GaLaBau 2026: Grünbranche diskutiert klimaresiliente Freiräume
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Die GaLaBau 2026 in Nürnberg zeigte vier Tage lang, welche Rolle Garten- und Landschaftsbau, Stadtbegrünung und klimaresiliente Freiräume spielen. Im Fokus standen Austausch, neue Lösungen, Auszeichnungen und Nachwuchsformate für die grüne Branche.

Die GaLaBau 2026 zeigte Trends zu Stadtgrün, klimaresilienten Freiräumen, Garten- und Landschaftsbau sowie Kommunaltechnik. (Bild: NürnbergMesse/Thomas Geiger
Die GaLaBau 2026 brachte im Messezentrum Nürnberg vier Tage lang Fachleute aus Garten- und Landschaftsbau, Kommunen, Landschaftsarchitekturbüros und dem Motorgeräte-Fachhandel zusammen. Die Veranstaltung stellte die Gestaltung lebenswerter, klimaresilienter und grüner Freiräume in den Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie graue Flächen in nutzbare, begrünte Orte umgewandelt werden können und wie Regenwasser dort gehalten wird, wo es für Stadtgrün und Freiräume gebraucht wird.
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. zog ein positives Resümee und präsentierte mit »Zukunft grüner Lebensräume« ein Mini-Stadtquartier als Messeauftritt. Sichtbar werden sollte, wie Gebäude, Straßen und Plätze grüner, kühler und widerstandsfähiger gestaltet werden können. Auch die Eröffnungs-Keynote »Emils Welt« griff den Wandel auf und stellte dem Diskurs über künstliche Intelligenz den praktischen Beitrag engagierter Fachleute für grüne Räume gegenüber.
Internationale Beteiligung und fachlicher Austausch
Die Messe bestätigte ihre internationale Ausrichtung mit Fachpublikum aus über 90 Ländern. Auf knapp 61.000 m² Ausstellungsfläche zeigten Ausstellerinnen und Aussteller in 14 Hallen Produkte, Dienstleistungen und Lösungen für die grüne Branche. Die Veranstaltung bot damit Raum für fachliche Gespräche, neue Geschäftskontakte und die Anbahnung weiterer Projekte.
Auch die Beteiligung der Ausstellenden aus dem Ausland erreichte laut Mitteilung ein beachtliches Niveau. Knapp 34 % kamen nicht aus Deutschland; gegenüber der Vorveranstaltung entspricht das einem Plus von vier Prozentpunkten. Neben 764 Ausstellenden aus Deutschland waren insbesondere Unternehmen aus den Niederlanden, Italien, Österreich, Frankreich und Belgien vertreten. Die Befragung der Besuchenden bescheinigte der Veranstaltung eine hohe Relevanz für die berufliche Praxis. Positiv bewertet wurden vor allem die Angebotsvielfalt, die Möglichkeiten zum Austausch sowie der Überblick über aktuelle Entwicklungen.
Auszeichnungen für Projekte und Lösungen
Zu den Programmpunkten zählte die Verleihung eines internationalen Preises der European Landscape Contractors Association. Ausgezeichnet wurden zwei Projekte aus Frankreich. Der Preis würdigt Vorhaben mit Innovationscharakter und Vorbildfunktion für die europäische Landschaftsbau-Branche.
Ebenfalls am ersten Messetag vergab der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. Auszeichnungen für Produkte und Lösungen. Insgesamt 16 Unternehmen wurden gewürdigt, deren Ansätze den Arbeitsalltag erleichtern, Ressourcen schonen oder neue Potenziale für die grüne Branche erschließen. Die Ehrung fand auf dem Experten-Forum statt.
Eine Premiere feierte zudem die Verleihung eines Unternehmerpreises im Rahmen der Messe. Der Titel ging an Stefanie Sabel und das Team von Sabel Land- und Gartentechnik aus Dornburg-Thalheim. Der Preis richtet sich an Unternehmen aus Garten-, Forst- und Kommunaltechnik, die sich durch Servicequalität, unternehmerisches Handeln und Engagement in der Branche hervorheben.
Nachwuchs, Wettbewerb und nächster Termin
Der Verband zeichnete außerdem sechs Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner für Leistungen in Ausbildung und Fortbildung aus. In der Kategorie Ausbildung wurden Miriam Rieger, Hanna Kanzelmeier und Sebastian Murrmann geehrt. Für Leistungen in der Fortbildung erhielten Mischa Engels, Verena-Maria Alt und Sophie Spindler eine Auszeichnung. Erstmals wurden zudem drei Ausbildungsbetriebe für ihr Engagement in der Ausbildung genannt: erhardt Garten- und Landschaftsbau GmbH, Garten- und Landschaftsbau Kreye GmbH & Co. KG sowie BOHR – Ihr Gärtner von Eden.
Publikum zog auch der Wettbewerb im Messepark an. Elf Zweier-Teams aus dem Bundesgebiet gestalteten innerhalb von zwei Tagen jeweils einen vier mal vier Meter großen »Tiny Garden«. Den Meistertitel sicherten sich Jan Ole Barth und Niklas Brehling. Platz zwei belegten Felix Körner und Victor Walther, Platz drei ging an Leon Luca Schade und Hannes Weser.
Nach vier Messetagen richtet sich der Blick auf die nächste Ausgabe im Messezentrum Nürnberg vom 12. bis 15. September 2027, die erneut Fachleute aus der internationalen Grünbranche zusammenbringen soll.



