Bosch Rexroth und Kawasaki kooperieren

Artikel vom 28. September 2026
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Bosch Rexroth und Kawasaki Heavy Industries planen eine technologische Zusammenarbeit für Off-Highway-Maschinen. Im Fokus stehen Hydraulik, Elektrifizierung, Software, autonome Funktionen, Datenaustausch sowie Wasserstofflösungen für Baumaschinen.

Unterzeichneten die Vereinbarung am 22. September 2026 in Stuttgart: Yoshimoto Matsuda, Kawasaki Heavy Industries, und Steffen Haack. (Bild: Bosch Rexroth)

Die Vereinbarung wurde am 22. September 2026 in Stuttgart unterzeichnet. Sie führt das Memorandum of Understanding fort, das die Unternehmen am 2. März 2026 in Las Vegas abgeschlossen hatten. Die konkreten Initiativen stehen nach Angaben der Beteiligten unter laufender kartellrechtlicher Prüfung.

Ziel der geplanten Partnerschaft ist es, Innovationen und Nachhaltigkeit im Off-Highway-Segment voranzubringen. Dafür sollen Systemkompetenz, Elektronik, Software und ein Elektrik-Portfolio mit Mobilhydraulik und spezifischem Know-how für Baggersysteme zusammengeführt werden. Die Unternehmen adressieren damit zentrale Anforderungen der Branche: mehr Arbeitssicherheit auf Baustellen, autonomen Maschinenbetrieb, durchgängigen Datenaustausch und den Übergang zu nachhaltigeren Energiequellen.

Systeme für Hydraulik, Elektrik und Software

Im Mittelpunkt steht die Integration von Hydraulik-, Elektrifizierungs- und Softwarelösungen in Baumaschinen. Offene Systeme und Schnittstellen sollen dabei helfen, neue Funktionen schneller in bestehende Fahrzeugplattformen und in Plattformen künftiger Generationen einzubinden. Für Hersteller kann das die Abstimmung unterschiedlicher Maschinenfunktionen erleichtern – von der Steuerung über elektrische Antriebs- und Regelungstechnik bis hin zu digitalen Anwendungen.

Autonomer Betrieb und Datenaustausch

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitalen Lösungen für den Maschinenbetrieb. Genannt werden unter anderem ein nahtloser Datenaustausch, höhere Sicherheit bei autonomen Funktionen und moderne Anwendungen für die Maschinensteuerung. Damit rücken Themen wie Telemetrie, vernetzte Komponenten und Schnittstellen ins Internet der Dinge stärker in den Fokus.

Wasserstoff als weiteres Handlungsfeld

Neben Mobilelektrik und digitalen Funktionen zählen auch Wasserstofflösungen zu den geplanten Themenfeldern. In der Mitteilung werden insbesondere Wasserstofftankstellen als Beispiel genannt. Damit soll die Zusammenarbeit nicht nur den Maschinenbetrieb selbst, sondern auch die zugehörige Energieinfrastruktur berücksichtigen.

Der Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien bündelt Anwendungserfahrung in mobilen und industriellen Anwendungen sowie in der Fabrikautomation. Zum Portfolio gehören Hydraulik, elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik, Getriebetechnik, Linear- und Montagetechnik sowie Software und Schnittstellen für vernetzbare Anwendungen. 2025 beschäftigte das Unternehmen rund 31.900 Mitarbeitende und erwirtschaftete einen Umsatz von 6,5 Mrd. Euro.

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