Neue Trommel und Brenner für Asphaltwerk
Maschinen und Geräte für Bauhöfe, Autobahn- und Straßenmeistereien
In Eindhoven wurde eine Asphaltmischanlage von KWS Infra modernisiert. Benninghoven tauschte »Trockentrommel und Brenner« aus, um Trockenleistung, Betriebssicherheit und Produktqualität der bestehenden Anlage zu verbessern.

Hier wird die Trockentrommel für den Einbau positioniert. (Bild: Wirtgen Group)
Die Asphaltmischanlage am Standort Eindhoven ist seit 1990 in Betrieb und liefert Mischgut für öffentliche Bauprojekte sowie für eigene Einbaukolonnen. Wegen des Alters der Anlage und fortgeschrittener Verschleißerscheinungen an zentralen Komponenten entschied sich KWS Infra für ein Retrofit. Im Mittelpunkt standen der Austausch von Trockentrommel und Brenner sowie die Anpassung mehrerer Schnittstellen innerhalb der eingehausten Mischanlage.
Mit der Modernisierung verfolgte das Unternehmen zwei Ziele: Die Trocken- und Produktionsleistung sollte durch ein größeres Trommelvolumen verbessert werden. Zudem sollte der Betrieb der Feuerung zuverlässiger und funktionssicherer werden. Auch die Qualität des Mischguts sollte von dem abgestimmten Umbau profitieren.
Mehr Volumen und feinere Regelung
Die neue Trockentrommel ist 10 m lang und hat einen Durchmesser von 2,4 m. Damit bietet sie mehr Volumen als die bisherige Ausführung mit 9 m Länge. Eine Frequenzumformer-Regelung ermöglicht eine feinere Einstellung während der Trocknungsphase. Dadurch lässt sich der Wärmeübergang von der Flamme auf das Mineral genauer steuern.
Der stufenlose Antrieb unterstützt eine angepasste Prozessführung. Laut Mitteilung sinken dadurch Brennstoffverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß. Auch die Produktion von Niedrigtemperatur- beziehungsweise Warmasphalt profitiert von der Feinjustierung: Der Trocknungsprozess des Weißminerals in der Trommel kann um bis zu 30 °C abgesenkt werden. Eine integrierte Drosseljalousie reguliert zusätzlich die Luftführung innerhalb der Trommel.
Brennersteuerung mit Fernzugriff
Der neue Brenner ist kompakt ausgeführt und kann mit bis zu vier Brennstoffen betrieben werden, darunter Wasserstoff. In Eindhoven kommt Erdgas zum Einsatz, wie es in den Niederlanden üblich ist. Die Brennersteuerung verfügt über Remote-Zugriff und ermöglicht eine Onlinediagnose per Fernwartung. So können Fachleute aus dem Stammwerk bei Störungen direkt auf die Steuerung zugreifen, Fehler eingrenzen und unterstützen, ohne dass sofort ein Servicemonteur vor Ort sein muss.
Zum Projekt gehörten außerdem mehrere Zusatzleistungen. Dazu zählten die Erdgassicherheitsstrecke bis zum Übergang an das vorhandene Gasnetz, ein neuer Rohgaskanal mit separatem Einblasstutzen für Zuschlagstoffe sowie ein seitlicher Treppenaufgang zur Wartungstür der Trommel einschließlich Podest und Geländer.
Abstimmung der Gewerke
Beim Retrofit mussten viele Schnittstellen koordiniert werden. Neben dem Anlagenbauer waren unter anderem Hallenbau, Maschinenverleiher und Spezialfirmen eingebunden. In den Niederlanden werden Asphaltmischanlagen in der Regel eingehaust, um Emissionen wie Staub, Lärm und Schmutz zu reduzieren. Für den Einbau der neuen Komponenten musste die Halle großflächig geöffnet und anschließend wieder geschlossen werden. Diese Arbeiten übernahm eine externe Spezialfirma.
Die Abstimmung der Übergabepunkte war ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Der direkte Austausch zwischen den Beteiligten erleichterte Anfrage, Projektierung und Umsetzung. Von der ersten Anfrage bis zur Vergabe vergingen nach Angaben der Mitteilung nur wenige Wochen; die Umsetzung erfolgte im geplanten Zeitrahmen.




