Dampf-Reinigungsmaschinen

Artikel vom 18. Februar 2021
Handgeführte Kehrmaschinen

Drei rotierende Bürsten und heißer Niederdruck-Dampf lösen die verschiedensten, hartnäckigen Verschmutzungen, wie z. B. Kaugummi, am Boden (Bild: Zaugg).

Die Steamhydra ist die kleine Schwester des Zaugg-Steambeast (siehe Seite 276). Sie ist die ideale Ergänzung und kommt überall dort zum Zug, wo das Steambeast nicht mehr hinkommt. Sie ist so gestaltet, dass auch auf unebenem Gelände sauber und umweltfreundlich gearbeitet werden kann. Eine sehr handhabungsfreundliche Bauweise und ein äußerst geringer Geräuschpegel sind die weiteren Vorzüge. Sie ist handgeführt und verfügt über einen speziellen Reinigungskopf, der drei rotierende Bürsten enthält und mittels heißem Niederdruck-Dampf die verschiedensten Verschmutzungen vom Boden löst. Der geringe Wasserverbrauch kombiniert mit der hohen Flächenleistung zeichnen dieses Gerät besonders aus. Bei diesem Reinigungsverfahren handelt es sich um einen sehr lärmarmen, thermo-mechanischen Prozess. Das Frischwasser wird in den Boilern oder des externen Dampferzeugers zu Niederdruck-Dampf aufbereitet. Mit diesem wird die zu reinigende Oberfläche beaufschlagt. Der Niederdruck-Dampf befeuchtet und weicht den Dreck auf. Der Dreck wird bodenschonend zersetzt und mit den nachfolgenden Bürsten ebenso schonend von der Oberfläche mechanisch abgelöst. Je nach Art und Weise der Verschmutzung gibt es die Möglichkeit, direkt über das Handgerät einen Reinigungszusatz auf den Boden aufzubringen. Der zurückbleibende Reinigungsschlamm kann einfach mit dem Steambeast oder einer Scheuersaugmaschine aufgenommen und sauber entfernt werden. Als Antriebsquelle für den Reinigungskopf kommt ein kräftiger Elektroantrieb zum Einsatz. Dieser ermöglicht es, bei allenfalls schwankender Belastung, eine konstante Drehzahl beizubehalten. Der Steamhydra-Handgerät-Reinigungskopf besteht aus einem Dampffeld aus Aluminium und einem Bürstenkopf mit drei rotierenden Bürsten.

Die drei rotierenden Bürsten von unten (Bild: Zaugg).

Die Aufnahme des Dampffeldes ist durch Rastbolzen am Bürstenkopf aufgehängt und mittels Laufrollen auf dem Untergrund bewegbar. So ist es möglich, dass das Dampffeld und der Bürstenkopf, unabhängig voneinander, dem Untergrund angepasst genau folgen können. Die Einspeisung des Dampfes geschieht auf der Oberseite. Von dort aus wird der Dampf auf das komplette Dampffeld und in den Bürstenkopf verteilt, was eine konstante Aufheizung (z. B. des Kaugummis) gewährleistet. Da selbst während dem Einwirken der Bürsten noch Dampf eingespeist wird, kann keine Abkühlung stattfinden und der Kaugummi noch effizienter entfernt werden. Der Austausch der Tellerbürsten lässt sich per Hand erledigen, da diese auf deren Aufnahme nur gesteckt sind. Sie werden durch die Form des in der Tellerbürste befindlichen Gummi­körpers gehalten. Daher ist der Austausch ohne Werkzeug zu bewältigen. Gleichzeitig erlaubt diese Aufbauweise eine hohe Beweglichkeit der Bürstenkörper in der Aufnahme, wodurch eine gute Anpassung an allerlei Unebenheiten gewährleistet ist. Für den Transport oder die Lagerung kann die Steamhydra auf einfache Weise in eine platzsparende Transportstellung umgewandelt werden. Hierfür wird der Reinigungskopf hochgeklappt und am Trolley mit einer Kette fixiert. Die Steamhydra ist mit einer Reinigungsmittel-Einspritzung ausgerüstet, die einfach über eine Handbetätigung ein- und ausgeschaltet wird. Kurz vor der Reinigung mit den Bürsten, wird das Reinigungsmittel auf den Boden verteilt. Solange der Signalgeber betätigt wird, fördert die Pumpe das Reinigungsmittel. Wird dieser losgelassen, wird kein Reinigungsmittel mehr auf den Boden aufgetragen. Der Reinigungsmitteltank lässt sich zum Wiederauffüllen bedienerfreundlich aus seiner Halterung heben. Die Steamhydra kann direkt an einem Steambeast angeschlossen werden, das mit einem Schlauchhaspel oder einem Zusatzgerätedampfanschluss ausgerüstet ist. Der benötigte Strom wird beim Anschließen an das Steambeast vom dort eingebauten Generator geliefert. Die Steamhydra kann auch an einem anderen Dampferzeuger angeschlossen werden. Voraussetzung dazu ist, dass der Dampferzeuger bei Dampfrückstau abschaltet. Der benötigte Strom wird von einem nahegelegenen 16-Ampere-Anschluss bezogen. Das Wasser kann in einem mobilen Tank mitgeführt werden oder von einem Hausanschluss stammen.

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