Vom kompakten Anbaugerät zur Hochleistungsfräse
Rotierende Schneeräumgeräte
Mit seinen Schneefrässchleudern der »KFS«-Baureihe bietet Kahlbacher Lösungen für unterschiedliche Trägerfahrzeuge und Räumanforderungen. Das Spektrum reicht von kompakten Anbaugeräten für Gehwege bis zu leistungsstarken Maschinen für den hochalpinen Winterdienst und Flughäfen. Ergänzend stehen eine eigenständig motorisierte Radladerfrässchleuder sowie ein optionaler Teleskop-Auswurfkamin zur Verfügung.

Mit den Schneefrässchleudern von Kahlbacher behalten Kommunen den Winter fest im Griff. (Bild: Kahlbacher)
Die Schneefrässchleudern des österreichischen Herstellers Kahlbacher sind für unterschiedliche Leistungsklassen und Trägerfahrzeuge ausgelegt. Das reguläre Anbauprogramm reicht von der kompakten »KFS 650« bis zur leistungsstarken »KFS 1150«. Je nach Fahrzeug erfolgt der Antrieb mechanisch über eine Zapfwelle oder hydraulisch über die Leistungshydraulik. Die aufeinander abgestimmten Drehzahlen von Frässpiralen und Schleuderrad ermöglichen eine effiziente Schneeaufnahme und große Wurfweiten. Mit zunehmenden Frässpiral- und Schleuderraddurchmessern steigt die mögliche Räumkapazität.
Unterschiedliche Leistungsklassen und Räumtechnik
Die »KFS 650« ist mit Räumbreiten von 1.300 bis 2.200 mm erhältlich und erreicht Wurfweiten von bis zu 25 m. Für größere Räumaufgaben steht unter anderem die »KFS 950« mit Räumbreiten von 2.400 bis 2.800 mm und Wurfweiten von bis zu 30 m zur Verfügung. Ab dieser Baugröße ist optional ein durchschwenkbares Schleuderradgehäuse erhältlich, mit dem sich der Schnee direkt nach rechts oder links auswerfen lässt. Die »KFS 1150« erreicht Räumbreiten von bis zu 3.000 mm und Wurfweiten von bis zu 50 m. Sie ist für Antriebsleistungen von über 600 PS ausgelegt und eignet sich insbesondere für die Räumung großer Schneemengen auf Flughäfen und hochalpinen Verkehrswegen.
Bei kurvenreichen Räumstrecken erleichtern austauschbare Verschleißringe mit Wellenschliff das Durchtrennen verfestigter Schneewälle. Ein hydraulischer Seitenverschub ermöglicht es je nach Ausführung, die Frässchleuder seitlich zu versetzen und damit dem Straßenverlauf besser zu folgen.
Eigenständiger Antrieb für den Radladereinsatz
Mit der »KFS 950 RL« bietet Kahlbacher eine Schneefrässchleuder für den Anbau an Radlader, die über einen eigenen Dieselmotor verfügt. Ein CAT-C7.1-Sechszylindermotor mit 186 kW (253 PS) treibt das Fräsaggregat über eine mechanische Kraftübertragung an. Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU Stufe V. Die Maschine verfügt über eine Räumbreite von 2.800 mm, einen Frästrommeldurchmesser von 950 mm und ein Schleuderrad mit 900 mm Durchmesser. Das Eigengewicht beträgt rund 4.300 kg. Räumleistung und Wurfweite lassen sich stufenlos regulieren. Durch den eigenständigen Antrieb kann die Maschine auch an Radladern eingesetzt werden, die keine entsprechende Zapfwellen- oder Leistungshydraulik für den Fräsantrieb bereitstellen.
Eine weitere Hochleistungsausführung ist die »KFS 1250/3000«, die Kahlbacher unter anderem für den Flughafeneinsatz dokumentiert hat. Anfang 2026 wurde eine solche Schneefrässchleuder im Einsatz am Flughafen Hannover-Langenhagen vorgestellt. Als Trägerfahrzeug dient ein Fendt 942 Vario mit einer angegebenen Zapfwellenleistung von 420 PS. Die Ausführung ergänzt das dokumentierte Einsatzspektrum der »KFS«-Technik im Bereich leistungsstarker Trägerfahrzeuge.
Teleskop-Auswurfkamin für variable Einsatzbedingungen
Eine weitere Ausstattungsmöglichkeit ist der bereits 2023 vorgestellte teleskopierbare Auswurfkamin. Er ermöglicht sowohl das Ablegen des Schnees unmittelbar neben dem Gerät als auch das Verladen über die Bordwände von Transportfahrzeugen. Die Auswurfhöhe lässt sich stufenlos anpassen, ohne den Räumvorgang unterbrechen zu müssen. Zwei Hydraulikzylinder übernehmen die Verstellung, während wartungsfreie Kunststoffgleitleisten für die Führung sorgen. Verstellbare Auswurfklappen ermöglichen eine gezielte Schneeablage.
Für den seitlichen Schneeauswurf oder größere Wurfweiten wird der Kamin vollständig eingefahren. Bei Verladearbeiten lässt er sich auf die erforderliche Höhe ausfahren. Auch beim Passieren von Unterführungen kann die Bauhöhe vom Fahrerhaus aus angepasst werden, ohne dass der Bediener das Fahrzeug verlassen muss. Damit erweitert der Teleskop-Auswurfkamin die Einsatzmöglichkeiten der Schneefrässchleudern insbesondere auf wechselnden Räumstrecken und bei der Schneeverladung.





