TII Group tätigt größte Investition der Unternehmensgeschichte
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Die TII Group entwickelt den Standort Pfedelbach weiter: Ein neues Headquarter, erneuerte Produktionshallen und Investitionen in Transporttechnik und -logistik sollen Zusammenarbeit, Fertigung und Wachstum stärken.

Auftakt für das nächste Kapitel der TII Group: Gesellschafterin und Geschäftsführung eröffnen gemeinsam das neue Headquarter am Standort Pfedelbach. Im Bild von links: Thomas Müller, Susanne Rettenmaier, Dr. Gerald Karch, Filippo Baldassari. (Bild: TII Group)
In Pfedelbach entsteht ein weiterentwickelter Standort mit neuem Headquarter und erneuerten Produktionshallen. Die TII Group investiert dafür einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die Gesellschafterfamilie Otto Rettenmaier verbindet damit ein langfristiges Bekenntnis zum Standort Deutschland und zur industriellen Basis in der Region Heilbronn-Franken.
Das neue Headquarter ist fertiggestellt und bündelt Arbeitsbereiche, Besprechungsräume sowie Begegnungszonen. Mehr als 200 Arbeitsplätze sind für die dort tätigen Teams und Fachbereiche vorgesehen. Flexible Arbeitsplatzkonzepte und mobiles Arbeiten sollen bereichsübergreifende Zusammenarbeit, kurze Abstimmungswege und den Austausch von Wissen erleichtern. Auch Kunden- und Präsentationsbereiche wurden neu gestaltet, damit Anforderungen, technisches Wissen und Branchenverständnis früh zusammengeführt werden können.
Am Standort Pfedelbach arbeiten mehr als 600 Menschen, weltweit sind es über 1.000 Mitarbeitende. Die Unternehmensgruppe versteht den Standort nicht nur historisch als wichtig: Dort treffen gewachsene Fertigungskompetenz, Engineering-Know-how und industrielle Infrastruktur zusammen.
Produktion wird schrittweise erneuert
Neben dem Headquarter umfasst die Investition die Modernisierung der Produktion. Bestehende Hallen werden nach und nach zurückgebaut und durch Neubauten ersetzt. Dadurch sollen Fertigungs-, Montage- und Logistikabläufe neu geordnet werden. Geplant sind abgestimmte Materialflüsse, geeignete Montage- und Rangierflächen sowie eine Halleninfrastruktur, die auch künftige Produkte, Maschinen und Fertigungsverfahren aufnehmen kann.
Die internationale Aufstellung bleibt ein Teil der Strategie. Neben Pfedelbach betreibt die Gruppe Produktionsstandorte in Ulm sowie in Bawal in der Region Neu-Delhi. In Ulm liegt ein Schwerpunkt auf Zukunftstechnologien wie Elektromobilität, der indische Standort wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut. So sollen regionale Anforderungen besser bedient und internationale Fertigungskapazitäten gestärkt werden.

Austausch ausdrücklich erwünscht: Die offenen Begegnungsflächen schaffen Raum für spontanen Austausch, bereichsübergreifende Zusammenarbeit und neue Ideen. (Bild: TII Group)
Fahrzeugtechnik für anspruchsvolle Transportaufgaben
Die Wurzeln der Standorte reichen mehr als 150 Jahre zurück. Zu den prägenden Entwicklungen zählt die hydraulisch abgestützte Pendelachse, die eine gleichmäßige Achslastverteilung unterstützt und Rädern auch auf unebenem Untergrund Bodenkontakt ermöglicht. 1983 folgte der »Scheuerle SPMT«. Der selbstangetriebene modulare Transporter lässt sich aus einzelnen Modulen zu großen Transportverbünden kombinieren und über elektronische Vielweglenkung präzise manövrieren.
Weitere Beispiele aus dem Portfolio sind der »Scheuerle SPMT K24«, der »Kamag SlagPotCarrier« für den Transport glühender Schlacke in Stahlwerken und der »Kamag PrecisionMover« für die Hoflogistik. Letzterer bewegt Wechselbrücken und Sattelauflieger auf engem Raum und ist inzwischen auch vollelektrisch verfügbar.
Die Einsatzbeispiele zeigen die Bandbreite: In Hamburg wurde 2026 die rund 3.700 t schwere Sternbrücke auf modularen Transportern bewegt. In Norwegen wurde eine 17.500 t schwere Ölplattform mit 580 Achslinien auf eine Barge verladen. In China wurde 2023 ein Komplex aus fünf historischen Gebäuden des Ningxia Saishang Jiangnan Museums über 600 m versetzt. In Texas bewegten 2024 880 Achslinien ein Offshore-Windkraft-Installationsschiff mit mehr als 23.000 t Gewicht.



