Digitale Arbeitsmittelprüfung per QR-Code verwalten

Artikel vom 22. September 2026
Service und Zubehör

Regelmäßige Prüfungen von Leitern, Tritten, Fahrgerüsten und weiteren Arbeitsmitteln verursachen organisatorischen Aufwand. Krause setzt dafür auf die »wosatec Web-App«: QR-Codes, digitale Akten und Terminübersichten sollen Prüfung, Dokumentation und Verwaltung bündeln.

QR-Code-Etiketten, digitale Prüfakten und Terminübersichten unterstützen die wiederkehrende Prüfung von Arbeitsmitteln. (Bild: KRAUSE)

Arbeitsmittel müssen im Betrieb sicher bereitgestellt, genutzt und wiederkehrend geprüft werden. Mit steigender Zahl an Leitern, Tritten, Fahrgerüsten und weiteren prüfpflichtigen Arbeitsmitteln wächst jedoch der Aufwand: Standorte, Prüffristen, Protokolle und Zuständigkeiten müssen nachvollziehbar bleiben. Krause verbindet dafür Steigtechnik und Arbeitssicherheit mit der »wosatec Web-App«, um Erfassung, Prüfung, Dokumentation und Verwaltung in einem digitalen Prozess abzubilden.

Grundlage sind die Anforderungen aus Betriebssicherheitsverordnung, TRBS 1201 und DGUV Information 208-016. Arbeitsmittel sind in den Fristen zu prüfen, die sich aus Gefährdungsbeurteilung und Einsatzbedingungen ergeben. Die Ergebnisse müssen aufgezeichnet und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden. Eine digitale Lösung ersetzt dabei nicht die fachliche Beurteilung durch eine qualifizierte Person, kann aber Identifikation, Prüfablauf, Dokumentation und Terminüberwachung erleichtern.

Vom Arbeitsmittel zur digitalen Akte

Jedes Arbeitsmittel erhält eine eindeutige Zuordnung über individuelle QR-Code-Etiketten. Wird ein Arbeitsmittel im System angelegt und mit einem Etikett verknüpft, entsteht eine digitale Akte. Über Smartphone oder Tablet lassen sich die hinterlegten Informationen direkt am Einsatzort abrufen. Die Suche nach Inventarnummern, Papierlisten oder verstreut abgelegten Prüfprotokollen wird dadurch reduziert.

Die Etiketten sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und für den betrieblichen Einsatz ausgelegt. Neben neu beschafften Produkten können auch vorhandene Arbeitsmittel nachträglich in die digitale Verwaltung aufgenommen werden. Für größere Datenbestände ist ein Massenimport möglich, etwa aus bestehenden Excel-Tabellen. Arbeitsmittel lassen sich Standorten, Filialen, Arbeitsplätzen oder Kategorien zuordnen, sodass Verantwortliche Bestände und anstehende Prüfungen gezielt filtern können.

Prüfen, dokumentieren und Termine überwachen

Bei einer Prüfung führt der QR-Code direkt zum jeweiligen Arbeitsmittel. Anschließend wird der Prüfprozess gestartet, und Anwender werden strukturiert durch die erforderlichen Prüfpunkte geführt. Nach Abschluss entsteht automatisch ein individueller Prüfbericht, der digital gespeichert und dem Arbeitsmittel zugeordnet wird. Berichte und Auswertungen können als PDF ausgegeben und um eine Fotodokumentation ergänzt werden.

Auch eine Offline-Erfassung ist vorgesehen, beispielsweise in Produktionsbereichen, Kellern oder technischen Anlagen ohne stabile Internetverbindung. Externe Prüfer können eingebunden werden, ohne bereits erfasste Arbeitsmittel erneut aufnehmen zu müssen. Für umfangreiche Bestände unterstützt die Terminverwaltung bei der Übersicht über anstehende Prüfungen. Die Festlegung der Prüffristen bleibt jedoch Aufgabe der Verantwortlichen im Betrieb und richtet sich insbesondere nach Gefährdungsbeurteilung und Einsatzbedingungen.

Nachvollziehbarkeit über den Lebenszyklus

Mit jeder dokumentierten Prüfung wächst die Historie eines Arbeitsmittels. So bleibt nachvollziehbar, wann geprüft wurde, welche Ergebnisse vorlagen und welche Maßnahmen erforderlich waren. Diese Datenbasis kann interne Auswertungen erleichtern, etwa zu wiederkehrenden Schäden, auffälligen Arbeitsmittelgruppen oder Unterschieden zwischen Standorten.

Die digitale Prüfverwaltung ist nicht auf Leitern und Tritte beschränkt. Genannt werden auch ortsfeste Steigleitern, Schachtleitern, Notleiteranlagen sowie Steigleitern an maschinellen und baulichen Anlagen. Zudem stehen Lizenzen für weitere Arbeitsmittelkategorien zur Verfügung. Damit kann aus einer Lösung für Steigtechnik schrittweise eine zentrale Prüfverwaltung für unterschiedliche Arbeitsmittel entstehen.

Ändern sich gesetzliche Vorgaben, technische Regeln, DGUV-Informationen oder Normen, stellt die Lösung laut Anbieter aktuelle Prüfdokumente bereit. Das reduziert den Aufwand, unterschiedliche Versionen von Checklisten und Formularen manuell zu verwalten. Die Verantwortung für ordnungsgemäße Durchführung, Qualifikation und fachliche Bewertung bleibt davon unberührt. Die Digitalisierung führt vor allem Informationen, Prüfschritte und Nachweise systematisch zusammen.

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