»Komatsu iMC 3.0« unterstützt Erdarbeiten am Campus Rosenheim
Erdbewegungsmaschinen
Beim Neubau des Technologie- und Studierendenzentrums der TH Rosenheim übernimmt Hälbich Dienstleistungen GmbH umfangreiche Erdarbeiten. Der »Komatsu PC220LCi-12« bringt dabei intelligente Maschinensteuerung auf die Baustelle und unterstützt präzise Aushubprozesse.

Der 24-Tonnen-Bagger im Einsatz auf der Großbaustelle der TH Rosenheim bei präzisen Aushubarbeiten (Bild: Kuhn Baumaschinen Deutschland GmbH).
Auf dem Gelände der ehemaligen Bogensiedlung zwischen Hochschulstraße und Westerndorfer Straße entsteht für die Technische Hochschule Rosenheim ein Technologie- und Studierendenzentrum. Für das Projekt sind rund 90.000 m³ Aushub vorgesehen. Geplant ist ein Gebäudekomplex in hybrider Holzbauweise mit Forschungs- und Lehrlaboren, Maschinenhallen, Studienberatung, Sozialberatung, Career-Center, Mensa und digitalem Lernzentrum. Die Anlage soll das Nachhaltigkeitszertifikat BNB Gold erhalten; die Fertigstellung ist für 2027/2028 vorgesehen.
Erdarbeiten mit digital unterstütztem Maschinenverbund
Die Hälbich Dienstleistungen GmbH übernimmt Aushub und Erdarbeiten auf dem Campusareal. Der Betrieb aus Eiselfing ist seit 1992 im oberbayerischen Tiefbau aktiv, beschäftigt 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet auf bis zu zehn Baustellen parallel. Das Leistungsspektrum reicht von Rodung und Aushub über Straßenpflege und Landschaftsbau bis zur klimaneutralen Nahwärmeversorgung für die Region. Als anerkannter Ausbildungsbetrieb setzt das Unternehmen auf einen modernen Fuhr- und Maschinenpark.
Auf der Baustelle kommen drei Komatsu-Maschinen koordiniert zum Einsatz: eine »D71PXi-24«, ein »PC290NLCi-11« und ein neu angeschaffter 24-Tonnen-Bagger mit »iMC 3.0«. Der Maschinenverbund soll Aushub, Transport und Flächengestaltung auf dem weitläufigen Areal aufeinander abstimmen und die Arbeit bei großen Erdbewegungen planbarer machen.
Maschinensteuerung für Solltiefe, Spurführung und Ladespiele
Der »Komatsu PC220LCi-12« verfügt über eine neu gestaltete, größere Fahrerkabine und die vollständig integrierte intelligente Maschinensteuerung »iMC 3.0«. Die Abziehsteuerung kontrolliert den Ausleger automatisch, sodass sich der Fahrer auf Schwenken und Fahren konzentrieren kann, während die Maschine auf Solltiefe arbeitet. Ergänzend unterstützen »Auto Swing-to-Line«, »3D-Arbeitsraumbegrenzung Control« für automatische Höhen- und Tiefenbegrenzung sowie »Travel-Along-Line« für die Spurführung beim Graben.
Zur digitalen Ausstattung gehört außerdem eine Nutzlastwaage mit einer Genauigkeit von ±5 Prozent. Sie unterstützt wirtschaftlichere Ladespiele und eine nachvollziehbare Dokumentation. Mit 129 kW beziehungsweise 174 PS und einem »P+«-Modus ist die Maschine für den Einsatz auf dem Campusareal ausgelegt, auf dem präzise Erdarbeiten und ein abgestimmter Bauablauf gefragt sind.
Einsatzplanung und Betreuung
Aus dem laufenden Betrieb werden vor allem Leistung, Bedienbarkeit, GPS-Steuerung und Dieselverbrauch hervorgehoben. Geplant sind rund 1.500 Bh p.a. für das Projekt. Da wechselnde Fahrerinnen und Fahrer eingesetzt werden, spielt die intuitive Bedienung eine wichtige Rolle. Automatische Begrenzungsfunktionen können unterschiedliche Erfahrungsniveaus ausgleichen und helfen, Fehler frühzeitig zu vermeiden.
Die Beratung und Betreuung durch Kuhn Baumaschinen Deutschland floss in die Beschaffung ein. Genannt werden die Kriterien Leistung, Preis-Leistungs-Verhältnis, Service, Technologie und Nachhaltigkeit. Damit verbindet das Projekt klassische Erdarbeiten mit digital unterstützter Maschinenführung auf einer Hochschulbaustelle, die Bildung, Forschung und Infrastruktur in Rosenheim erweitern soll.



