Aktive Wärmezufuhr für den Asphalttransport
Maschinen und Geräte für die Straßenunterhaltung/instandsetzung
Bei temperaturabgesenktem Asphalt sinken die Temperaturreserven. amtec setzt mit dem »Thermo-Top-Heizsystem« auf Vorheizen leerer Mulden und geregeltes Nachheizen während Transport und Standzeiten, damit die Verarbeitungstemperatur stabiler bleibt.

Das Heizsystem »ThermoTOP« von amtec ermöglicht das Vorwärmen und bedarfsgerechte Nachheizen von Asphalt-Thermocontainern und -mulden. (Bild: amtec)
Mit den Vorgaben zur Verarbeitung von temperaturabgesenktem Asphalt verändern sich die Anforderungen im Asphaltbau entlang der gesamten Prozesskette. Das betrifft die Herstellung im Mischwerk ebenso wie Transport, Standzeiten und Einbau auf der Baustelle. Weil TA-Asphalt mit niedrigeren Übergabetemperaturen verarbeitet wird, bleiben geringere Temperaturreserven. Für ausführende Betriebe wird die Temperaturhaltung damit zu einem wichtigen Qualitätsfaktor.
Der entscheidende Punkt: Das thermische Management sollte nicht erst auf der Baustelle beginnen, sondern bereits vor dem Beladen an der Mischanlage. So lassen sich anfängliche Wärmeverluste begrenzen und spätere Verluste während Transport und Wartezeiten ausgleichen.
Wärmeverlust beginnt beim Beladen
Wird ein Asphalt-Thermocontainer beispielsweise bei 10 °C Umgebungstemperatur an der Mischanlage bereitgestellt, trifft die Asphaltmischung beim Beladen mit etwa 150 °C auf eine deutlich kühlere Stahlmulde. Im Herbst kann diese ebenfalls nur rund 10 °C warm sein. Direkt nach dem Kontakt wird Wärme vom Asphalt an die Muldenstatik abgegeben.
Je nach Stahlgewicht des Muldenaufbaus kann dieser Anlaufverlust bis zu 10 °C betragen. Hinzu kommen weitere Wärmeverluste während des Transports und bei Standzeiten. Sie entstehen durch Abstrahlung und Umwelteinflüsse und hängen wesentlich davon ab, wie lange das Material unterwegs ist oder wartet.
Vorheizen und Nachheizen im Prozess
Mit dem »Thermo-Top-Heizsystem« beschreibt amtec ein Konzept, das auf zwei Betriebsfunktionen setzt: das Vorheizen der leeren Asphaltmulde vor dem Befüllen und das Nachheizen bei Transport sowie Standzeiten. Ziel ist nicht, bereits ausgekühlten Asphalt nachträglich prozesstechnisch wieder zu erwärmen. Vielmehr soll der anfängliche Wärmeabtrag beim Beladen reduziert und das vorgesehene Temperaturniveau im weiteren Ablauf stabilisiert werden.
Beim Vorheizen wird die leere Mulde auf die Aufnahme der heißen Asphaltmischung vorbereitet. Dadurch kann der Wärmeverlust beim ersten Kontakt mit der Behälterstruktur begrenzt werden. Das Nachheizen soll anschließend die Verluste ausgleichen, die unterwegs oder beim Warten auf der Baustelle entstehen.
Regelung nach Behälter und Einsatzbedingungen
Welche Heizleistung erforderlich ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen Behältergröße, Oberfläche, Dämmstandard, Witterungseinflüsse sowie Transport- und Standzeiten. Eine geregelte Wärmezufuhr verhindert eine unkontrollierte Erwärmung und führt nur die Energie zu, die zur Stabilisierung des vorgesehenen Temperaturniveaus benötigt wird.
Die beschriebenen Asphaltcontainer und Asphaltmulden kombinieren leichte Behälterkonstruktionen mit Wärmedämmung. Als Heizsysteme kommen Diesel-Impulsbrenner-Systeme und Elektroheizsysteme zum Einsatz. Für die Verarbeitung von TA-Asphalt zählt damit nicht nur die Temperatur beim Verlassen des Mischwerks. Entscheidend ist auch, wie gut diese Temperatur bis zum Einbau gehalten wird.



