Präzise Streu- und Sprühtechnik für den Winterdienst
Streumaschinen – Streuautomaten
Mit seinen Streu- und Sprühmaschinen bietet Aebi Schmidt Lösungen für unterschiedliche Anforderungen im kommunalen und überregionalen Winterdienst. Das Programm reicht von kompakten Feuchtsalzstreuern über elektrisch angetriebene Maschinen bis zu großvolumigen Kombistreuern und Sole-Sprühgeräten. Modulare Bauweisen, präzise Dosiertechnik und digitale Assistenzsysteme unterstützen einen wirtschaftlichen und ressourcenschonenden Einsatz.

Die »Stratos«-Baureihe ist das Streuautomaten-Flaggschiff von Aebi Schmidt. (Bild: Aebi Schmidt)
Die Streuerbaureihen von Aebi Schmidt sind auf eine hohe Dosiergenauigkeit und ein gleichmäßiges Streubild ausgelegt. Dazu tragen unter anderem integrierte Klumpenzerkleinerer sowie die vollwegeabhängigen, speziell für den Winterdienst entwickelten Steuerungen der »EvolutionLine« bei. Sie ermöglichen eine bedarfsgerechte Anpassung der Streumengen und lassen sich je nach Ausführung um Funktionen für das Datenmanagement und die digitale Einsatzunterstützung erweitern.
Robuste Feuchtsalzstreuer mit Kunststoffbehälter
Mit dem »Syntos« bietet Aebi Schmidt einen Feuchtsalzstreuer mit einem widerstandsfähigen Behälter aus Polyethylen an. Die elektrisch angetriebene Variante »eSyntos« erweitert das Programm um eine Lösung mit eigenständiger Energieversorgung. Beide Maschinen sind insbesondere für den innerörtlichen Winterdienst auf Verkehrs- und Radwegen, Parkplätzen, Werksgeländen und Privatgrundstücken ausgelegt.

Mit dem »eSyntos« erhalten Anwender den ersten elektrischen Feuchtsalzstreuer von Aebi Schmidt. (Bild: Aebi Schmidt)
Die Kunststoffbehälter sind korrosionsfrei, leicht zu reinigen und auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Integrierte Flüssigkeitstanks sorgen für einen niedrigen Schwerpunkt, wodurch sich die Streuer für den Aufbau auf Pritschenfahrzeugen, Pick-ups und Schmalspurfahrzeugen eignen. Der »Syntos« ist darüber hinaus als Anhängerstreuer für kleinere Zugfahrzeuge, Traktoren und allradgetriebene Pkw erhältlich.
Der Antrieb des konventionellen »Syntos« erfolgt wahlweise über die Fahrzeughydraulik, den »Rotopower« oder einen Benzinmotor. Bei der Aufbauvariante stehen Behältergrößen von 0,8 bis 1,7 m³ sowie Band- oder Schneckenfördersysteme zur Auswahl. Der Anhängerstreuer wird mit Behältervolumina von 0,8, 1,1 und 1,7 m³ und ausschließlich mit Bandförderung angeboten.
Der »eSyntos« besitzt dagegen ein frontmontiertes Batteriepaket und einen eigenen Elektromotor. Für den elektrischen Feuchtsalzstreuer stehen Behältergrößen von 0,8 bis 1,5 m³ zur Verfügung. Das 48-V-System ist mit Batteriekapazitäten von 4,1, 6,1 oder 8,2 kWh erhältlich. Nach Herstellerangaben ermöglicht bereits die Standardbatterie zwei Streueinsätze mit jeweils einem vollständig gefüllten Behälter, ohne zwischenzeitlich nachgeladen werden zu müssen.
Die Lithium-Ionen-Batterien verfügen über ein integriertes Heizsystem für den Betrieb bei niedrigen Temperaturen bis −20 °C. Geladen wird über ein integriertes Ladegerät an einem 230-V-Wechselstromanschluss. Durch die Niederspannungstechnik lassen sich Wartungsarbeiten ohne die besonderen Anforderungen eines Hochvoltsystems durchführen.

Selbst Pick-ups und Schmalspurfahrzeuge können mit einer kleinen »Stratos«-Ausführung für den Winterdienst gerüstet werden. (Bild: Aebi Schmidt)
Modulare »Stratos«-Baureihe für unterschiedliche Trägerfahrzeuge
Die »Stratos«-Baureihe deckt ein breites Einsatzspektrum ab und lässt sich durch ihren modularen Aufbau an unterschiedliche Trägerfahrzeuge und Anforderungen anpassen. Je nach Baugröße kommen Streugutbehälter aus Edelstahl oder pulverbeschichtetem Stahl zum Einsatz. Optional sind auch bei den größeren Ausführungen Edelstahltrichter erhältlich.
Die Streumaschinen können sowohl auftauende als auch abstumpfende Streumittel ausbringen. Durch die Feuchtsalztechnologie lässt sich der Streumittelverbrauch bei geeigneten Einsatzbedingungen reduzieren. Als Antriebsvarianten stehen bei den konventionellen Modellen unter anderem die Fahrzeughydraulik, der »Rotopower« und ein Dieselmotor zur Verfügung.
Die kleine »Stratos«-Baureihe mit Behältergrößen von 0,6 bis 0,8 m³ eignet sich besonders für Betriebshöfe, Parkplätze, Rad- und Fußwege, Altstadtgassen sowie Gemeindestraßen. Sie kann auf kompakten Geräteträgern, Pritschentransportern, Pick-ups und Schmalspurfahrzeugen aufgebaut werden.
Für den Materialtransport stehen Band- und Schneckenfördersysteme zur Wahl. Die integrierte Feuchtsalzeinrichtung besitzt ein Tankvolumen von 350 l. Mit dem »Basic«-Mischverteilersystem werden Streubreiten von 2 bis 6 m erreicht.

Dank eines modularen Aufbaus deckt die »Stratos«-Baureihe unterschiedliche Anforderungen an Fahrzeug und Einsatzgebiete ab. (Bild: Aebi Schmidt)
Mittlere »Stratos«-Baureihe für den kommunalen Winterdienst
Für den Einsatz auf Gemeinde-, Land- und Bundesstraßen bietet Aebi Schmidt die mittlere »Stratos«-Baureihe mit Behältergrößen von 1,7 bis 3,0 m³ an. Sie ist für multifunktionale Trägerfahrzeuge, darunter auch Unimog, sowie insbesondere für Fahrzeuge der Gewichtsklasse von 3,5 bis 7,5 t ausgelegt.
Die optionale Feuchtsalzausrüstung verfügt über seitlich montierte PE-Flüssigkeitstanks mit einem Fassungsvermögen von 850 bis 1.200 l. Zur Ausstattung gehören eine Füllstandanzeige und eine Solepumpe mit integriertem Trockenlaufschutz. Beim Zuschalten der Sole wird die Trockengutmenge automatisch reduziert und die Dosierung an die veränderte Zusammensetzung des Streumittels angepasst.
Integrierte Sensoren vergleichen kontinuierlich die Ist- und Sollwerte der Regelkreise. Eine PE-Schüttrinne und ein optimierter Auslaufwinkel unterstützen einen gleichmäßigen Materialfluss. Das Streugut trifft zentral auf den Streuteller und wird als gebündelter Auswurfstrahl verteilt, um die Einflüsse des Fahrtwinds möglichst gering zu halten.
Je nach Verteilersystem sind Streubreiten von 2 bis 12 m möglich. Bei der FS-50-Ausbringung beträgt die maximale Streubreite 8 m. Neben Band- und Schneckenförderung stehen verschiedene Aufbau- und Abstellsysteme zur Verfügung. Bei den Behältergrößen 2,5 und 3,0 m³ kann zusätzlich ein »RoRo«-Auf- und Abstellsystem gewählt werden.
Elektrischer Antrieb auch für die mittlere Baureihe
Neben den konventionell angetriebenen Maschinen bietet Aebi Schmidt den »eStratos« auch für die mittlere Baureihe mit 1,7 bis 3,0 m³ Behältervolumen an. Damit steht die elektrische Antriebstechnik nicht ausschließlich für die großen Streumaschinen zur Verfügung.
Der elektrische Antrieb kombiniert einen Elektromotor mit bewährter Hydrauliktechnik. Ein frontmontiertes Batteriepaket mit 48-V-Technik ist in Kapazitätsstufen von 6,2, 12,4 und 18,6 kWh erhältlich. Die Energieversorgung ist nach Herstellerangaben auf zwei Streueinsätze mit jeweils vollständig gefülltem Behälter ausgelegt. Das integrierte Ladegerät ermöglicht das Aufladen an einem 230-V-Anschluss.
Große »Stratos«-Baureihe für lange Einsatzstrecken
Für längere Strecken auf Land- und Bundesstraßen sowie Autobahnen ist die große »Stratos«-Baureihe vorgesehen. Sie umfasst Behältervolumina von 4,0 bis 12,0 m³ und eignet sich für Trägerfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 36 t.
Bei den Behältergrößen bis 9,0 m³ stehen Band- oder Schneckenfördersysteme zur Wahl. Die konventionellen Antriebsvarianten umfassen Fahrzeughydraulik, »Rotopower«, Radantrieb und Dieselmotor. Zusätzlich ist die Baureihe als elektrisch angetriebener »eStratos« erhältlich. Für die elektrischen Ausführungen mit 4,0 bis 9,0 m³ Behältervolumen nennt der Hersteller ebenfalls Batteriepakete mit 6,2, 12,4 oder 18,6 kWh bei 48 V.
Die größeren Behälter mit 10,0 und 12,0 m³ werden mit Bandförderung angeboten. Die seitlich montierten Flüssigkeitstanks für die Feuchtsalzeinrichtung besitzen je nach Ausführung ein Fassungsvermögen von 1.850 bis 3.000 l.
Für eine präzise Streugutverteilung lässt sich das Streubild über die Verschwenktechnik des Streutellers symmetrisch oder asymmetrisch einstellen. Dies erfolgt manuell oder elektronisch über das Bedienpult.
Beim »Premium«-5-Zonen-Mischverteiler mit FS 50 stehen Streutellerdurchmesser von 490 und 660 mm zur Verfügung. Damit lassen sich Streubreiten von 2 bis 12 m erreichen, bei FS 50 bis maximal 8 m. Das »Premium«-5-Zonen-Mischverteilersystem ist mit Streutellern von 490, 660 und 700 mm erhältlich. Beim »Premium plus«-Mischkammersystem stehen Durchmesser von 600, 660 und 700 mm zur Auswahl. Beide Systeme ermöglichen je nach Streuteller Streubreiten von bis zu 14 m.
Das Angebot ergänzen verschiedene Spezialausführungen. Dazu zählt der »Stratos D« mit flacher Behälterbauweise, der eine bessere Sicht nach hinten und eine erhöhte Manövrierfähigkeit ermöglicht. Für den Anhängerbetrieb stehen außerdem der »Stratos A40K« mit 4,0 m³ und der »Stratos A50K« mit 5,0 m³ Behältervolumen zur Verfügung.

Der »Stratos Combi Soliq« von Aebi Schmidt kombiniert die Ausbringung von Trockensalz, Feuchtsalz und reiner Sole in einer Maschine und ermöglicht einen flexiblen Wechsel zwischen den Streuverfahren von FS 30 bis FS 100 (Bild: Aebi Schmidt).
»Stratos Combi Soliq« kombiniert Streuen und Sprühen
Mit dem »Stratos Combi Soliq« bietet Aebi Schmidt eine Kombinationsmaschine für unterschiedliche Witterungs- und Fahrbahnbedingungen an. Sie vereint die Ausbringung abstumpfender Streustoffe, Trockensalz, Feuchtsalz mit verschiedenen Soleanteilen und die reine Soleausbringung.
Der Wechsel zwischen den Streuverfahren von FS 30 bis FS 100 ist ohne aufwendige Umrüstung möglich. Dadurch lässt sich die Maschine sowohl für die klassische Glättebekämpfung als auch für präventive Einsätze verwenden.
Der Kombistreuer ist mit klassischen Behältern von 4,0 bis 7,0 m³ erhältlich. Alternativ bietet Aebi Schmidt einen patentierten Flexbehälter mit 5,0 m³ Inhalt an. Dieser ermöglicht eine flexible Nutzung des verfügbaren Volumens für Feststoffe und Flüssigkeit. Je nach Ausführung lässt sich das Flüssigkeitsvolumen von 1.300 auf 2.500 l beziehungsweise von 2.800 auf 4.400 l erweitern.
Eine weitere Besonderheit ist die »Dual-Liquid«-Funktion. Mit ihr können zwei unterschiedliche flüssige Enteisungsmittel mitgeführt werden. Damit lässt sich die Ausbringung an wechselnde Einsatzbedingungen anpassen.
Für den »Stratos Combi Soliq« stehen zusätzliche Front- und Seitentanks sowie unterschiedliche Aufbau- und Abstellsysteme zur Verfügung. Beim Fördersystem besteht die Wahl zwischen Band und Schnecke. Je nach Verteilersystem und Streutellerdurchmesser lassen sich Streu- und Sprühbreiten von 2 bis 12 m einstellen. Der Antrieb erfolgt über die Fahrzeughydraulik.
Als weitere Option bietet Aebi Schmidt den »FS 50 Hopper-Tank« an. Mit ihm können bestehende Streuer für die FS-50-Ausbringung umgerüstet werden, ohne dass sich die geplanten Einsatzstrecken wesentlich verändern müssen.

Das »ES«-Bedienpult aus der »EvolutionLine« von Aebi Schmidt ermöglicht die präzise Steuerung von Streumenge, Streubreite und Streubild direkt aus dem Fahrerhaus (Bild: Aebi Schmidt).
Digitale Steuerung und Einsatzunterstützung
Die Steuerungen der »EvolutionLine« ermöglichen eine vollwegeabhängige Dosierung und die Bedienung wesentlicher Streufunktionen aus dem Fahrerhaus. Ergänzend bietet Aebi Schmidt digitale Systeme zur Optimierung des Winterdienstes an.
Mit »ThermoLogic« lässt sich die Streudichte abhängig von der Temperatur und den jeweiligen Einsatzbedingungen anpassen. Der GPS-gestützte »Route Assistant« unterstützt Fahrer auf zuvor definierten Strecken und kann hinterlegte Streueinstellungen automatisch umsetzen.
Über die Telematikplattform »IntelliOPS« lassen sich Maschinen- und Einsatzdaten erfassen, überwachen und auswerten. Dazu gehören unter anderem die Darstellung von Fahrzeugaktivitäten auf einer Karte sowie die Erstellung von Berichten für die Einsatzplanung und Dokumentation. Die Funktionen sind je nach Maschine und Ausstattung verfügbar.

Für große Flächen und mehrspurige Straßen wie Autobahnen ist die Sole-Sprühmaschine »Straliq« konzipiert. (Bild: Aebi Schmidt)
»Straliq« für die großflächige Soleausbringung
Die Sole-Sprühmaschine »Straliq« wurde speziell für die präventive Glättebekämpfung auf großen Flächen und mehrspurigen Straßen entwickelt. Im Gegensatz zu klassischen Streumaschinen steht hier die präzise Ausbringung flüssiger Taumittel im Mittelpunkt.
Die Maschine ist für große Trägerfahrzeuge ausgelegt und nutzt eine Drei-Fahrbahnen-Sprühtechnik. Diese ermöglicht ein gleichmäßiges Sprühbild auch bei geringen Dosiermengen.
Mit Tankvolumina von 7.500 bis 15.000 l lassen sich große Flächen ohne häufige Unterbrechungen behandeln. Je nach Sprühdüsenausstattung können die Sprühbreiten über das Bedienpult auf 3, 7 oder 11 m beziehungsweise 4, 8 oder 12 m eingestellt werden.
Der Antrieb erfolgt wahlweise über die Fahrzeughydraulik, den »Rotopower« oder einen Dieselmotor. Die gezielte Soleausbringung kann insbesondere bei präventiven Maßnahmen dazu beitragen, den Salzverbrauch zu reduzieren und die Wirkung des Streumittels auf der Fahrbahn zu verbessern.
Mit den unterschiedlichen »Syntos«-, »Stratos«- und »Straliq«-Ausführungen deckt Aebi Schmidt ein breites Spektrum des Winterdienstes ab – vom kleinflächigen kommunalen Einsatz bis zur großräumigen Glättebekämpfung auf Autobahnen.




