mrd. US-Dollar Umsatz und peilt für 2026 einen weltweiten Absatz von 3,45 Mio. Fahrzeugen an. Die Nutzfahrzeugmarke hat nach Unternehmensangaben bereits mehr als 500.000 elektrische Nutzfahrzeuge weltweit verkauft, entwickelt die Fahrzeuge mit Partnern wie Bosch und ZF und will die Jahresproduktion bis 2030 auf eine Mio. Einheiten steigern.

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