ZF zeigt eine Weltpremiere auf der IAA Transportation 2026

Artikel vom 16. September 2026
Lastwagen über 7,5 t

ZF zeigt mit »MAXX Uniper« eine Druckluftscheibenbremse für schwere Nutzfahrzeuge. Die für Euro 7 ausgelegte Lösung soll PM10-Bremsstaub mit beschichteter Scheibe um bis zu 65 % reduzieren und erreicht bis zu 30.000 Nm Bremsmoment. Der Produktionsstart ist für 2027 vorgesehen.

Die Druckluftscheibenbremse verbindet reduzierte Bremsstaubemissionen mit einem Bremsmoment von bis zu 30.000 Nm für schwere Nutzfahrzeuge. (Bild: ZF)

Die neue Druckluftscheibenbremse »MAXX Uniper« ist für schwere Nutzfahrzeuge ausgelegt und auf die Anforderungen von Euro 7 vorbereitet. In Kombination mit einer speziell beschichteten Bremsscheibe reduziert sie PM10-Bremsstaubemissionen um bis zu 65 %. Zugleich erreicht das System ein Bremsmoment von bis zu 30.000 Nm und ist damit für anspruchsvolle Anwendungen im Schwerlastbereich vorgesehen.

Der Hersteller ordnet die Bremse als nächste Generation seiner Druckluftscheibenbremsplattform ein. Grundlage ist eine Einstempel-Bauweise, mit der das Unternehmen seit mehr als 30 Jahren arbeitet. Insgesamt wurden nach Unternehmensangaben bereits zwölf Millionen Einheiten dieser Technologie verkauft. Die Konstruktion soll eine konstante Bremsleistung unter wechselnden Einsatzbedingungen ermöglichen und gleichzeitig Anforderungen an Betrieb, Wartung und Integration berücksichtigen.

Kompakte Bauweise und geregeltes Lüftspiel

Ein zentrales Element ist die bidirektionale Nachstelleinheit. Sie regelt das Lüftspiel zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe, unterstützt einen gleichmäßigen Belagverschleiß und reduziert das Risiko einer Übernachstellung. Die Einheit wurde unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen getestet und validiert.

Die kompakte Bauweise kommt mit weniger Bauteilen aus. Das soll die Zuverlässigkeit erhöhen und die Wartung vereinfachen. Ein neues Träger- und Bremsbelagsystem erleichtert den Wechsel der Bremsbeläge. Für Flottenbetreiber kann das im Betrieb kürzere Servicezeiten und eine bessere Planbarkeit der Wartung bedeuten.

Modulares Konzept für globale Plattformen

Die modulare Architektur ist darauf ausgelegt, ein einheitliches Druckluftscheibenbremskonzept über globale Fahrzeugplattformen hinweg einzusetzen. Fahrzeughersteller können die Technik dadurch in unterschiedlichen Anwendungen für schwere Nutzfahrzeuge nutzen und Applikations- sowie Freigabeaufwände reduzieren.

Optional ist ein kontinuierlicher Verschleißsensor nach dem Plug-and-play-Prinzip erhältlich. Der Sensor ist austauschbar und kommt ohne Kalibrierung aus. Er soll den Wartungsaufwand senken und zur Fahrzeugverfügbarkeit beitragen. Eine robuste Abdichtung schützt die Bremse vor Schmutz und Fremdkörpern, auch bei Einsätzen in belastenden Umgebungen.

Beitrag zu Euro 7 und elektrifizierten Fahrzeugsystemen

Die Bremse ist Teil eines Technologieportfolios, mit dem Nutzfahrzeughersteller bei der Umsetzung der Euro-7-Anforderungen unterstützt werden sollen. Neben der Reduzierung von Bremsstaubemissionen spielt dabei auch die Einbindung in integrierte Achssysteme eine Rolle. Das System ist für konventionelle, hybride und vollelektrische Nutzfahrzeuge vorgesehen.

Auf der IAA Transportation 2026 in Hannover wird die Bremse gemeinsam mit weiteren Nutzfahrzeugtechnologien gezeigt. Messegäste sowie Medienvertreterinnen und -vertreter können das Portfolio bis zum 20. September 2026 in Halle 21, Stand B42, sehen.

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