Mehr Komfort für die tägliche Kehrarbeit

Artikel vom 28. Oktober 2026
Kompaktkehrmaschinen < 2,5 m³

Die Kompaktkehrmaschine »R2« von Ravo verbindet ein wendiges Fahrwerk mit einem auf den innerstädtischen Einsatz ausgelegten Kehrsystem. Für die aktuelle Ausführung dokumentiert der Hersteller verschiedene Verbesserungen an der Kehrgutaufnahme, der Wartungsfreundlichkeit und der Bedienung.

Die Kompaktkehrmaschine »R2« von RAVO wurde unter anderem hinsichtlich der Kehrgutaufnahme, Wartung und Bedienung weiterentwickelt. (Bild: RAVO)

Die »R2« gehört mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 5,3 t zur Klasse der kompakten Straßenkehrmaschinen. Der Kehrgutbehälter fasst 2 m³, während der Frischwassertank in der Grundausführung 300 l aufnimmt. Je nach Ausstattung lässt sich die Wasserkapazität erweitern. Die Maschine erreicht im Fahrbetrieb je nach Ausführung bis zu 50 km/h und arbeitet beim Kehren mit Geschwindigkeiten von bis zu 15 km/h.

Eine Besonderheit ist das patentierte »Push-Pull«-Kehrsystem. Dabei sind die Tellerbesen auf drehbaren Trägern montiert und können unabhängig voneinander positioniert werden. So lassen sich auch schwer zugängliche Bereiche an Bordsteinen, Verkehrsinseln oder zwischen Hindernissen bearbeiten. Die reguläre Kehrbreite beträgt 1280 bis 2450 mm. Mit einem optionalen dritten Besen erweitert sie sich auf bis zu 2900 mm.

Für die Kehrgutaufnahme nutzt die Maschine eine direkte Saugluftführung mit einem geraden Saugrohr von 250 mm Durchmesser. Eine leistungsfähige Saugturbine mit einem angegebenen Luftvolumenstrom von 13.000 m³/h unterstützt die Aufnahme von Schmutz, Laub und gröberem Kehrgut. Das Saugsystem ist mit einer verstärkten Saugöffnung ausgestattet.

Die »R2« kann im Kehrbetrieb mit Zwei- oder Vierradlenkung gefahren werden. Bei der Straßenfahrt richtet die automatische Hinterachs-Rückstellung die Räder wieder gerade aus. Der Wendekreis beträgt nach Herstellerangaben 6,3 m zwischen Bordsteinen beziehungsweise 7,4 m zwischen Wänden. Die kompakte Bauweise und der kurze hintere Überhang erleichtern das Manövrieren in engen innerstädtischen Bereichen.

Für den Antrieb stehen unterschiedliche Diesel- und Benzinmotoren zur Verfügung. Zu den angebotenen Varianten gehören ein Kubota-Dieselmotor mit 55,4 kW sowie ein VM-Dieselmotor mit 62 kW. Eine weitere Ausführung nutzt einen Kubota-Benzinmotor mit 65 kW. Die tatsächliche Motorisierung richtet sich nach Markt und Fahrzeugkonfiguration.

Modellpflege verbessert Effizienz und Wartung

Für 2026 hat Ravo die Konstruktion des Kehrgutbehälters überarbeitet. Eine neue Leitplatte soll die Führung des aufgenommenen Materials verbessern und eine gleichmäßigere Befüllung ermöglichen. Das ebenfalls überarbeitete Recyclinggitter ist nun klappbar ausgeführt, sodass es sich bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten leichter erreichen lässt.

Eine weitere Neuerung ist die serienmäßige automatische Start-Stopp-Funktion für Besen und Wasserzufuhr. Wird der Kehrvorgang unterbrochen, beispielsweise an einer Ampel, werden die entsprechenden Funktionen automatisch angehalten. Dadurch sollen Wasserverbrauch und Besenverschleiß reduziert werden.

Auch der Fahrerarbeitsplatz wurde angepasst. Ein überarbeiteter Einstieg erleichtert den Zugang zur Kabine. Neue Sitze für Fahrer und Beifahrer, darunter ein gefederter Beifahrersitz, sollen den Komfort bei längeren Einsätzen erhöhen. Optional ist ein zusätzlicher Stauraumkasten in der Kabine erhältlich. Neue Front- und Heckleuchten verbessern die Sichtbarkeit des Fahrzeugs und die Ausleuchtung des Arbeitsbereichs.

Zur weiteren Ausstattung gehören eine automatische Klimaanlage, Rückfahr- und Saugmundkamera sowie verschiedene Spiegel und Sichtfenster. Die großflächige Verglasung unterstützt die Übersicht auf die Kehrbesen und den unmittelbaren Fahrzeugbereich.

Für den Kehrbetrieb stehen die drei Betriebsarten »Standard«, »EcoMode« und »BoostMode« zur Verfügung. Nach Herstellerangaben lassen sich im »EcoMode« gegenüber einer intensiven Betriebsart bis zu 50 % Kraftstoff einsparen. Ein Wasserrückführungssystem sammelt gebrauchtes Wasser und führt es erneut dem Saugmund zu. Die Maschine erhielt bei der EUnited-Prüfung der Feinstaubemissionen die höchste Bewertung von vier Sternen für PM10 und PM2,5.

Über eine flexible Frontaufnahme kann die »R2« außerdem für weitere kommunale Aufgaben ausgerüstet werden. Zum Angebot gehören unter anderem ein dritter Kehrbesen, eine Einheit zur mechanischen Wildkrautbeseitigung, ein Waschsystem mit Hochdruckpumpe sowie Anbaugeräte für den Winterdienst. Dazu zählen Schneeräumschild, Kehrbürste und Streugerät.

Mit der aktuellen Modellpflege konzentriert sich Ravo auf eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Kehrtechnik, vereinfachte Wartungsarbeiten und mehr Bedienkomfort. Die Kombination aus variabler Kehrbreite, wendigem Fahrwerk und wechselbaren Arbeitsgeräten macht die »R2« insbesondere für die regelmäßige Reinigung innerstädtischer Verkehrsflächen interessant.

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