PSAgA-Sortiment für sichere Arbeiten in der Höhe
Gebäude- + Grundstücksmanagement
Das PSAgA-Sortiment von Krause verbindet persönliche Absturzsicherung mit Steigtechnik, Steigschutzsystemen und Services. Im Fokus stehen Gefährdungsbeurteilung, passende Ausrüstung, sichere Übergänge auf Dächer sowie Prüfung, Unterweisung und Rettung.

Arbeiten in der Höhe gehören in vielen Branchen zum Alltag: an Fassaden, auf Dächern, an technischen Anlagen oder auf höher gelegenen Wartungsebenen. Damit Beschäftigte dabei geschützt sind, müssen Absturzrisiken früh erkannt, fachgerecht bewertet und durch geeignete Maßnahmen reduziert werden. Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, kurz PSAgA, ist dabei ein wichtiger Baustein, wenn technische oder kollektive Schutzmaßnahmen nicht möglich, nicht ausreichend oder nicht durchgehend umsetzbar sind. Das PSAgA-Sortiment von Krause ergänzt die Steigtechnik um Lösungen für persönliche Absturzsicherung und unterstützt Verantwortliche dabei, Arbeiten in der Höhe sicher, praxisnah und regelkonform zu organisieren.
Auswahl beginnt mit der Gefährdungsbeurteilung
Die Auswahl geeigneter PSAgA startet nicht beim einzelnen Produkt, sondern bei der Gefährdungsbeurteilung. Nach Betriebssicherheitsverordnung und Technischen Regeln für Betriebssicherheit müssen Arbeitsmittel, Zugänge und Verfahren so gewählt werden, dass Beschäftigte wirksam geschützt sind. Für Arbeiten in der Höhe sind unter anderem TRBS 2121, DGUV Regel 112-198 und DGUV Regel 112-199 relevant.
Ein Auffanggurt allein ist noch keine sichere Lösung. Erst das Zusammenspiel aus Auffanggurt, Verbindungsmittel, Auffanggerät, geeignetem Anschlagpunkt, korrekter Anwendung und Rettungskonzept sorgt dafür, dass Beschäftigte im Ernstfall geschützt sind. Zur persönlichen Ausrüstung gehören unter anderem Auffanggurte, Komplettgurte, Bandfalldämpfer, Verbindungsmittel, Karabiner, Helme, Rucksäcke sowie Abseil- und Rettungsgeräte. Ergänzend kommen Systemkomponenten für ortsfeste Steigleitern hinzu, etwa Steigschutzschienen, zugelassene Steigschutzläufer und Übergangslösungen für Dächer oder Plattformen.
Steigleitern und PSAgA als System betrachten
Ortsfeste Steigleitern werden genutzt, um Dächer, Maschinenebenen, Silos, Schächte, Wartungsplattformen oder technische Anlagen zu erreichen. Je nach Steighöhe, baulicher Situation, Nutzungshäufigkeit und rechtlichem Rahmen können unterschiedliche Schutzmaßnahmen erforderlich sein. Neben DGUV-Regelwerk und TRBS 2121 sind je nach Einsatzbereich auch Normen wie DIN 18799 oder DIN EN ISO 14122 zu berücksichtigen.
Bei Steigleitern spielt neben dem Rückenschutzkorb die Steigschutzschiene mit Steigschutzläufer eine wichtige Rolle. Der Anwender ist dabei über den Auffanggurt mit einem mitlaufenden Auffanggerät verbunden, das entlang der festen Führung läuft und im Absturzfall blockiert. Steigschutzläufer und Führungsschiene sind dabei keine beliebig austauschbaren Einzelteile, sondern ein geprüftes und zertifiziertes System zur gemeinsamen Verwendung.
Besonders kritisch ist der Übergang von der Steigleiter auf die Dachfläche. Hier endet der senkrechte Aufstieg, während häufig neue Absturzgefahren entstehen. Systemkomponenten wie ein Attikaübergang für Steigschutzschienen oder eine gebogene Steigschutzschiene führen den Anwender bis in den gesicherten Übergangsbereich. Eine selbstschließende Durchgangssperre kann zusätzlich sichern. Erst im geschützten Bereich wird der Steigschutzläufer gelöst, sofern dort ein Seitenschutzgeländer oder ein anderer kollektiver Seitenschutz vorhanden ist. Das »SchutzGeländer-System« kann den gesicherten Aufstieg mit einem kollektiv geschützten Arbeits- oder Verkehrsbereich verbinden.
Prüfung, Unterweisung und Rettung einplanen
PSAgA ist sicherheitskritische Ausrüstung. Sie muss vor jeder Nutzung durch den Anwender kontrolliert und regelmäßig durch eine sachkundige beziehungsweise befähigte Person geprüft werden. Beschädigungen, Verschleiß, falsche Lagerung oder unvollständige Komponenten können die Schutzwirkung beeinträchtigen. Prüfung und Dokumentation gehören deshalb fest zum Einsatz persönlicher Absturzschutzausrüstung.
Ebenso wichtig ist die Unterweisung. Anwender müssen wissen, wie ein Auffanggurt angelegt wird, welche Verbindungsmittel geeignet sind, welche Anschlagpunkte genutzt werden dürfen und welche Gefahren durch Pendelsturz, fehlenden Freiraum oder falsche Anwendung entstehen. Vor Arbeitsbeginn muss zudem geklärt sein, wie eine Person nach einem Sturz gerettet werden kann. Prüfangebote und Seminare der SafetyServices unterstützen Unternehmen dabei, Produkte, Schulung, Kontrolle und Anwendung zu einem nachvollziehbaren Sicherheitsprozess zu verbinden.


