Neue Muldenkipper für den Rohstofftransport im Kalksteinbruch

Artikel vom 3. November 2026
Erdbewegungsmaschinen

Bei Martin Baur übernehmen zwei »Cat 770« den Rohstofftransport im Kalksteinbruch. Die Entscheidung fiel trotz kurzer Laufzeit der Vorgänger, weil Wirtschaftlichkeit, Fahrerergonomie und Verfügbarkeit im Fuhrpark zusammenpassen mussten.

Zwei neue Skw 770 übernehmen den Rohstofftransport. (Bild: Zeppelin)

10 bis 20 Jahre Laufzeit sind bei schweren Muldenkippern häufig eingeplant. Im Steinbruch in Jungnau endete der Einsatz der beiden Vorgängermaschinen jedoch bereits nach dreieinhalb Jahren. Ausschlaggebend war ein wirtschaftlich attraktives Angebot, während die vorhandenen Fahrzeuge ihre Transportaufgaben zuverlässig erledigten. Deshalb blieb Martin Baur der Baureihe treu: Zwei »Cat 770« der neuen Generation übernehmen nun den Transport von Rohstoffen im Kalksteinbruch.

Ein wichtiges Argument ist die Arbeitsumgebung für die Fahrer. Der mittig positionierte Sitz verbessert den Überblick im Einsatzbereich und unterstützt präzises Arbeiten beim Transport des durch Sprengung gelockerten Weißjurakalks zur Weiterverarbeitung. In den eigenen Kies- und Schotterwerken entstehen qualitätsgeprüfte und güteüberwachte Produkte in vielen Körnungen, darunter gewaschene Kiese, Edelsplitte, Schottergemische, Frostschutzmaterial und Vorlagesteine.

Qualität beginnt im Maschinenpark

Die Maschinenauswahl folgt wirtschaftlichen Kriterien, soll aber zugleich zur Qualität der Abläufe beitragen. Dazu setzt das Unternehmen auf moderne Technik und feste Maschinenzuordnungen. Stammfahrer kennen ihre Fahrzeuge, das Material und die betrieblichen Abläufe genau. Das reduziert Abweichungen und Nacharbeiten, verbessert die Ausführungsqualität und sorgt dafür, dass die Maschinen pfleglich behandelt werden.

Auch die Verfügbarkeit ist ein zentraler Punkt. Die Fahrzeug- und Maschinentechnik wird modern gehalten und in der eigenen Werkstatt betreut. Ergänzend unterstützt der Servicetechniker des Vertriebspartners dabei, die Maschinen betriebsbereit zu halten. Fahrzeuge werden zudem standortübergreifend eingesetzt und bei Bedarf zusammengezogen, um Engpässe auszugleichen.

Breit aufgestellter Fuhrpark

Baumaschinen des Herstellers sind an mehreren Standorten seit 2018 Schritt für Schritt hinzugekommen: im Abbau von Weißjurakalk, in Kies- und Transportbetonwerken sowie auf Deponien. Der Bestand reicht vom Grader für den Waldwegebau über Radlader, Kettenbagger und Raupen bis zu den neuen Muldenkippern. Insgesamt umfasst der betreute Bestand mehrere hundert Geräte, wobei ein großer Anteil auf die Spedition entfällt.

Der Transportbereich ist historisch ein wichtiges Standbein. Aus Holztransporten mit Pferdefuhrwerk entwickelte sich über den ersten gebrauchten Lkw ein breiter Fuhrpark. Ende der 1950er-Jahre kam das Rohstoffgeschäft hinzu. Heute werden Kies, Sand, Splitt und Schotter für Straßen-, Tief- und Galabaustellen, Asphaltmischanlagen und Transportbeton bedarfsgerecht geliefert.

Dafür stehen 30 Kipper in unterschiedlichen Ausführungen bereit: Dreiachser mit Zentralachsanhängern, Vierachser für schwere Einsätze sowie Sattelzugmaschinen mit Stahlaufliegern für grobes Material und Thermoaufliegern für Mischgut- und Schüttguttransporte. Im Bereich Transportbeton ergänzen 30 Fahrmischer an vier Betonwerken sowie fünf Förderbandfahrzeuge mit jeweils 16 m Reichweite die Logistik.

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