400 Mio. Euro Investition ins Service- und Vertriebsnetz

Artikel vom 22. September 2026
Leichtlastwagen unter 7,5 t

MAN Truck & Bus und seine Partner wollen bis 2030 rund 700 Mio. Euro in das europäische Service- und Vertriebsnetz für Lkw und Busse lenken. Neue und modernisierte Standorte, Elektromobilität, Digitalisierung und kürzere Wege zur Werkstatt stehen im Fokus.

Service-Stationen von MAN wie diese in Schweinfurt bieten ein Höchstmaß an Qualität (Bild: MAN).

Bis Ende 2030 sollen rund 700 Mio. Euro in den Ausbau und die Weiterentwicklung des europäischen Service- und Vertriebsnetzes von MAN Truck & Bus fließen. Das Unternehmen hatte bereits im Frühjahr angekündigt, selbst 300 Mio. Euro in das eigene Netz zu investieren. Nun planen Händler, Service-Partner und Importeure zusätzlich rund 400 Mio. Euro für ihre Servicestandorte in Europa.

Mit den Investitionen sollen neue Stützpunkte entstehen, vorhandene Standorte modernisiert, die regionale Abdeckung verbessert und die Servicequalität weiterentwickelt werden. Rund ein Drittel der geplanten Mittel ist für Elektromobilität und Digitalisierung vorgesehen. Dazu zählen Hochvolt-Schulungen für Service-Beschäftigte, Batteriereparatur-Zentren sowie öffentlich zugängliche Ladepunkte an Niederlassungen.

Friedrich Baumann, Vorstand für Sales und Customer Solutions, bewertet das Programm als deutliches Signal der Partner: »Die Investitionen sind in ihrer Größe beispiellos in der Geschichte von MAN. Es ist ein kraftvolles Programm von MAN und seinen Partnern, die mit ihrem geplanten zusätzlichen Engagement ihr Vertrauen in unsere Produkte und auch die Marke insgesamt sehr deutlich unterstreichen. Unsere Kunden werden davon profitieren und wir werden sie perspektivisch mit einem noch besseren Service unterstützen können.«

Kürzere Wege zur Werkstatt

Ein Ziel der Investitionen ist es, die Nähe zu den Kunden weiter zu verbessern. Künftig sollen fast 80 % der Kunden eine Fahrzeit von weniger als 30 min bis zum nächsten Servicestandort haben. Genannt werden dafür unter anderem Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Spanien und die Türkei.

In besonders logistikintensiven Regionen soll dieses Ziel auch durch neue Stützpunkte erreicht werden. Damit richtet sich das Programm nicht nur auf bestehende Standorte, sondern auch auf zusätzliche Kapazitäten dort, wo Werkstattnähe für Fuhrparks und Transportaufgaben besonders wichtig ist.

Umsetzung hat begonnen

Erste Schritte der Investitionsoffensive sind bereits erfolgt. In Portugal fand nahe Lissabon der Spatenstich für eine neue eigene Vertriebs- und Service-Niederlassung statt. Zusätzlich steht in Litauen die Eröffnung eines neuen Standorts bevor. Dort will die Adampolis Group in Kaunas noch in diesem Jahr einen großen Standort für Vertrieb und Service von MAN-Fahrzeugen in Europa eröffnen.

Das Produktportfolio der Marke umfasst Lkw und Busse mit Diesel- und Zero-Emission-Antrieben, Transporter, Diesel- und Gasmotoren sowie Dienstleistungen rund um Personenbeförderung und Gütertransport. Das Unternehmen gehört zur Traton Group und beschäftigt weltweit rund 32.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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