JCB baut Wasserstofftechnik und neue Fertigungskapazitäten aus

Artikel vom 30. September 2026
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JCB investiert in Werke, Fertigung und Wasserstofftechnik: In Staffordshire wird der Hauptsitz modernisiert, in Texas entsteht ein neues Werk. Dazu meldet der Hersteller robuste Geschäftszahlen für 2025 und einen Geschwindigkeitsrekord mit Wasserstoffantrieb.

Lord Bramford (links) und sein Sohn George Bramford übernehmen den Vorsitz des Familienunternehmens JCB. (Bild: JCB)

JCB stellt seine nächsten Investitionsschritte vor: Der Hersteller modernisiert den Hauptsitz in Staffordshire, eröffnet ein neues Werk in San Antonio im US-Bundesstaat Texas und führt wasserstoffbetriebene Maschinen in die Serienproduktion. Parallel dazu verändert sich die Unternehmensspitze: George Bamford übernimmt gemeinsam mit seinem Vater Lord Bamford den Vorsitz des Familienunternehmens. Es ist die erste Veränderung an der Spitze seit mehr als 50 Jahren.

Die Ankündigung fällt mit den Geschäftszahlen für 2025 zusammen. Der Umsatz lag bei 5,7 Mrd. Pfund, der Gewinn vor Steuern bei 642 Mio. Pfund. Der Absatz erreichte 113.498 Maschinen. Trotz gemischter Marktbedingungen, stagnierender Nachfrage in Nordamerika und eines Marktrückgangs von 12 % in Indien steigerte das Unternehmen seinen weltweiten Marktanteil. Zudem blieb es schuldenfrei und wies keine Nettoverbindlichkeiten aus.

Modernisierung in Staffordshire und neues Werk in Texas

Im Vereinigten Königreich fließen 100 Mio. Pfund in die Modernisierung des Unternehmenssitzes in Staffordshire. Dort befindet sich der Hersteller seit 1950, nachdem Firmengründer Joseph Cyril Bamford die Produktion in eine ehemalige Käserei in Rocester verlegt hatte. Zum Projekt gehören eine vollautomatische Pulverbeschichtungsanlage im Wert von 60 Mio. Pfund sowie modernisierte Produktionsbereiche. Damit sollen mehr als 8000 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich langfristig gesichert werden.

In den USA eröffnet im kommenden Monat ein neues Werk in San Antonio. Die Investition umfasst 1 Milliarde Dollar. Mit rund 93.000 m² Fläche wird es das größte Werk des Unternehmens. Dort sollen künftig »Loadall«-Teleskoplader und Hebetechnik für den nordamerikanischen Markt gefertigt werden.

Wasserstoffmotoren gehen in Serie

Auch bei alternativen Antrieben baut der Hersteller seine Aktivitäten aus. Nach einem Entwicklungsprogramm im Umfang von 100 Mio. Pfund wurden wasserstoffbetriebene Maschinen in die Serienproduktion überführt. Laut Mitteilung bringt der Baumaschinenhersteller einen vollständig zugelassenen Wasserstoff-Verbrennungsmotor auf den Markt.

Ein sichtbares Ergebnis dieser Entwicklung ist der »Hydromax«. Das von Wing Commander Andy Green OBE gesteuerte Fahrzeug erreichte auf den Bonneville Salt Flats in Utah eine Geschwindigkeit von 406,320 mph beziehungsweise 653,909 km/h. Damit wurde der bisherige Wasserstoff-Verbrennungsrekord deutlich übertroffen; zugleich lag die Geschwindigkeit über dem eigenen Dieselmax-Rekord von vor 20 Jahren. Angetrieben wurde das Fahrzeug von zwei seriennahen Wasserstoffmotoren aus dem Werk in Foston, Derbyshire. Zwischen erster Idee und Rekordfahrt lagen 18 Monate.

Ausbildung gegen den Fachkräftemangel

Neben Investitionen in Fertigung und Antriebstechnik verweist die Mitteilung auf die Rolle der technischen Ausbildung. Die von Anthony Bamford initiierte Academy zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im Ingenieurwesen verzeichnete in diesem Jahr 708 Bewerbungen auf 314 verfügbare Plätze zum Schuljahresbeginn im September. Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 wurden rund 3750 junge Menschen ausgebildet. Die Vermittlungsquote in Beschäftigung oder weiterführende Bildung wird mit 100 Prozent angegeben.

Darüber hinaus starteten in diesem Monat 116 neue Auszubildende, Studierende und Hochschulabsolventen im Unternehmen. Sie wurden aus mehr als 6300 Bewerbungen ausgewählt. CEO Graeme Macdonald bewertet den Ausblick für 2026 trotz geopolitischer Unsicherheiten positiv. Mit neuen Kapazitäten in Texas und Staffordshire sieht sich der Hersteller für ein moderates Marktwachstum vorbereitet.

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