Rastbolzen-Norm »GN 81700« mit sieben Spitzenvarianten

Artikel vom 22. Oktober 2026
Fahrzeugkomponenten

Ganter erweitert die Rastbolzen-Norm »GN 81700« um sieben Spitzenvarianten. Unterschiedliche Formen und Materialien sollen Arretieren, Positionieren und Führen in sensiblen oder beengten Anwendungen erleichtern – von PPA- und Messingstiften bis zu Varianten mit Gewinde.

Sieben Rastbolzen-Spitzen erweitern die Norm »GN 81700«. (Bild: Ganter)

Rastbolzen zählen seit rund einem halben Jahrhundert zum Produktprogramm von Ganter. Sie arretieren, positionieren, fixieren, schließen oder halten und kommen überall dort zum Einsatz, wo Bauteile sicher und wiederholgenau in Position gebracht werden müssen. Mit der Norm »GN 81700« wird die Produktfamilie um sieben Varianten ergänzt, deren Rastbolzenspitzen auf unterschiedliche Anwendungen ausgelegt sind.

Im Mittelpunkt stehen Form und Material der Spitze. Je nach Ausführung soll der Raststift empfindliche Oberflächen schonen, Rastbohrungen leichter finden, erhabene Bereiche überfahren oder als Verbindung zu weiteren Bauteilen dienen. Damit deckt die Norm Aufgaben ab, bei denen klassische Rastbolzen an Grenzen stoßen können.

Schonende Spitzen für empfindliche Oberflächen

Die Stiftform »KA« verfügt über eine ballige Spitze aus gleitfreudigem, glasfaserverstärktem PPA. Dadurch kann sie über empfindliche Oberflächen geführt werden, ohne Spuren oder Kratzer zu hinterlassen. Die kraftschlüssige Rastfunktion übernimmt weiterhin der metallische Teil des Stifts.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Stiftform »MA«. Hier kommt ein Messingstift zum Einsatz, der ebenfalls schonend über empfindliche Oberflächen gleitet. Durch die Reibpaarung zwischen Führung und Raststift lässt sich die Ausführung leichtgängig betätigen.

Formen für Bohrungen, Kanten und begrenzte Tiefen

Die Bauform »SB« ist mit einer Kegelspitze ausgestattet. Sie erleichtert das Auffinden von Rastbohrungen, zentriert sich selbst und kann erhabene Bereiche überfahren. Die Form »SC« arbeitet mit einer abgerundeten Spitze, die in keglige Anbohrungen einrastet. Gleichzeitig überfährt sie niedrige Kanten und ähnelt in ihrer Funktion einem federnden Druckstück.

Für Anwendungen mit tiefenbegrenzten Rastbohrungen ist die Stiftform »SD« vorgesehen. Sie eignet sich für Situationen, in denen weder tiefe Bohrungen noch Durchgangslöcher realisierbar sind. Der zylindrisch ausgeformte Stift kann hier eine Alternative sein, wenn der verfügbare Bauraum oder die Konstruktionstiefe begrenzt ist.

Gewindevarianten für erweiterte Anwendungen

Die zylindrischen Stiftformen »SE« und »SF« enden in einem Außen- oder Innengewinde. Dadurch lassen sie sich beispielsweise in Verlängerung von Gestängen als Betätigungselement einsetzen. In Verbindung mit Positionierbuchsen nach DIN 179 und Zylinderstiften nach DIN 7979 ergeben sich zusätzliche konstruktive Möglichkeiten.

Alle Ausführungen der Normfamilie sind mit und ohne Rastsperre sowie mit und ohne Kontermutter erhältlich. Bestellt werden können sie in brüniertem Stahl oder in Edelstahl der Güteklasse 1. Laut Mitteilung sind die Varianten ab Stückzahl eins ab Lager lieferbar. Weitere Informationen finden sich auf der Unternehmenswebseite unter www.ganternorm.com.

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