Streugut lagern, Sole aufbereiten

Artikel vom 20. Oktober 2026
Streugutbehälter

Eine bedarfsgerechte Streugutversorgung ist eine wichtige Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Winterdienst. Holten bietet dafür mobile und stationäre Silos, individuell ausgelegte Lagerhallen sowie Anlagen zur Soleaufbereitung. Entwicklung und Fertigung erfolgen am Unternehmensstandort in Brannenburg.

Streugutlagersilo in GFK-Stahl-Bauweise mit ergänzender Anlagentechnik von Holten. Solche Anlagen ermöglichen eine bedarfsgerechte Streugutversorgung im kommunalen Winterdienst (Bild: Holten).

Holten bietet unterschiedliche Lösungen für die Lagerung und Bereitstellung von Streugut. Das Programm reicht von mobilen Kompaktsilos für die dezentrale Versorgung kleinerer Winterdienstfahrzeuge bis zu stationären Großsilos und Lagerhallen für größere Streugutvorräte. Ergänzend umfasst das Angebot Anlagen zur Herstellung, Mischung, Lagerung und Verladung von Sole.

Mobile Silos verkürzen Transportwege

Mobile Streugutlagersilos und Kompaktsilos kommen insbesondere bei der Gehweg- und Parkplatzbetreuung zum Einsatz. Je nach Ausführung lassen sie sich auf geeignetem befestigtem Untergrund ohne aufwendige Fundamentierung aufstellen.

Werden mehrere Silos entlang einer Winterdienstroute positioniert, können Streufahrzeuge direkt vor Ort mit Material versorgt werden. Das reduziert Leerfahrten und kann sowohl den Zeitaufwand als auch die Betriebskosten verringern.

Die mobilen Anlagen bieten Lagerkapazitäten von 3 bis 30 m³. Bei veränderten Anforderungen lassen sie sich versetzen oder während der Sommermonate einlagern. Für größere Streugutmengen stehen stationäre Silos mit Kapazitäten von 35 bis 650 m³ und darüber hinaus zur Verfügung.

Unterschiedliche Durchmesser, Bauhöhen und Durchfahrtsbreiten ermöglichen eine Anpassung an die jeweiligen Standortbedingungen. Zu den Anwendern zählen Kommunen, Straßenbauämter, Landkreise, Autobahnverwaltungen und gewerbliche Winterdienstunternehmen.

Lagerhallen als Teil der Streugutlogistik

Neben den Silos fertigt Holten individuell dimensionierte Streugutlagerhallen. Bei diesen Konstruktionen bestehen die mit dem Streugut in Berührung kommenden Bauteile aus Holz. Dadurch sollen Korrosionsprobleme an diesen Bauteilen vermieden und eine lange Nutzungsdauer der Lagerhallen unterstützt werden.

Die Abmessungen von Hallenhöhe und Schiebetoren sind auf die Anlieferung größerer Streugutmengen ausgelegt. Nach Herstellerangaben kann ein Lkw seinen Anhänger innerhalb der Halle vollständig aufkippen und anschließend mit angehobenem Anhänger durch das geöffnete Tor wieder ausfahren.

Dank der Holten-Systembauweise lassen sich die Hallen an unterschiedliche Lagerkapazitäten und örtliche Gegebenheiten anpassen. In Verbindung mit einem Streugutlagersilo und einer entsprechenden Förderanlage entsteht das Gesamtsystem »Halle-Silo-Förderanlage«. Damit können Lagerung, Materialtransport und Fahrzeugbeladung aufeinander abgestimmt werden.

Soletechnik für den Feuchtsalzeinsatz

Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens ist die Soleaufbereitung. Holten bietet Soleerzeuger in verschiedenen Größen, Ausführungen und Leistungsstufen an, die auf unterschiedliche Anforderungen im Winterdienst ausgelegt sind.

Die Anlagen verfügen über speziell für die Soleerzeugung entwickelte Steuerungen. Diese sind für den Betrieb in salzhaltiger Umgebung konzipiert und sollen eine hohe Betriebssicherheit gewährleisten.

Ergänzt wird das Programm durch Solemischstationen, Pump- und Verladeanlagen sowie Solelagertanks. Damit lassen sich sowohl die Herstellung als auch die Bevorratung und Bereitstellung der Sole für Winterdienstfahrzeuge in die betriebliche Infrastruktur integrieren.

Entwicklung und Fertigung in Brannenburg

Die Anlagen werden am Unternehmensstandort Brannenburg entwickelt und produziert. An der Weiterentwicklung sind nach Unternehmensangaben eigene Fachkräfte aus dem Holz-, Stahl-, Tiefbau- und Elektroingenieurwesen beteiligt.

Durch die Verbindung dieser Fachbereiche kann Holten sowohl einzelne Lager- und Aufbereitungsanlagen als auch aufeinander abgestimmte Gesamtlösungen für den kommunalen Winterdienst anbieten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten sowie eine möglichst effiziente Streugut- und Soleversorgung.

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