Kompakte Fahrzeugtechnik für kommunale Aufgaben
Kommunaltraktoren und Geräteträger klein
Der italienische Hersteller Durso bietet seinen kompakten Geräteträger »Multimobil« mit 75 oder 150 PS sowie in unterschiedlichen Gewichts- und Geschwindigkeitsklassen an. Mit zuschaltbarem Allradantrieb, Kriech- und Schnellgang sowie winterdiensttauglicher Ausstattung ist das Fahrzeug für vielseitige kommunale Transport- und Arbeitsaufgaben ausgelegt.

Die Fahrzeuge der »Multimobil«-Baureihe bilden den Kern der Durso-Flotte. (Bild: Kuhn Fachmedien).
Mit dem »Multimobil« bietet der italienische Hersteller Durso ein kompaktes Fahrzeugkonzept für unterschiedliche kommunale Anwendungen an. Das 1975 gegründete Unternehmen mit Sitz in der Region Kampanien fertigt seine Geräteträger nahe Salerno und hat sein Programm im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Neben verschiedenen Motorisierungen stehen unterschiedliche Fahrzeug- und Zulassungsvarianten zur Verfügung, mit denen sich das Modell an verschiedene Transport- und Arbeitsaufgaben anpassen lässt.
Für den »Multimobil« bietet Durso zwei Dieselmotoren an. Die kleinere Motorisierung ist ein Kohler KDI 2504 TCR mit 55,4 kW (75 PS), der die Anforderungen der Abgasnorm Stage V erfüllt. Alternativ steht ein FPT S3.0 mit 110 kW (150 PS) nach Euro 6 zur Verfügung. Die Kraftübertragung erfolgt über ein mechanisches Sechsganggetriebe von IVECO. Ein zweistufiges Untersetzungsgetriebe ermöglicht den Wechsel zwischen Kriech- und Schnellgang. Der zuschaltbare Vorderachsantrieb erweitert die Einsatzmöglichkeiten auf unbefestigten oder schwierigen Untergründen.
Unterschiedliche Gewichts- und Geschwindigkeitsklassen
Je nach Fahrzeugausführung unterscheiden sich die zulässigen Gesamtgewichte und Höchstgeschwindigkeiten. Für die Version »35/M3.75« nennt Durso ein zulässiges Gesamtgewicht von 3500 kg und eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Die Ausführung »55/M5.75« erreicht bei 5500 kg bis zu 90 km/h. Beim schwereren »65/M6.75« beträgt das zulässige Gesamtgewicht 6500 kg, während die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt ist.
Damit stehen für unterschiedliche Anforderungen passende Konfigurationen zur Verfügung. Die leichteren Ausführungen ermöglichen höhere Fahrgeschwindigkeiten auf dem Weg zum Einsatzort, während die schwerere Variante zusätzliche Reserven für Nutzlast und Aufbau bietet. Bei der Ausführung mit 6.500 kg zulässigem Gesamtgewicht nennt der Hersteller eine Nutzlast von bis zu 4.000 kg. Abhängig von der Zulassungsart können weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten.
Auch die Fahrwerkskonstruktion ist auf wechselnde Einsatzbedingungen ausgelegt. Durso verwendet einen verschraubten Rahmen aus hochfestem Strenx-Stahl. Parabelfedern mit Stoßdämpfern übernehmen die Federung, während hydraulische Scheibenbremsen mit Unterdruckverstärker für die Verzögerung sorgen. Eine hydraulische Servolenkung unterstützt das Manövrieren, insbesondere auf beengten Verkehrs- und Arbeitsflächen.
Die Fahrerkabine bietet drei zugelassene Sitzplätze und ist unter anderem mit Heizung sowie elektrischen Fensterhebern ausgestattet. Für den Einsatz bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen hat Durso sein Fahrzeugprogramm zudem um winterdiensttaugliche Ausrüstung erweitert. Damit lässt sich der »Multimobil« neben Transportaufgaben auch für saisonale kommunale Arbeiten konfigurieren.
Durch die Kombination aus kompakten Abmessungen, unterschiedlichen Gewichtsklassen und variabler Antriebstechnik richtet sich das Fahrzeugkonzept insbesondere an Kommunen und Dienstleister, die sowohl im innerstädtischen Bereich als auch auf weniger gut befestigten Wegen tätig sind. Die verschiedenen Ausführungen ermöglichen dabei eine Anpassung an die jeweiligen Anforderungen hinsichtlich Nutzlast, Fahrgeschwindigkeit und Arbeitseinsatz.



