Technik für effiziente und autonome Nutzfahrzeuge
Leichtlastwagen unter 7,5 t
Aumovio zeigt auf der IAA Transportation 2026 Ansätze für wirtschaftlichere Nutzfahrzeuge und Flotten. Im Fokus stehen Effizienz, softwaredefinierte Fahrzeugarchitekturen, autonomes Fahren, Elektrifizierung sowie das »VDO Ecosystem« für vernetzte Flottenprozesse.

Das VDO-Ökosystem vernetzt Fahrerinnen und Fahrer, Fahrzeuge und Flotten (Bild: Aumovio).
Steigende Kosten, Fahrermangel, neue regulatorische Anforderungen und der Hochlauf alternativer Antriebe setzen die Transportbranche unter Druck. Auf der IAA Transportation 2026 in Hannover zeigt Aumovio vom 14. bis 20. September, wie daraus nutzbare Lösungen für Nutzfahrzeughersteller und Flotten entstehen können. Der Auftritt in Halle 11, Stand D06, sowie auf der Außenfläche, Stand R61, bündelt vier Themen: Effizienz, softwaredefinierte Nutzfahrzeuge, sicheres und autonomes Fahren sowie Elektrifizierung.
Compliance-Daten für effizientere Flottenprozesse
Bei der Effizienz geht es vor allem darum, gesetzliche Vorgaben und den Alltag im Flottenbetrieb besser miteinander zu verbinden. Das »VDO Ecosystem« vernetzt Tachograph, Flottenservices und Mautlösungen über den »VDO Link«. Fahrdaten lassen sich automatisiert verarbeiten, manuelle Arbeitsschritte werden reduziert und Compliance-Daten können für operative Abläufe genutzt werden. Aus der Pflichtdokumentation entstehen so Daten für Kostensteuerung, Prozessqualität und Flottenmanagement.
Der Übergang zu softwaredefinierten Nutzfahrzeugen verändert Entwicklung, Integration und Betrieb. Das gezeigte Konzept verbindet Hardware, Software, Architekturplattformen und Services. Dazu gehören Hochleistungsrechner, Konnektivität und Over-the-Air-Funktionen. Nutzfahrzeughersteller sollen dadurch Entwicklungszyklen verkürzen, neue Funktionen schneller verfügbar machen und komplexe Fahrzeugarchitekturen besser handhaben können.
Autonome Lkw-Systeme und integrierte Hardware
Beim autonomen Fahren steht die Partnerschaft mit Aurora im Mittelpunkt. Gemeinsam arbeiten die Unternehmen an einem skalierbaren System für autonomes Fahren im Nutzfahrzeugbereich, das 2027 auf amerikanischen Highways eingesetzt werden soll. Es richtet sich an Spediteure und kommerzielle Flottenbetreiber in den USA und soll den Hub-to-Hub-Verkehr unterstützen.
Die technische Basis bildet ein modulares Hardware-Kit für die Integration des »Aurora Driver«. Dazu zählen Radar- und Kamerasensorik, Hochleistungsrechner, Steuergeräte für assistiertes und automatisiertes Fahren, Telematik-Einheiten sowie ein redundantes Rückfallsystem. Ergänzend übernimmt der Anbieter Systemintegration, Industrialisierung, Fertigung auf Automotive-Niveau und Validierungsprozesse.
Elektrifizierung vom Fahrzeug bis zum Depot
Für die Elektrifizierung werden Komponenten für Hersteller und Ladelösungen für Flottenbetreiber gezeigt. Im Fokus stehen Batteriemanagementsysteme, Zellkontaktierungssysteme und DC/DC-Wandler, ergänzt durch Software sowie Leistungen für Systemintegration und Industrialisierung. Unter der Marke VDO kommen außerdem Ladelösungen für Flottendepots sowie Dienste und Apps zur Batterieladeüberwachung über die »VDO Fleet Cloud-Plattform« hinzu.
Ziel ist es, Reichweite, Verfügbarkeit und Betriebskosten elektrischer Nutzfahrzeuge zu verbessern und Flotten bei der Planung ihrer Energieinfrastruktur zu unterstützen. Über alle vier Themen hinweg werden die Technologien nicht als Einzellösungen dargestellt, sondern als vernetztes System entlang des Fahrzeuglebenszyklus – von der Entwicklung beim Hersteller bis zum Einsatz in der Flotte.



