Autonome Mähtechnik für große Grünflächen

Artikel vom 6. Oktober 2026
Mähroboter

Segway Navimow hat die Technik des kommenden »Terranox PM1400« vorgestellt. Das Modell richtet sich an gewerbliche Anwender, Kommunen, Sportstätten und Golfanlagen, die große Rasenflächen autonom pflegen möchten.

Mit dem »Terranox PM1400« bietet Segway Navimow einen autonomen Profi-Mähroboter, der auf fünfteiliges Mähwerksdesign setzt. (Bild: Segway Navimow)

Auf der vergangenen GaLaBau in Nürnberg wurde eine Technologievorschau auf den kommenden »Terranox PM1400« gezeigt. Segway Navimow positioniert das Modell für den professionellen Garten- und Landschaftsbau, kommunale Flächen, Sportstätten, Solarparks und Golfplatz-Fairways. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Rasenpflege auf großen öffentlichen und privaten Arealen automatisieren lässt, wenn Betriebe zugleich mit steigenden Kosten und fehlendem Personal umgehen müssen.

Der gewerbliche Mähroboter ist für weitläufige Rasenflächen ausgelegt und soll auch unter höherer Belastung produktiv arbeiten. Dafür setzt die Maschine auf eine gestaffelte Schneidestruktur mit fünf Mähscheiben. Mehrere kleinere Scheiben teilen den Schnittbereich auf. Das soll die Empfindlichkeit gegenüber Unebenheiten verringern und zugleich eine große Schnittbreite ermöglichen.

Ein weiteres technisches Merkmal ist die Hinterradlenkung. Sie soll enge und agile Wendemanöver unterstützen, ohne die große Schnittbreite aufzugeben. Dadurch werden ausladende Schwenkbewegungen reduziert, wie sie bei breiten Geräten sonst bei Richtungswechseln auftreten können. In der Praxis zielt die Konstruktion darauf ab, den Bedarf an manuellem Nachmähen auf großen Funktionsflächen deutlich zu senken.

Wartung als Teil des Arbeitsalltags

Bei gewerblichen Mährobotern ist die Wartung nicht nur eine gelegentliche Aufgabe, sondern Bestandteil des täglichen Betriebs. Deshalb wurde der Zugang zur Unterseite des Roboters in die mechanische Architektur integriert. Ein unterstütztes Hebesystem soll Inspektionen am Mähwerk und an den Messern, das Entfernen von Schnittgut sowie den Austausch von Teilen erleichtern.

Der Ansatz verbindet Produktivität nicht nur mit schnellerem Mähen, sondern auch mit kürzeren Wartungsunterbrechungen. Regelmäßige Kontrollen sollen einfacher und standardisierter ablaufen. Das ist vor allem dort relevant, wo mehrere Flächen oder große Areale kontinuierlich gepflegt werden müssen.

»H5 Pro« für anspruchsvolle Privat- und leichte Gewerbeflächen

Neben der Vorschau auf das größere Modell wurde auch der »H5 Pro« vorgeführt. Er ist als Lösung zwischen anspruchsvollen Privatgrundstücken und leichtem gewerblichem Einsatz beschrieben. Der Mähroboter verfügt über den ausfahrbaren Roboterarm »Edge Maestro«, der bündiges Kantenmähen an Wänden und Kanten ermöglichen soll. Dadurch kann manuelles Nacharbeiten mit dem Rasentrimmer entfallen.

Für komplexes Gelände nutzt das Gerät den »Xero-Turn«-Allradantrieb. Laut Presseinformation bewältigt der Roboter Steigungen von bis zu 80 % beziehungsweise 38,6° und verfügt über Zero-Turn-Fähigkeit. Das soll ein Durchdrehen der Räder verringern und Rasenschäden an empfindlichen Hängen vermeiden.

Verfügbarkeit und Einsatzfelder

Das größere Modell befindet sich derzeit in der Entwicklung und soll voraussichtlich Anfang 2027 auf den Markt kommen. Angaben zur Verfügbarkeit und zu den endgültigen Produkteigenschaften sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Das Portfolio des Anbieters umfasst nach eigenen Angaben Serien für den privaten Einsatz sowie eine gewerbliche Baureihe für den professionellen Garten- und Landschaftsbau. Die Systeme arbeiten ohne physischen Begrenzungsdraht und nutzen je nach Ausführung Technologien wie UWB, visuelle Navigation, RTK oder 3D-LiDAR. Bildunterschriften wurden im bereitgestellten Material nicht gefunden.

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