Funk-Warnsysteme

Artikel vom 19. Februar 2021
Geräte und Maschinen

Vorwarnanhänger in LED-Technik und mit CB-Funkanlage warnen Fahrzeuge vor der Gefahrenstelle (Bild: B&E).

Bedingt durch ein gestiegenes Verkehrsaufkommen und die starke Zunahme von Lkw- und Schwerlastverkehr, sind Mitarbeiter und Fahrzeuge von Straßen- und Autobahnmeistereien, aber auch alle anderen am Straßenverkehr teilnehmenden Mitarbeiter von Rettungsdiensten, Polizei oder Feuerwehr, besonderen Gefahren ausgesetzt. Das Arbeiten auf Baustellen, bei Sicherungsmaßnahmen oder bei Unfall­aufnahmen im Verkehrsraum von Autobahnen und Bundesstraßen ist belastend und gefährlicher geworden, und häufig kommt es zu Unfällen mit Personen- und Sachschäden. Um die Sicherheit der im Verkehrsraum arbeitenden Menschen und den Schutz der eingesetzten Fahrzeuge zu verbessern, kann mit dem Alarmsender zum Warnen von Lkw ein wirksamer Beitrag geleistet werden. Zur Absicherung bei Unfällen oder auf Baustellen sowie im Straßensicherungsdienst werden Fahrzeuge der Autobahn- und Straßenmeistereien eingesetzt, die entweder eine Eigensicherung durch Blitzlampen oder einen angehängten Sicherungswagen mit Abweispfeil (Warnleitanhänger) besitzen. – Ein wichtigen Beitrag zur Sicherheit leisten die Alarmsender zum Warnen von Lkw der B & E antec Nachrichtentechnik GmbH. Deren Entwicklung basiert auf dem Wissen, dass mehr als 95 Prozent aller Lkws mit einer CB-Funkanlage ausgestattet sind und die Fahrer diese in den meisten Fällen auch eingeschaltet haben. Steht der Lkw-Fahrer nicht direkt in Funkverbindung mit einer anderen Station, ist bei den deutschen Fahrern meist der Notrufkanal oder der Anrufkanal (Funkkanal 9 = 27.065 MHz beziehungsweise der Funkkanal 1 = 26.965 MHz) aktiv in Betrieb. Lkw-Fahrer aus anderen Ländern stehen während der Fahrt durch Deutschland auf ihren Funkkanälen untereinander in Verbindung, beispielsweise die polnischen Lkw-Fahrer auf Kanal 28. Ist ein Funksender mit kleiner Leistung an einem Sicherungsanhänger angebracht, der permanent eine Warnung auf verschiedenen Funkkanälen gleichzeitig sendet, ist es möglich, dass viele Brummifahrer diese Warnung rechtzeitig aufnehmen  und mit erhöhter Vorsicht an eine Baustelle oder eine Unfallstelle heranfahren. Erfolgt die Ansage noch in der eigenen Sprache, erhöht sich die Aufmerksamkeit zusätzlich. Die Sendeleistung und die Antennenstrahlrichtung müssen dabei so begrenzt sein, dass möglichst nur der auf die Gefahrenstelle zufließende Verkehr alarmiert wird. Bei einer einstellbaren Senderreichweite von 200 bis 300 m beträgt die Reaktionszeit bei einer Annäherungsgeschwindigkeit von zirka 80 km/h mehrere Sekunden. Das ist ausreichend, um die Sprachdurchsage Achtung Gefahrenstelle mit Alarmton mehrmals zu wiederholen und dabei die Aufmerksamkeit des Fahrers auf die Gefahrenstelle zu lenken. Der Alarmsender zum Warnen von Lkws kann wahlweise an einen Warnleitanhänger oder an einem Fahrzeug angebaut werden. Bei langsam fahrendem (zirka 30 km/h) oder stehendem Verkehr wird durch ein Doppelradar der Verkehrsstillstand erkannt und die Sender automatisch abgeschaltet; damit wird eine unnötige Belastung der Fahrer durch die Alarmanlage verhindert. Wenn der Verkehr wieder schneller als 30 km/h (programmierbar) fließt, schaltet der Warnsender wieder automatisch ein. Die Auswahl der gesendeten Sprachen richtet sich nach der Nationalitätsverteilung der Lkw-Fahrer, was erfahrungsgemäß regional unterschiedlich ist. Die Ansage Achtung Gefahrenstelle steht deshalb in allen wichtigen europäischen Sprachen zur Verfügung.

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