Kompaktkehrmaschinen

Artikel vom 16. Februar 2021
Selbstfahrende Kehrmaschinen

Kompakt und wendig ist die Urban-Sweeper S2 schon von Haus aus. Jetzt läuft sie in der Version S2.0 auch elektrisch (Bild Küpper-Weisser).

Die Option des elektrischen Antriebs in Kehrfahrzeugen bietet auch Küpper-Weisser an. Die 2018  vorgestellte Variante der Urban Sweeper 2.0 Electric verspricht eine tägliche Nutzung von acht Stunden. Zwölf Batteriemodule mit zusammen 4320 Zellen sorgen dafür. Unter drei Lademöglichkeiten kann sich der Betreiber die passende aussuchen. Die kompakte und wendige Urban Sweeper S2 mit konventionellem Antrieb hat schon länger einen festen Platz am Markt – unter anderem läuft sie auch in Diensten der Berliner Stadtreinigung BSR. Der Kehrgutbehälter fasst 2,5 m³, die Breite des Knicklenkers liegt bei 1150 mm. Neu ist hier das Kehraggregat mit drei Besen, Scrubber genannt. Die S2 bringt dank des Aluminiumkehrgutbehälters eine hohe Nutzlast auf die Straße – zwischen Leergewicht und zulässigem Gesamtgewicht (3500 kg) liegen 1200 kg. Anders gesagt: Die S 2 ist leichter als vergleichbare Maschinen, der Hersteller gibt eine Treibstoffersparnis von 30 % an. Zum Wasservorrat im 190 l großen Frischwassertank kommt ein Wasserrückgewinnungstank für 150 l – ein sparsamer Umgang mit den Ressourcen. Ausgefeilte Kehrtechnologie repräsentiert die Boschung-Kehrmaschine S3, die nach Firmendarstellung das größte Behältervolumen dieser Klasse, nämlich 2,5 m³, zu bieten hat. Das von Boschung Schweiz entwickelte und von Küpper-Weisser in Deutschland vertriebene Kompaktkehrfahrzeug ist mit einem 74 kW (101 PS) starken Motor bestückt. Das turboaufgeladene Aggregat hat die aktuelle Euro VI-Abgasnorm und sorgt im Fahrbetrieb für eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 50 km/h (das Arbeitstempo ist zwischen null und 25 km/h variabel). Das auf einem Spezialrahmenchassis aus hochelastischem Stahl aufgebaute Kehrfahrzeug ist von Haus aus mit einem Doppellinear-Besen-System ausgestattet, dessen Flexibilität den Anbau eines dritten Besens nach Boschung-Aussage überflüssig macht. Die beiden standardmäßigen 700-mm-Tellerbesen, die nach vorne ausfahr- beziehungsweise nach rechts und links schwenkbar sind, erlauben Kehrbreiten von 2100, mit optionalem drittem Besen sogar von 2700 mm. Je nach Anzahl der Besen sind mit der S3 Flächenleistungen von 21.000 (mit zwei Besen) oder 27.000 m² (drei Besen) pro Stunde machbar, wobei der mitgeführte Frischwassertank aus Kunststoff (PE) mit 500 l ausreichend dimensioniert ist. Der aus Edelstahl bestehende Kehrgutbehälter lässt sich hydraulisch ausfahren und in einer Höhe von 1,4 m entleeren; ebenfalls kippbar ist auch die voll isolierte, durchgängige Fahrerkabine. In ihr haben zwei Personen Platz, die einen Pkw-ähnlichen Komfort vorfinden. Für die fahrerischen Annehmlichkeiten sorgen unter anderem eine stufenlos regulierbare Heizung, weit öffnende Schwenktüren sowie eine Außenspiegelheizung (Option).

Die Kompaktkehrmaschine S3, die für ihre Klasse groß dimensioniert ist und hohe Flächenleistungen schafft (Bild: Küpper-Weisser).

Die 1650 bis 2000 kg Nutzlast (das zul. Gesamtgewicht beträgt fünf Tonnen) bietende S3 wird serienmäßig mit drei Lenkungsarten angeboten: Allrad- und Vorderradlenkung sind Standard, über die dritte Variante (Hundegang- oder Hinterradlenkung) befindet ausschließlich der Kunde. Der Katalog für die Wunschausrüstungen enthält wegen des hohen Ausstattungsniveaus nur wenige Positionen: optional sind zum Beispiel zusätzliche Arbeitsscheinwerfer, eine oder zwei Rundumleuchten, die Besenbeleuchtung und ein Werkzeugsortiment. Zum Reinigen von schwer zugänglichen Stellen kann die hydrostatisch angetriebene Kehrmaschine zudem mit einer Hochdrucklanze und einem Handsaugschlauch (beides optional) bestückt werden. Eine auf Wunsch erhältliche Anbauplatte erweitert nicht nur die Einsatzmöglichkeiten der S3, sondern ermöglicht auch den Anbau von Winterdienstanbaugeräten oder einer Hochdruckschwemmanlage.

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