Schneefrässchleudern für verschiedene Trägerfahrzeuge
Rotierende Schneeräumgeräte
Mit seinen Schneefrässchleudern bietet Zaugg Lösungen für unterschiedliche Trägerfahrzeuge und Anforderungen im kommunalen Winterdienst. Neben klassischen Anbaugeräten umfasst das Programm auch eigenständig motorisierte Monoblock-Schneefrässchleudern für den Einsatz an Radladern. Verschiedene Antriebsvarianten und umfangreiche Zusatzausrüstungen ermöglichen die Anpassung an unterschiedliche Einsatzbedingungen.

Mit »SF 90-85 Unimog« bietet Zaugg eine auf den Mercedes-Benz Unimog abgestimmte Ausführung. (Bild: ZAUGG AG)
Die Schneefrässchleudern des Schweizer Herstellers Zaugg sind für die Räumung unterschiedlicher Schneearten ausgelegt und können sowohl an kleineren Trägerfahrzeugen als auch an leistungsstarken Geräteträgern eingesetzt werden. Ihr Funktionsprinzip basiert auf einer kombinierten Konstruktion aus Fräshaspel und Schleuderrad. Beide Komponenten sind über Getriebe und Übersetzungen aufeinander abgestimmt, um den aufgenommenen Schnee effizient zu zerkleinern und auszuwerfen. Je nach Trägerfahrzeug stehen mechanische oder hydraulische Antriebsvarianten zur Verfügung. Unterschiedliche Stirnrad- und Planetengetriebe ermöglichen die Anpassung der Schleuderraddrehzahl an die jeweilige Zapfwellendrehzahl.
Unterschiedliche Leistungsklassen und Schutzsysteme
Die Modellpalette umfasst verschiedene Baugrößen für unterschiedliche Anforderungen. Die »SF 65-60 G« verfügt über ein patentiertes Schar-Abfederungssystem, das beim Überfahren von Hindernissen auftretende Schläge dämpft und ein Anheben der Maschine verhindern soll. Ab dem Modell »SF 72-70 KS« sind die Fräshaspeln elastisch gelagert und gegen Stoßbelastungen gedämpft. Diese Ausführung besitzt eine Fräshaspel mit 72 cm Durchmesser und ist mit Fräsbreiten von 140 bis 270 cm erhältlich. Klappschare sowie Scherbolzen oder Abschaltkupplungen dienen dem Schutz vor Überlastungen.
Für leistungsstärkere Trägerfahrzeuge steht unter anderem die »SF 90-100« zur Verfügung. Sie ist für einen Leistungsbereich von 100 bis 200 kW ausgelegt und verfügt über eine Fräshaspel mit 90 cm sowie ein Schleuderrad mit 100 cm Durchmesser. Die Fräsbreite reicht bis 296 cm. Mit der »SF 90-85 Unimog« bietet Zaugg zudem eine speziell auf den Mercedes-Benz Unimog abgestimmte Ausführung mit Räumbreiten von 246 bis 270 cm. Bei ihrer Konstruktion wurde insbesondere auf ein möglichst freies Sichtfeld für den Fahrer geachtet.

Die Zaugg Monoblock Schneefrässchleuder »Mobl 380« verfügt über einen leistungsstarken Dieselmotor und ist für den Anbau an Radladern gedacht. (Bild: ZAUGG AG)
Eigenständiger Antrieb für hohe Räumleistungen
Für besonders anspruchsvolle Schneeräumarbeiten bietet Zaugg die eigenständig motorisierten Monoblock-Schneefrässchleudern »Mobl 230« und »Mobl 380« an. Sie sind für den Anbau an Radlader konzipiert und verfügen über eigene Dieselmotoren, sodass die Antriebsleistung für das Fräsaggregat unabhängig vom Trägerfahrzeug bereitgestellt wird. Die kleinere »Mobl 230« erreicht eine Motorleistung von 170 kW (230 PS), während die »Mobl 380« von einem Mercedes-Benz-Dieselmotor mit 280 kW (380 PS) angetrieben wird. Letztere verfügt über Arbeitsbreiten von 296 oder 330 cm und eine Räumhöhe von 170 cm. Die Räumleistung beträgt laut Hersteller bis zu 3.000 t/h, die Wurfweite bis zu 35 m. Mit diesen Eigenschaften eignen sich die Monoblock-Modelle insbesondere für die Beseitigung großer Schneemengen auf Verkehrswegen und weitläufigen Flächen.
Flexible Auswurftechnik und Zusatzausrüstung
Die Auswurfkamine der klassischen Anbau-Schneefrässchleudern sind modellabhängig mit einer bis vier Klappen ausgestattet. Sie lassen sich mechanisch oder hydraulisch kippen, wodurch sich Verstopfungen leichter beseitigen lassen. Ab der Baureihe »SF 72« ist alternativ ein Teleskop-Kamin erhältlich. Weitere Ausstattungsmöglichkeiten umfassen unter anderem Klappschare, seitliche Fräshaspellagerungen, mechanische oder hydraulische Querneigungsverstellungen und Oberlenker sowie elektrische Steuerungen und zusätzliche Elektroventilblöcke. Die Kamindrehung und Neigungsverstellung des Auswurfkamins können je nach Ausführung mechanisch, elektrisch oder hydraulisch erfolgen. Ergänzend sind Verladeschächte, Direktauswürfe mit drehbarem Schleuderradschacht, Gleitkufen oder Laufrollen, Verschleißringe sowie Schutzvorrichtungen für die Fräshaspeln erhältlich. Damit lassen sich die Maschinen auf unterschiedliche Trägerfahrzeuge und Einsatzbedingungen abstimmen.





