Transportflotte im Einsatz in Brasilien

Artikel vom 3. November 2026
Fahrzeuge

TII Kamag liefert sechs »Slag Pot Carrier« für ein Nickelwerk in Brasilien. Die Spezialfahrzeuge transportieren künftig heiße Schlacke zur Deponie und verbinden 140 t Nutzlast mit digitaler Zustandsüberwachung, Servicekonzept und Ersatzteilversorgung.

Die Fahrzeuge wurden auf die anspruchsvollen Einsatzbedingungen in einem brasilianischen Nickelwerk abgestimmt. (Bild: TII Group)

Ein brasilianisches Bergbauunternehmen erneuert seine Transportflotte für den Schlackentransport. Bestellt wurden sechs »Kamag Slag Pot Carrier« in U-Rahmen-Bauweise, die künftig heiße Schlacke zwischen der Produktionsanlage eines Nickelwerks und einer entfernt gelegenen Deponie bewegen. TII Kamag verbindet bei dem Projekt Fahrzeugtechnik, digitale Zustandsüberwachung, lokale Serviceunterstützung und eine projektbezogene Ersatzteilversorgung für die ersten Betriebsjahre.

Die Spezialfahrzeuge sind auf eine Nutzlast von jeweils 140 t ausgelegt und nehmen Schlackenkübel mit einem Volumen von bis zu 30 m³ auf. Die Transportstrecke im Werk ist rund einen Kilometer lang und umfasst Steigungen von bis zu fünf %. Dafür werden die Fahrzeuge erstmals in dieser Baureihe mit Caterpillar-C18-Dieselmotoren ausgestattet. Die Aggregate leisten 429 kW und bieten damit Reserven für den Transport schwerer Lasten auf der anspruchsvollen Strecke.

Technik für lange Transportwege

Zur Betriebssicherheit trägt ein Reifendruckkontrollsystem bei. Es überwacht den Zustand der Reifen kontinuierlich, sodass Abweichungen frühzeitig erkannt werden können. Gerade auf langen Wegen und bei einer entfernt gelegenen Deponie hilft das, ungeplante Stillstände zu vermeiden.

Auch die Bremsanlage ist auf wiederholte Fahrten mit voller Last ausgelegt. Ölbad-Lamellenbremsen sorgen für eine konstante Bremsleistung bei Bergabfahrten und reduzieren zugleich den Verschleiß. Die U-Rahmen-Bauweise unterstützt kurze Hubwege bei der Aufnahme der Schlackepfannen und erleichtert damit schnelle Transportabläufe.

Digitale Vernetzung und Service vor Ort

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die digitale Fahrzeugvernetzung. Über »Kamag Connect« werden Betriebs- und Fehlermeldungen übertragen. Wartungsbedarfe lassen sich so früher erkennen, und Serviceeinsätze können gezielter vorbereitet werden. Diagnosedaten stehen bereits vor dem Eintreffen eines Servicetechnikers zur Verfügung, was die Reaktionszeiten verkürzen und die Verfügbarkeit der Flotte unterstützen kann.

Ergänzt wird die Vernetzung durch eine projektbezogene Ersatzteilversorgung für die ersten fünf Betriebsjahre. Vertrieb, Projektkoordination und Service erfolgen gemeinsam mit dem lokalen Partner Rimac, der den Kunden in Brasilien betreut. Die Auslieferung der sechs Fahrzeuge läuft schrittweise: Die erste Einheit ist bereits auf dem Weg nach Brasilien, zwei weitere wurden fertiggestellt. Die übrigen Fahrzeuge sollen bis Ende 2026 folgen.

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