Streusalz automatisiert lagern und verwalten
Winterdienst-Zubehör
Streusalz muss im Winterdienst jederzeit verfügbar sein – auch bei kurzfristig steigendem Bedarf. Automatisierte Lager- und Ausgabesysteme erleichtern die Versorgung der Einsatzfahrzeuge und ermöglichen eine genaue Kontrolle der Bestände. Agristrade verbindet dafür Streusalzsilos mit digitaler Überwachung und ergänzender Soletechnik.

Soleerzeuger »Speed Brine« mit Wägezellen zur vollautomatischen Aufbereitung von Sole in der Stadt Sulzbach-Rosenberg (Bild: Agristrade).
Eine effiziente Streustofflogistik beginnt bei der Lagerung. Besonders bei mehreren Einsatzstandorten kommt es darauf an, Salzbestände zuverlässig zu erfassen, Entnahmen zu dokumentieren und Winterdienstfahrzeuge möglichst ohne Wartezeiten zu beladen. Agristrade bietet hierfür geschlossene Streusalzsilos mit automatisierter Ausgabe sowie Systeme zur Soleaufbereitung und Flüssiglagerung an.
Automatisierte Silos für unterschiedliche Lagerkapazitäten
Die geschlossenen Streusalzsilos bestehen aus emailliertem Stahl, dessen Beschichtung die Konstruktion vor der korrosiven Wirkung salzhaltiger Auftaumittel schützt. Die Bauweise ermöglicht eine witterungsgeschützte Lagerung. Auch Standorte mit besonderen Anforderungen an den Gewässerschutz kommen bei entsprechender Planung und Genehmigung infrage.
Neben großen Anlagen mit Lagerkapazitäten von 160 bis 750 t hat Agristrade auch kleinere Silos ab 70 t für Kommunen und andere Straßenbaulastträger beschrieben.
Präzise Wiegeeinrichtungen erfassen die gelagerten und entnommenen Salzmengen. Ein computergestütztes Managementsystem ermöglicht die automatische Ausgabe im Selbstbedienungsbetrieb. Dadurch können Winterdienstfahrzeuge bedarfsgerecht beladen werden. Auch eine gemeinsame Nutzung durch mehrere Straßenmeistereien oder benachbarte Straßenverwaltungen ist möglich.
»AgriWorld« überwacht Bestände und Entnahmen
Zur digitalen Überwachung der Lageranlagen dient das System »AgriWorld«. Es erfasst Bestände und Warenbewegungen sowohl in Streusalzsilos als auch in Anlagen zur Lagerung flüssiger Auftaumittel.
Berechtigte Anwender können die Daten verschiedener Standorte zentral abrufen und historische Befüllungen sowie Entnahmen auswerten. Damit unterstützt das System die Bestandskontrolle und die Planung des Streustoffnachschubs.
Ergänzend sind je nach Anlagenausstattung Fernsteuerungs-, Diagnose- und Wartungsfunktionen möglich. Das erleichtert die Betreuung räumlich verteilter Lagerstandorte.
Soleaufbereitung und Flüssiglagerung
Für die Herstellung flüssiger Auftaumittel bietet Agristrade unter anderem die Anlage »Speed Brine« an. Sie arbeitet mit Venturi-Düsen und ist mit einem Tankvolumen von 5.000 oder 10.000 l beschrieben.
Nach Herstellerangaben lassen sich 10.000 l Natriumchloridlösung in 20 bis 40 min herstellen. Die Dauer hängt unter anderem von der Salzreinheit und den Betriebstemperaturen ab. Für dieselbe Menge Calciumchloridlösung nennt Agristrade etwa 5 min. Eine integrierte Abscheidung ermöglicht die Entfernung eines Großteils der unlöslichen Salzrückstände.
Zum Anlagenprogramm gehören außerdem automatisierte Systeme zur Solelagerung. Dokumentierte Projektlösungen umfassen beispielsweise Lagertanks mit 40.000 und 140.000 l Fassungsvermögen.
Mit der Kombination aus geschützter Streusalzlagerung, automatisierter Entnahme, digitaler Bestandsüberwachung und Soletechnik lassen sich unterschiedliche Anforderungen der kommunalen Streustoffversorgung abdecken.


